Start vom Kosmodrom Baikonur; Landung 140 km
östlich von Dsheskasgan.
Nach zweitägigem Alleinflug koppelte
die Sojus am 26.01.1993 an die Raumstation MIR an.
Sojus TM-16 war seit
1976 die erste und bis heute einzige Sojus-Mission bei der nicht das
Standard-Kopplungssystem genutzt wurde und nicht am MIR-Kernmodul, bzw. Kwant
gedockt wurde. Erstmals wurde der androgyne APAS-89-Kopplungsstutzen (89 steht
für das Entwicklungsjahr) verwendet, der eine Weiterentwicklung der
APAS-75-Andockvorrichtung des Apollo-Sojus-Projekts darstellte. Dieses System -
anders als das gewöhnliche Sojus-Kopplungssystem - ermöglichte jedem
damit ausgestatteten Raumfahrzeug sowohl den passiven als auch den aktiven Part
eines Andockmanövers zu übernehmen. Das neue Kopplungssystem wurde
entwickelt, um das Andocken der Buran-Raumfähre an die Raumstation Mir zu
ermöglichen. Dazu verfügte die Mir am Kristall-Modul ebenfalls
über zwei APAS-89-Stutzen. Gleichzeitig sollten spezielle
Sojus-Raumschiffe mit diesem Kopplungssystem ausgestattet werden, um bei
bemannten Testmissionen der Buran als Rettungssystem zu dienen. Eine solche
Sojus würde in Einsatzbereitschaft auf der Erde warten und bei einem
Notfall mit einem Mann Besatzung starten, an der Buran andocken, die beiden
Testpiloten der Raumfähre abholen und sie sicher zur Erde bzw. zur MIR zu
bringen.
Wesentliches Ziel der Mission war der planmäßige
Austausch der MIR-Stammbesatzung. Nach der Übergabe der Station durch die
12. Stammbesatzung
bildeten
Manakow und
Polestschuk die
13. MIR-Stammbesatzung.
Sie führten Experimente zur Biowissenschaft, Astronomie,
Materialerforschung undund allein 140 Experimente zur Erderkundung aus.
EVA
beider Kosmonauten am 19.04.1993 (5h 25m) und am 18.06.1993 (4h 33m) zur
Installation von Sonnensegeln an das Modul Kwant-1. Dabei traten jedoch
technische Probleme auf am Solarreflektor auf; er entfaltete sich nur
teilweise. Auch eine Kommunikationsantenne wurde erfolgreich repariert.
Schließlich unternahm die Mannschaft Erdbeobachtungen mit
Spezialkameras. Nachschub wurde durch Progress M-16 bis M-18 zur Raumstation
MIR geliefert.