Bemannte Raumflüge

Internationale Flug-Nr. 155

Sojus TM-16

Vulkan

Russland

Patch Sojus TM-16

hochauflösende Version (420 KB)

Start-, Bahn- und Landedaten

Startdatum:  24.01.1993
Startzeit:  05:58 UTC
Startort:  Baikonur
Startrampe:  1
Bahnhöhe:  350 km
Inklination:  51,6°
Ankopplung MIR:  26.01.1993, 07:31:17 UTC
Abkopplung MIR:  22.07.1993, 03:00:30 UTC
Landedatum:  22.07.1993
Landezeit:  06:41 UTC
Landeort:  47° 23' N, 69° 22' O
Crew Sojus TM-16

hochauflösende Version (542 KB)

alternatives Crewfoto

alternatives Crewfoto

Besatzung

Nr.   Name Vorname Position Flug-Nr. Flugdauer Erdorbits
1 Russische Föderation  Manakow  Gennadi Michailowitsch  Kommandant 2 179d 00h 43m  2833 
2 Russische Föderation  Polestschuk  Alexander Fjodorowitsch  Bordingenieur 1 179d 00h 43m  2833 

Sitzverteilung der Besatzung

Start
1  Manakow
2  Polestschuk
3  
Raumschiff Sojus TM-16
Landung
1  Manakow
2  Polestschuk
3  Haigneré

Animationen: Sojus

Start verlassen des Orbit Eintritt in Atmosphäre
(erfordert Macromedia Flash Player)
mit freundlicher Genehmigung von www.marscenter.it

Double-Besatzung

Nr.   Name Vorname Position
1 Russische Föderation  Ziblijew  Wassili Wassiljewitsch  Kommandant
2 Russische Föderation  Ussatschow  Juri Wladimirowitsch  Bordingenieur
Crew Sojus TM-16 (Double)

Flugverlauf

Start vom Kosmodrom Baikonur; Landung 140 km östlich von Dsheskasgan.

Nach zweitägigem Alleinflug koppelte die Sojus am 26.01.1993 an die Raumstation MIR an.

Sojus TM-16 war seit 1976 die erste und bis heute einzige Sojus-Mission bei der nicht das Standard-Kopplungssystem genutzt wurde und nicht am MIR-Kernmodul, bzw. Kwant gedockt wurde. Erstmals wurde der androgyne APAS-89-Kopplungsstutzen (89 steht für das Entwicklungsjahr) verwendet, der eine Weiterentwicklung der APAS-75-Andockvorrichtung des Apollo-Sojus-Projekts darstellte. Dieses System - anders als das gewöhnliche Sojus-Kopplungssystem - ermöglichte jedem damit ausgestatteten Raumfahrzeug sowohl den passiven als auch den aktiven Part eines Andockmanövers zu übernehmen. Das neue Kopplungssystem wurde entwickelt, um das Andocken der Buran-Raumfähre an die Raumstation Mir zu ermöglichen. Dazu verfügte die Mir am Kristall-Modul ebenfalls über zwei APAS-89-Stutzen. Gleichzeitig sollten spezielle Sojus-Raumschiffe mit diesem Kopplungssystem ausgestattet werden, um bei bemannten Testmissionen der Buran als Rettungssystem zu dienen. Eine solche Sojus würde in Einsatzbereitschaft auf der Erde warten und bei einem Notfall mit einem Mann Besatzung starten, an der Buran andocken, die beiden Testpiloten der Raumfähre abholen und sie sicher zur Erde bzw. zur MIR zu bringen.

Wesentliches Ziel der Mission war der planmäßige Austausch der MIR-Stammbesatzung. Nach der Übergabe der Station durch die 12. Stammbesatzung bildeten Manakow und Polestschuk die 13. MIR-Stammbesatzung. Sie führten Experimente zur Biowissenschaft, Astronomie, Materialerforschung undund allein 140 Experimente zur Erderkundung aus.

EVA beider Kosmonauten am 19.04.1993 (5h 25m) und am 18.06.1993 (4h 33m) zur Installation von Sonnensegeln an das Modul Kwant-1. Dabei traten jedoch technische Probleme auf am Solarreflektor auf; er entfaltete sich nur teilweise. Auch eine Kommunikationsantenne wurde erfolgreich repariert.

Schließlich unternahm die Mannschaft Erdbeobachtungen mit Spezialkameras. Nachschub wurde durch Progress M-16 bis M-18 zur Raumstation MIR geliefert.

Fotos / Zeichnungen

MIR ab 10.06.1990 Sojus TM-16 auf der Startrampe
Ankunft von Sojus TM-16 and der MIR  

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Letztes Update am 16. März 2011.

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