Stammbesatzungen der MIR

MIR: Expedition 16
(EO-16)

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Besatzung, Start- und Landedaten

Nr.: 1 2 3
Nation:
Name:  Malentschenko  Mussabajew  Poljakow
Vorname:  Juri Iwanowitsch  Talgat Amangeldijewitsch  Waleri Wladimirowitsch
Position:  Kommandant  Bordingenieur  Arzt-Kosmonaut
Raumschiff (Start):  Sojus TM-19  Sojus TM-19  Sojus TM-18
Startdatum:  01.07.1994  01.07.1994  08.01.1994
Startzeit:  12:24 UTC  12:24 UTC  10:05 UTC
Raumschiff (Landung):  Sojus TM-19  Sojus TM-19  Sojus TM-20
Landedatum:  04.11.1994  04.11.1994  22.03.1995
Landezeit:  11:18 UTC  11:18 UTC  04:04 UTC
Flugdauer:  125d 22h 53m  125d 22h 53m  437d 17h 58m
Erdorbits:  1993  1993  6927

Double Crew

Nr.: 1 2 3
Nation:
Name:  Wiktorenko  Kondakowa  Arsamasow
Vorname:  Alexander Stepanowitsch  Jelena Wladimirowna  German Semjonowitsch
Position:  Kommandant  Bordingenieur  Arzt-Kosmonaut

Expeditionsverlauf

Start vom Kosmodrom Baikonur; Landung in der Steppe von Kasachstan (88 km nordöstlich von Arkalyk).

Nach zweitägigem Alleinflug koppelte Sojus TM-19 am 03. Juli 1994 an die Raumstation MIR an. Nach der Übergabe der Station durch die 15. Stammbesatzung bildeten die beiden Kosmonauten zusammen mit dem Langzeit-Kosmonauten Waleri Poljakow die 16. MIR-Stammbesatzung. Zum ersten Mal seit 17 Jahren (damals mit der Mission Sojus 25), wurde eine sowjetische / russische Mission gestartet, bei der alle Besatzungsmitglieder Weltraumneulinge waren.

Medizinische Versuche zur Erforschung der Schwerelosigkeit bei Langzeit-Flügen wurden durchgeführt. Daneben unternahm die Besatzung materialwissenschaftliche Experimente (so z.B. Halbleiter, Metalllegierungen), aber auch Instandsetzungsarbeiten und Forschungen auf den Gebieten Erderkundung, Astrophysik und Biotechnologie.

Beim Anflug des unbemannten Transportraumschiffs Progress M-24 am 27. August 1994 traten erhebliche Probleme auf. Der erste Versuch, den Frachter automatisch anzudocken, misslang. Beim zweiten Versuch am 30. August 1994 wurde der Andockstutzen von Progress M-24 zwar zwei- bis viermal langsam in den Konus hineingeschoben, dann aber driftete der Frachter davon. Am 02. September 1994 steuerte Juri Malentschenko Progress M-24 manuell von einen Kontrollpult der MIR. Ein Fernsehbild innerhalb der MIR zeigte den Andockknoten von Progress M-24 aus betrachtet. Dasselbe Bild war auch in der Kontrollstation am Boden zu sehen. In eindrucksvoller Weise koppelte Juri Malentschenko Progress M-24 per Fernsteuerung ohne weiteren Zwischenfall an die MIR an.

Den ersten Außenbordeinsatz absolvierten Juri Malentschenko und Talgat Mussabajew am 09. September 1994 (5h 06m). Die Kosmonauten inspizierten den Andockknoten, an dem Progress M-24 angekoppelt ist. Er erwies sich als unbeschädigt. Danach besserten sie ein Stück jener thermischen Isolierung aus, die bei der Berührung von Sojus TM-17 am 14. Januar 1994 leicht beschädigt worden war. Schließlich bereiteten die beiden Kosmonauten die Verlagerung der Solarflügel vom Modul Kristall zum Modul Kwant vor und befestigten Testmaterial an der Außenseite der MIR. Die Verlagerung der Solarflügel sollte das problemlose Andocken des amerikanischen Space Shuttle erleichtern.

Die zweite und letzte EVA während dieser Mission führten die beiden Kosmonauten am 14. September 1994 (6h 01m) durch. Dabei wurden Arbeiten zur Verlagerung des Solarflügels von Kristall zu Kwant ausgeführt. Letztlich inspizierten Juri Malentschenko und Talgat Mussabajew den Sofora-Mast.

Fotos / Zeichnungen


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Letztes Update am 04. Juni 2012.