Start vom Kosmodrom Baikonur; Landung in der
Steppe von Kasachstan (88 km nordöstlich von Arkalyk).
Nach
zweitägigem Alleinflug koppelte Sojus TM-19 am 03. Juli 1994 an die
Raumstation MIR an. Nach der Übergabe der Station durch die
15. Stammbesatzung
bildeten die beiden Kosmonauten zusammen mit dem Langzeit-Kosmonauten Waleri
Poljakow die
16. MIR-Stammbesatzung.
Zum ersten Mal seit 17 Jahren (damals mit der Mission
Sojus 25), wurde eine sowjetische
Mission gestartet, bei dem alle Besatzungsmitglieder Weltraumneulinge waren.
Medizinische Versuche zur Erforschung der Schwerelosigkeit bei
Langzeit-Flügen wurden durchgeführt. Daneben unternahm die Besatzung
materialwissenschaftliche Experimente (so z.B. Halbleiter, Metalllegierungen),
aber auch Instandsetzungsarbeiten und Forschungen auf den Gebieten
Erderkundung, Astrophysik und Biotechnologie.
Beim Anflug des
unbemannten Transportraumschiffs Progress M-24 am 27. August 1994 traten
erhebliche Probleme auf. Der erste Versuch, den Frachter automatisch
anzudocken, misslang. Beim zweiten Versuch am 30. August 1994 wurde der
Andockstutzen von Progress M-24 zwar zwei- bis viermal langsam in den Konus
hineingeschoben, dann aber driftete der Frachter davon. Am 02. September 1994
steuerte Juri
Malentschenko Progress M-24 manuell von einen Kontrollpult
der MIR. Ein Fernsehbild innerhalb der MIR zeigte das Andockknoten von Progress
M-24 aus betrachtet. Dasselbe Bild war auch in der Kontrollstation am Boden zu
sehen. In eindrucksvoller Weise koppelte Juri
Malentschenko Progress M-24 per Fernsteuerung ohne weiteren
Zwischenfall an die MIR an.
Den ersten Außenbordeinsatz
absolvierten Juri
Malentschenko und Talgat
Mussabajew am 09. September 1994 (5h 06m). Die Kosmonauten
inspizierten den Andockknoten, an dem Progress M-24 angekoppelt ist. Er erwies
sich als unbeschädigt. Danach besserten sie ein Stück jener
thermischen Isolierung aus, die bei der Berührung von
Sojus TM-17 am 14. Januar 1994
leicht beschädigt worden war. Schließlich bereiteten die beiden
Kosmonauten die Verlagerung der Solarflügel vom Modul Kristall zum Modul
Kwant vor und befestigten Testmaterial an der Außenseite der MIR. Die
Verlagerung der Solarflügel sollte das problemlose Andocken des
amerikanischen Space Shuttle erleichtern.
Die zweite und letzte
EVA während dieser Mission führten die
beiden Kosmonauten am 14. September 1994 (6h 01m) durch. Dabei wurden Arbeiten
zur Verlagerung des Solarflügels von Kristall zu Kwant ausgeführt.
Letztlich inspizierten Juri
Malentschenko und Talgat
Mussabajew den Sofora-Mast.