Bemannte Raumflüge

Internationale Flug-Nr. 119

Sojus TM-7

Donbass

UdSSR

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Start-, Bahn- und Landedaten

Startdatum:  26.11.1988
Startzeit:  15:49 UTC
Startort:  Baikonur
Startrampe:  1
Bahnhöhe:  350 km
Inklination:  51,6°
Ankopplung MIR:  28.11.1988, 17:15:00 UTC
Abkopplung MIR:  26.04.1989, 23:28:01 UTC
Landedatum:  27.04.1989
Landezeit:  02:57 UTC
Landeort:  140 km NO von Dsheskasgan

Crew auf dem Weg zum Start

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alternatives Crewfoto

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Besatzung

Nr.   Name Vorname Position Flug-Nr. Flugdauer Erdorbits
1  Wolkow  Alexander Alexandrowitsch  Kommandant 2 151d 11h 08m  2396 
2  Krikaljow  Sergej Konstantinowitsch  Bordingenieur 1 151d 11h 08m  2396 
3  Chrétien  Jean-Loup Jacques Marie  Forschungskosmonaut 2 24d 18h 07m  395 

Sitzverteilung der Besatzung

Start
1  Wolkow
2  Krikaljow
3  Chrétien
Landung
1  Wolkow
2  Krikaljow
3  Poljakow

Animationen: Sojus

(erfordert Macromedia Flash Player)
mit freundlicher Genehmigung von www.marscenter.it

Double-Besatzung

Nr.   Name Vorname Position
1  Wiktorenko  Alexander Stepanowitsch  Kommandant
2  Serebrow  Alexander Alexandrowitsch  Bordingenieur
3  Tognini  Michel Ange-Charles  Forschungskosmonaut

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Flugverlauf

Start vom Kosmodrom Baikonur; Landung 140 km nordöstlich von Dsheskasgan.

Eigentlich sollte der Start am 21. November 1988 erfolgen. Damit jedoch der französische Präsident François Mitterrand den Start vor Ort erleben konnte, erfolgte eine entsprechende Verschiebung.

Es war der zweite gemeinsamer Flug UdSSR - Frankreich. Nach zweitägigem Alleinflug koppelte Sojus TM-7 am 28. November 1988 an den Orbitalkomplex MIR-Kwant an. Es folgten wissenschaftliche Arbeiten mit der dritten Stammbesatzung. Alexander Wolkow und Sergej Krikaljow bildeten mit Waleri Poljakow die vierte MIR-Stammbesatzung. Eine EVA wurde durch Alexander Wolkow und Jean-Loup Chrétien am 09. Dezember 1988 (5h 57m) unternommen. Dabei wurde das französische, 240 kg schwere, ERA-Experiment (Entfalten einer Struktur) erfolgreich durchgeführt. Jean-Loup Chrétien war damit der erste Nicht-Amerikaner und nicht-sowjetischer Kosmonaut, der einen Weltraumspaziergang unternahm.

Die vierte MIR-Stammbesatzung absolvierte anschließend ein umfangreiches Forschungsprogramm mit mehr als 5000 Einzelexperimenten zu den Fachgebieten Röntgen- und Ultraviolettastronomie sowie Spektroskopie, Solar- und Atmosphärenforschung, Erderkundung, Medizin, Technik, Biologie und Materialwissenschaft. So wurden einzelne starke Röntgenquellen mit dem Röntgenteleskop beobachtet, darunter Skorpion X-1, Centaur X-3, die Supernova 1987A, Pulsare im Sternbild Segel und in der kleinen Magellanschen Wolke. Mit dem UV-Spektrometer und dem Teleskop Glasar im Modul Kwant wurden einzelne Himmelsgebiete in den Sternbildern Kreuz des Südens, Auriga, Kassiopeia und Puppis durchgemustert. Dabei wurden auch Sternspektren aufgenommen. Mehrfach wurde dies auch bei der Supernova 1987-A vorgenommen, um eine zeitliche Veränderung ihres Spektrums feststellen zu können. Weitere Studienziele waren das Feststellen von Umweltbelastungen, die Dichte der Ozonschicht und die Auswirkungen hochenergetischer Strahlung auf die Erdatmosphäre. In der Hochatmosphäre wurde die Entstehung geladener Partikel untersucht. Wiederum wurden viele fotografische Aufnahmen und Spektren von Teilen der Erdoberfläche angefertigt. Medizinische Forschungen betrafen die Anpassung an die Schwerelosigkeit, Blutzirkulation, -druck und -zusammensetzung speziell an den Sinnesorganen und am Vestibulatorsystem, der Kalziumverlust des Körpers und das Herz-Kreislauf-System durch den Arzt Waleri Poljakow. Weiterhin wurde das Pflanzenwachstum in der Schwerelosigkeit untersucht, hochreine biologisch aktive Präparate hergestellt, optische Glasschmelzen produziert sowie neue Halbleitermaterialien und Metalllegierungen erprobt. Außerdem wurde das Elektroniksystem an Bord der Station erweitert, neue Anlagen zur Klimaregulierung installiert und Wartungsarbeiten durchgeführt.

Notwendige Materialien und Versorgungsgüter wurden mit den Transportraumschiffen Progress 38 bis 41 geliefert. Nach dem Abschluss der Forschungsarbeiten wurde die Station in einen automatischen Betriebsmodus versetzt.

Anmerkung

Jean-Loup Chrétien am 21. Dezember 1988 um 09:57 UTC mit Sojus TM-6 gelandet.

Fotos / Zeichnungen

 

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Letztes Update am 02. Juni 2013.