Bemannte Raumflüge

Internationale Flug-Nr. 117

Sojus TM-6

Sojus TM-5
Proton

UdSSR

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Start-, Bahn- und Landedaten

Startdatum:  29.08.1988
Startzeit:  04:23 UTC
Startort:  Baikonur
Startrampe:  1
Bahnhöhe:  350 km
Inklination:  51,6°
Ankopplung MIR:  31.08.1988, 05:40:44 UTC
Abkopplung MIR:  21.12.1988, 02:32:54 UTC
Landedatum:  07.09.1988
Landezeit:  00:49 UTC
Landeort:  180 km SO von Dsheskasgan

Crew auf dem Weg zum Start

alternatives Crewfoto

alternatives Crewfoto

alternatives Crewfoto

alternatives Crewfoto

alternatives Crewfoto

Besatzung

Nr.   Name Vorname Position Flug-Nr. Flugdauer Erdorbits
1  Ljachow  Wladimir Afanassjewitsch  Kommandant 3 8d 20h 26m  141 
2  Poljakow  Waleri Wladimirowitsch  Forschungsarzt 1 240d 22h 34m  3812 
3  Mohmand  Abdul Ahad "Abdulah"  Forschungskosmonaut 1 8d 20h 26m  141 

Sitzverteilung der Besatzung

Start
1  Ljachow
2  Poljakow
3  Mohmand
Landung
1  Titow
2  Manarow
3  Chrétien

Animationen: Sojus

(erfordert Macromedia Flash Player)
mit freundlicher Genehmigung von www.marscenter.it

Double-Besatzung

Nr.   Name Vorname Position
1  Beresowoi  Anatoli Nikolajewitsch  Kommandant
2  Arsamasow  German Semjonowitsch  Forschungsarzt
3  Dauran-Ghulam Masum  Mohammed  Forschungskosmonaut

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alternatives Crewfoto

Flugverlauf

Die drei Kosmonauten begannen ihren Flug zur Raumstation MIR vom Kosmodrom Baikonur. Die Landung erfolgte 180 km südöstlich von Dsheskasgan.

Erstmals erfolgte eine neuartige Crew-Zusammenstellung. Wladimir Ljachow war Kommandant und für Soloflüge mit dem Sojus-Raumschiff zu Rettungszwecken ausgebildet. Er steuerte das Raumschiff alleine. Waleri Poljakow und Abdul Mohmand waren unerfahrene Forschungskosmonauten. Einen Bordingenieur gab es nicht und Abdul Mohmand wurde auch nicht in derartige Tätigkeiten eingewiesen.

Abdul Mohmand war der erste Afghane im All. Nach zweitägigem Alleinflug koppelte Sojus TM-6 am 31. August 1988 an MIR-Kwant-Sojus TM-5 an.

Wissenschaftliche Arbeiten wurden zusammen mit der dritten Stammbesatzung durchgeführt. Zu den Aufgaben der Crew gehörten Erderkundung, Medizin und Materialforschung. So wurde nach Lagerstätten verschiedener Bodenschätze gesucht und Wasservorkommen sowie mögliche Erdbebenregionen, insbesondere in den bergigen Regionen Afghanistans unter die Lupe genommen. Dabei wurden die topografische Kamera Kate 140, das Mehrkanalspektrometer MKS-M, der Spektralanalysator Spektr 256 und eine Handkamera eingesetzt (Experiment Schamsched). Medizinische Untersuchungen betrafen das Studium von Bewegungsstörungen in der Schwerelosigkeit. Forschungsarzt Waleri Poljakow blieb bei der dritten Stammbesatzung.

An Bord von Sojus TM-5 koppelten Wladimir Ljachow und Abdul Mohmand am 06. September 1988 von der MIR ab. Die Landung glückte erst im dritten Versuch. Bei der Vorbereitung zur Landung wurde der Sojus-Bordcomputer durch eine neu installierte Software überlastet. Die Zündung der Bremsraketen wurde um zwei Erdumkreisungen verschoben, während die alte Softwareversion aktiviert wurde.
In ihren Raumanzügen hatten die Kosmonauten ihre Plätze im Landemodul eingenommen, nachdem sie die Luke zur Orbitalsektion geschlossen hatten. Dann richteten sie das Raumschiff so aus, das die Triebwerke des Geräteteils in Flugrichtung zeigten. Diese wurden kurz darauf für 105,6 Sekunden gezündet und leiteten den Abstieg zur Erdoberfläche ein. Im nächsten Schritt erfolgte das planmäßige Abtrennen der Orbitalsektion und des Geräteteils, die beide in der Erdatmosphäre verglühten. Das verbleibende Landemodul wurde so ausgerichtet, dass der Eintrittswinkel für eine möglichst genaue Landung in Kasachstan erreicht wurde. Nach dem Eintritt in die Erdatmosphäre brach der Funkkontakt wegen der heißen Plasmagase rund um die Kapsel ab. Dann löste sich der Deckel des Fallschirmbehälters und der Bremsfallschirm wurde ausgestoßen. Nachdem auch der Hitzeschutzschild abgetrennt worden war, schwebte die Sojus an ihrem Hauptfallschirm Richtung Erdboden. Kleine Feststoff-Bremsraketen, die kurz vor dem Berühren des Bodens ausgelöst worden waren, verminderten die Aufprallgeschwindigkeit. Sofort nach der erfolgreichen Landung wurden die Fallschirmleinen gekappt, damit die Kapsel nicht durch den Wind über den Boden gezogen werden konnte. Nach der Landung gehört es zum Ritual, dass die Kosmonauten das Raumschiff mit ihrer Unterschrift versehen.

Anmerkung

Waleri Poljakow am 27. April 1989 um 02:57 UTC mit Sojus TM-7 gelandet.

Fotos / Zeichnungen

Mannschaftstraining
Leben an Bord
Bergung Sojus TM-6

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Letztes Update am 19. September 2014.