Start vom Kosmodrom Baikonur; Landung 140 km
südöstlich von Dsheskasgan.
Nach eintägigem Alleinflug
koppelte die Sojus am 10.04.1980 mit Saljut 6. Die Kosmonauten bildeten die
vierte
Stammbesatzung.
Rjumin war eigentlich für diesen Flug gar nicht
vorgesehen. Walentin
Lebedew hatte sich im Training aber am Knie verletzt und
musste daher ersetzt werden.
Am 26.05.1980 erfolgte die Kopplung des
Interkosmos-Fluges
Sojus 36 mit dem
ungarischen Kosmonauten
Farkas an Bord. Am 05.06.1989 folgte die Kopplung der neuen
Raumkapsel
Sojus T-2. Am 24.07.1980
koppelte die Interkosmos-Mission
Sojus
37 mit dem vietnamesischen Kosmonauten
Pham
an die Raumstation an. Am 19.09.1980 erfolgte schließlich die Kopplung
der Interkosmos-Besatzung von
Sojus 38
mit dem Kubaner
Tamayo Méndez. Nachschub erfolgte durch die
Transport-Raumschiffe Progress 8 - 11.
Die Raumstation war bei der
Ankunft in gutem, aber nicht perfektem, Zustand. Man stellte bald fest, dass
man aus zwei Bullaugen der Übergangssektion nicht mehr viel erkennen
konnte.
Die Crew hatte auf der Station recht viel zu tun. Die
Kosmonauten ersetzten Komponenten der Stationssteuerung und des
Lebenserhaltungssystems. Daneben installierten sie ein neues Zeitschalt- und
Warnsystem, das die Borduhren mit denen im Kontrollzentrum (
ZUP)
synchronisierte. Außerdem wurde eine neue 80 kg schwere Batterie
eingebaut und Lufttanks von Progress 8 ersetzt. Hinzu kamen ein umfangreiches
Fitnessprogramm und die Transport-Raumschiffe mussten ebenfalls ent- und
beladen werden.
Es wurden aber auch wissenschaftliche Experimente
durchgeführt. Dazu gehörten Experimente mit einem
Vakuum-Bedampfungsgerät, biologische Anbau-Versuche, Erdaufnahmen aber
auch materialwissenschaftliche Experimente mit der Kristall oder
Splaw-01-Vorrichtung.
Nach Abschluss der Mission hatte die Crew einen
neuen Langzeit-Rekord aufgestellt.