Start von Cape Canaveral (
KSC); Landung auf der
Edwards
AFB. Der
Start war für den Februar 1993 geplant, wurde jedoch mehrfach verschoben.
Am 22. März 1993 musste der Start drei Sekunden vor dem Abheben
abgebrochen werden, als die Haupttriebwerke bereits gezündet hatten. Die
Computer zeigten an, dass eines der drei Triebwerke nicht den vollen Schub
entwickelte. Alle drei Triebwerke wurden ausgetauscht. Am 24. April 1993 musste
der Startversuch erneut wegen technischer Probleme abgebrochen
werden.
STS-55 ist im deutschsprachigen Raum besser bekannt als die
zweite Deutsche Spacelab-Mission D-2, die acht Jahre nach dem ersten Flug (D1
mit
STS-61A) durchgeführt wurde.
Trotz der Bezeichnung war der Flug international. Die insgesamt 88
wissenschaftlichen Versuche wurden neben dem
DLR
von der
NASA,
der
ESA,
sowie der französischen und japanischen Raumfahrtbehörde erstellt.
Die Besatzung arbeitete in zwei Schichten rund um die Uhr. Im Verlauf der
Mission wurden zahlreiche Versuche im Spacelab durchgeführt. Das aus
Europa stammende Modul war bestückt mit dem Anthrorack (Humanmedizinische
Versuche an Astronauten), dem Biolabor (Biologische Versuche), dem
Werkstofflabor und weiteren Versuchsanlagen. Viele Experimente bauten auf denen
der
D1-Mission auf, waren jedoch zum
Beispiel durch genauere Messverfahren verbessert worden.
An Bord befand
sich auch Rotex (Robot Technology Experiment on Spacelab D-2-Mission), ein von
der Erde fernsteuerbaren Leichtbau-Roboterarm, mit dem es gelang, ferngesteuert
ein frei schwebendes Objekt einzufangen. Dieses Experiment gehörte zu den
Experimenten der
DLR.
Während des Fluges bestand zeitweise Funkkontakt mit der
russischen Raumstation MIR.
Wegen schlechten Wetters in Florida musste
die Landung zur Edwards
AFB
verlegt werden.