Start vom Kosmodrom Baikonur; Landung 72 km
nordöstlich von Arkalyk.
Nach zweitägigem Alleinflug koppelte
Sojus TM-9 am 13. Februar 1990 an den Komplex
Sojus TM-8-MIR-Kwant-Kwant2 an. Die
Kosmonauten wurden die
sechste Stammbesatzung der MIR und vollzogen einen fliegenden
Wechsel mit der
fünften
Stammbesatzung.
Nachschub wurde mit den Transportraumschiffen
Progress M-3 und 42 angeliefert (mit Nahrungsmittel-Containern aber auch den
industriellen Anwendungen Krater 3, Optizon 1, Zona 02 und Zona 03). Das Modul
Kristall koppelte am 10. Juni 1990 an die Orbitalstation an. Es wurde
anschließend auf den Kopplungsplatz umgesetzt, der dem des Kwant2-Moduls
gegenüberliegt.
Zu den Forschungsarbeiten an Bord der Raumstation
gehörten Erderkundung sowie Forschungen auf den Gebieten der Medizin,
Materialwissenschaft, Biologie, Astronomie und Raumfahrttechnologie. So begann
man mit der kommerziellen Produktion von Kristallen höchster Reinheit
für eine US-amerikanische Elektronikfirma. Ebenfalls gewinnbringend (ca.
25 Millionen Rubel) war die Herstellung von Proteinen.
Am 17. Juli 1990
wurde eine
EVA (7h 16m) von den Kosmonauten zur Reparatur des
Raumschiffes Sojus TM-9 (drei Isolationsbleche waren um 60° - 90°
aufgebogen) durchgeführt. Dabei gab es Probleme durch die
Beschädigung der Luke von Kwant2. Die Luke konnte nicht geschlossen
werden. So musste der Wiedereinstieg über eine Schleuse im Basisblock des
Kwant-Moduls vorgenommen werden. Auch ein zweiter Reparaturversuch am 26. Juli
1990 mittels nochmaliger
EVA (3h 31m) misslang.