Start vom Kosmodrom Baikonur; Landung in der
kasachischen Steppe (55 km nordöstlich von Arkalyk).
Nach
zweitägigem Alleinflug koppelte Sojus TM-8 am 07. September 1989 manuell
an die Raumstation MIR an, weil das automatische System "Kurs" versagte.
Zunächst war die Entkonservierung des Orbitalkomplexes
erforderlich. Neben wissenschaftlichen Experimenten wurden von der
fünften
Stammbesatzung auch Wartungsarbeiten vorgenommen und einige technische
Systeme erneuert. Das Forschungsprogramm sah Untersuchungen auf den Gebieten
Erderkundung, Astronomie, Raumfahrttechnologie, Materialwissenschaft, Biologie
Medizin, Ökologie und Atmosphärenphysik vor. Die Kosmonauten waren
die
fünfte
Stammbesatzung der Raumstation MIR.
Während der Mission wurde
die Station um ein weiteres Modul erweitert. Das Modul Kwant2 koppelte am 06.
Dezember 1989 an die Raumstation an. Nachschub wurde durch Progress M-1 und M-2
angeliefert.
EVAs wurden am 08. Januar 1990 (2h 56m) zur Montage
von zwei Sternsensoren als Navigationshilfen am Kwant2-Modul, 11. Januar 1990
(2h 54m) zur Montage von Geräten und Testmaterialien, 26. Januar 1990 (3h
02m) mit neuen Orlan-DMA-Raumanzügen durchgeführt. Dabei wurden
Halterungen angebracht und eine Kurs-Antenne abmontiert, damit diese bei
zukünftigen
EVA's nicht stört. Ein vierter Ausstieg erfolgte
am 01. Februar 1990 (4h 59m). Dabei wurde das YMK/SPG "Ikar" getestet, das
sowjetische Gegenstück des amerikanischen
MMU. Bei Ikar handelt es sich um ein mit 32
Steuerdüsen und 7 kg Stickstoff als Treibstoff ausgerüstetes
Freifluggerät, das eine Geschwindigkeit von bis zu 20 km/h relativ zur
Station erreichen soll. Mit ihm sollen sich in Zukunft die Kosmonauten zu
freifliegenden Experimentalplattformen bewegen können, ohne ein Raumschiff
dafür zu benutzen. Der Test funktionierte aber nicht. Alexander
Serebrow war aber zusätzlich mit einer Leine mit der
Station abgesichert. Bei der letzten
EVA am 05. Februar 1990 (3h 45m) kam Alexander
Wiktorenko mit dem neuen Düsenrucksack auf eine
Entfernung von immerhin 45 m.