Bemannte Raumflüge

Internationale Flug-Nr. 124

Sojus TM-8

Witjas

UdSSR

hochauflösende Version (284 KB)

Start-, Bahn- und Landedaten

Startdatum:  05.09.1989
Startzeit:  21:38 UTC
Startort:  Baikonur
Startrampe:  1
Bahnhöhe:  350 km
Inklination:  51,6°
Ankopplung MIR:  07.09.1989, 22:25:26 UTC
Abkopplung MIR:  19.02.1990, 01:06:20 UTC
Landedatum:  19.02.1990
Landezeit:  04:36 UTC
Landeort:  55 km NO von Arkalyk

Crew auf dem Weg zum Start

hochauflösende Version (554 KB)

alternatives Crewfoto

alternatives Crewfoto

alternatives Crewfoto

alternatives Crewfoto

Besatzung

Nr.   Name Vorname Position Flug-Nr. Flugdauer Erdorbits
1  Wiktorenko  Alexander Stepanowitsch  Kommandant 2 166d 06h 58m  2631 
2  Serebrow  Alexander Alexandrowitsch  Bordingenieur 3 166d 06h 58m  2631 

Sitzverteilung der Besatzung

Start
1  Wiktorenko
2  Serebrow
Landung
1  Wiktorenko
2  Serebrow

Animationen: Sojus

(erfordert Macromedia Flash Player)
mit freundlicher Genehmigung von www.marscenter.it

Double-Besatzung

Nr.   Name Vorname Position
1  Solowjow  Anatoli Jakowlewitsch  Kommandant
2  Balandin  Alexander Nikolajewitsch  Bordingenieur

hochauflösende Version (1,08 MB)

Flugverlauf

Start vom Kosmodrom Baikonur; Landung in der kasachischen Steppe (55 km nordöstlich von Arkalyk).

Nach zweitägigem Alleinflug koppelte Sojus TM-8 am 07. September 1989 manuell an die Raumstation MIR an, weil das automatische System "Kurs" versagte.

Zunächst war die Entkonservierung des Orbitalkomplexes erforderlich. Neben wissenschaftlichen Experimenten wurden von der fünften Stammbesatzung auch Wartungsarbeiten vorgenommen und einige technische Systeme erneuert. Das Forschungsprogramm sah Untersuchungen auf den Gebieten Erderkundung, Astronomie, Raumfahrttechnologie, Materialwissenschaft, Biologie Medizin, Ökologie und Atmosphärenphysik vor. Die Kosmonauten waren die fünfte Stammbesatzung der Raumstation MIR.

Während der Mission wurde die Station um ein weiteres Modul erweitert. Das Modul Kwant2 koppelte am 06. Dezember 1989 an die Raumstation an. Nachschub wurde durch Progress M-1 und M-2 angeliefert.

EVAs wurden am 08. Januar 1990 (2h 56m) zur Montage von zwei Sternsensoren als Navigationshilfen am Kwant2-Modul, 11. Januar 1990 (2h 54m) zur Montage von Geräten und Testmaterialien, 26. Januar 1990 (3h 02m) mit neuen Orlan-DMA-Raumanzügen durchgeführt. Dabei wurden Halterungen angebracht und eine Kurs-Antenne abmontiert, damit diese bei zukünftigen EVA's nicht stört. Ein vierter Ausstieg erfolgte am 01. Februar 1990 (4h 59m). Dabei wurde das YMK/SPG "Ikar" getestet, das sowjetische Gegenstück des amerikanischen MMU. Bei Ikar handelt es sich um ein mit 32 Steuerdüsen und 7 kg Stickstoff als Treibstoff ausgerüstetes Freifluggerät, das eine Geschwindigkeit von bis zu 20 km/h relativ zur Station erreichen soll. Mit ihm sollen sich in Zukunft die Kosmonauten zu freifliegenden Experimentalplattformen bewegen können, ohne ein Raumschiff dafür zu benutzen. Der Test funktionierte aber nicht. Alexander Serebrow war aber zusätzlich mit einer Leine mit der Station abgesichert. Bei der letzten EVA am 05. Februar 1990 (3h 45m) kam Alexander Wiktorenko mit dem neuen Düsenrucksack auf eine Entfernung von immerhin 45 m.

Fotos / Zeichnungen


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Letztes Update am 31. März 2013.