Bemannte Raumflüge

Internationale Flug-Nr. 61

Sojus 26

Sojus 27
Taimyr

UdSSR

hochauflösende Version (288 KB)

Start-, Bahn- und Landedaten

Startdatum:  10.12.1977
Startzeit:  01:18 UTC
Startort:  Baikonur
Startrampe:  1
Bahnhöhe:  195 - 235 km
Inklination:  51,64°
Ankopplung Saljut 6:  11.12.1977, 03:02:41 UTC
Abkopplung Saljut 6:  16.03.1978, 08:08 UTC
Landedatum:  16.03.1978
Landezeit:  11:18 UTC
Landeort:  310 km W von Zelinograd

Crew auf dem Weg zum Start

alternatives Crewfoto

alternatives Crewfoto

alternatives Crewfoto

alternatives Crewfoto

alternatives Crewfoto

alternatives Crewfoto

Besatzung

Nr.   Name Vorname Position Flug-Nr. Flugdauer Erdorbits
1  Romanenko  Juri Wiktorowitsch  Kommandant 1 96d 10h 00m  1522 
2  Gretschko  Georgi Michailowitsch  Bordingenieur 2 96d 10h 00m  1522 

Sitzverteilung der Besatzung

Start
1  Romanenko
2  Gretschko
Landung
1  Dshanibekow
2  Makarow

Animationen: Sojus

(erfordert Macromedia Flash Player)
mit freundlicher Genehmigung von www.marscenter.it

Double-Besatzung

Nr.   Name Vorname Position
1  Kowaljonok  Wladimir Wassiljewitsch  Kommandant
2  Iwantschenkow  Alexander Sergejewitsch  Bordingenieur

Flugverlauf

Sojus 26 startete vom Kosmodrom Baikonur. Die Landung erfolgte 310 km westlich von Zelinograd.

Nach eintägigem Alleinflug koppelte Sojus 26 am 11. Dezember 1977 an die Raumstation Saljut 6 an. Der Aufenthalt dort betrug 95 Tage.

Eine SEVA durch Juri Romanenko und Georgi Gretschko wurde am 19. Dezember 1977 (1h 28m) unternommen. Dabei wurde die Kopplungseinheit der Raumstation inspiziert und festgestellt, dass diese in Ordnung ist und auch durch den vergeblichen Koppungsversuch von Sojus 25 keinen Schaden genommen hatte. Wenn das nicht der Fall gewesen wäre, hätten keine Besuchs- oder Versorgungsraumschiffe ankoppeln können und die Station wäre nicht für die geplanten Langzeitaufenthalte nutzbar gewesen. Es war auch der erste Einsatz des neuen Raumanzugs Orlan.

Am 29. Dezember 1977 wurden die Haupttriebwerke des Sojus-Raumschiffs gezündet, um die Bahn der Raumstation anzuheben. Die Kosmonauten konnten dabei nicht die eigenen Triebwerke der Raumstation einsetzen, weil das wegen der Sojus am hinteren Kopplungsstutzen nicht möglich war.

Besuch bekam die Stammbesatzung von Sojus 27 ab 10. Januar 1978 (mit dieser Kapsel landete die Stammbesatzung dann auch) und von Sojus 28 ab 02. März 1978. Mit den Gastmannschaften wurden gemeinsame Experimente durchgeführt.

Sojus 27 koppelte an den vorderen Stutzen von Saljut 6 an. Juri Romanenko und Georgi Gretschko hatten sich hierzu vorsichtshalber in das Sojus-26-Raumschiff am hinteren Kopplungsstutzen zurückgezogen, für den Fall, dass Sojus 27 mit der Raumstation kollidieren sollte. Mit Sojus 27 war nun erstmals ein Komplex in der Erdumlaufbahn, dass aus drei unabhängig voneinander gestarteten Modulen bestand. Die Gesamtmasse betrug etwa 33 Tonnen. Eine der Aufgaben der vier Kosmonauten war es, die Stabilität des Komplexes zu untersuchen und die Resonanzfrequenzen zu messen.
Mit der Abkopplung hinterließen sie der Stammbesatzung ein frisches Raumschiff für die Rückkehr. Zuvor waren die an die Körper angepassten Schalensitze zwischen den Sojus-Raumschiffen ausgetauscht worden.

Sojus 28 koppelte am 02. März 1978 an den hinteren Kopplungsstutzen der Raumstation an, der einen Monat zuvor noch vom Progress-Frachter belegt worden war. Die vier Kosmonauten arbeiteten eine Woche zusammen, bis sich Alexej Gubarew und Vladimir Remek am 10. März 1978 in ihr Raumschiff begaben und abkoppelten. Dieses Mal war das Raumschiff nicht ausgetauscht worden, denn die Rückkehr der Hauptmannschaft stand unmittelbar bevor.

Es war dies die erste Stammbesatzung, die Besuche von anderen Raumfahrern erhielt, die zudem mit anderen Raumschiffen gestartet waren. Es gab bei dieser Mission auch den ersten Einsatz eines Transportraumschiffes (Progress 1) am 20. Januar 1978, das Nahrung, Wasser, Luft und Treibstoff lieferte. Einerseits konnten dadurch Versorgungsgüter zur Raumstation gebracht werden, andererseits konnte damit auch das Sojus-Raumschiff ausgetauscht werden, das nur eine begrenzte Zeit im Weltraum einsatzfähig war. Auf diese Weise waren Aufenthalte möglich, die die Einsatzdauer der Raumschiffe überstiegen.

Juri Romanenko hatte sich im All eine Zahnentzündung zugezogen, die an Bord nicht hätte behandelt werden können, so dass die Rückkehr sicher nicht länger hätte hinausgezogen werden können. Trotzdem wurde ein neuer Daueraufenthaltsrekord aufgestellt.

Fotos / Zeichnungen

Mannschaftstraining
Kopplung Sojus 26 Progress
 

©      

Letztes Update am 08. März 2014.