Start vom Kosmodrom Baikonur; Landung 135 km
nördlich von Arkalyk. Es war die erste Interkosmos-Mission mit einem
nicht-sowjetischen Raumfahrer an Bord.
Vladimir
Remek wurde erster Kosmonaut aus der Tschechoslowakei. Nach
eintägigem Alleinflug koppelte Sojus 28 am 03. März 1978 mit der
Raumstation Saljut 6 und es folgten gemeinsame Arbeiten mit der
ersten
Stammbesatzung.
Interkosmos-Missionen wurden in erster Linie zu
politischen Zwecken durchgeführt, beinhalteten aber auch wissenschaftliche
Experimente. Zu den durchgeführten Forschungsarbeiten gehörten die
Züchtung großer Silizium-Kristalle, Erdbeobachtungen,
Materialforschungen und medizinisch-biologische Untersuchungen. Die nationalen
Experimente beschäftigten sich mit Materialkunde.
Kern der relativ
einheitlichen Interkosmos-Missionen waren daher Originalübetragungen des
Starts, von Gesprächen mit den jeweiligen Partei- bzw. Staatschefs und
Grüße an die Heimatbevölkerung. Daneben wurden Beobachtungen
und Aufnahmen (auch multispektral mit
MKF 6 des Heimatlandes des Gastes,
medizinisch-biologische Untersuchungen und Experimente mit landestypischen
Produkten durchgeführt. Der Gastbesuch war auf ungefähr 7 Tage und
21,5 Stunden (mit nur einer Toleranz von +/- einer Stunde) ausgelegt. Die
Vorbereitung dieser Missionen benötigte nicht besonders viel Zeit, da auf
meist in der Sowjetunion ausgebildete (also sprachkundige) Militärflieger
zurückgegriffen werden konnte.