Besatzungen der ISS

ISS: Expedition 20

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Besatzung, Start- und Landedaten

Nr.: 1 2 3 4 5 6 7 8
Nation:
Name:  Padalka  Barratt  Wakata  Romanenko  De Winne  Thirsk  Kopra  Stott
Vorname:  Gennadi Iwanowitsch  Michael Reed  Koichi  Roman Jurjewitsch  Frank  Robert Brent  Timothy Lennart  Nicole Marie Passonno
Position:  ISS-CDR  Bordingenieur  Bordingenieur  Bordingenieur  Bordingenieur  Bordingenieur  Bordingenieur  Bordingenieurin
Raumschiff (Start):  Sojus TMA-14  Sojus TMA-14  STS-119  Sojus TMA-15  Sojus TMA-15  Sojus TMA-15  STS-127  STS-128
Startdatum:  26.03.2009  26.03.2009  15.03.2009  27.05.2009  27.05.2009  27.05.2009  15.07.2009  29.08.2009
Startzeit:  11:49 UTC  11:49 UTC  23:43 UTC  10:34 UTC  10:34 UTC  10:34 UTC  22:03 UTC  03:59 UTC
Raumschiff (Landung):  Sojus TMA-14  Sojus TMA-14  STS-127  Sojus TMA-15  Sojus TMA-15  Sojus TMA-15  STS-128  STS-129
Landedatum:  11.10.2009  11.10.2009  31.07.2009  01.12.2009  01.12.2009  01.12.2009  12.09.2009  27.11.2009
Landezeit:  04:31 UTC  04:31 UTC  14:48 UTC  07:16 UTC  07:16 UTC  07:16 UTC  00:53 UTC  14:44 UTC
Flugdauer:  198d 16h 42m  198d 16h 42m  137d 15h 05m  187d 20h 42m  187d 20h 42m  187d 20h 42m  58d 02h 50m  90d 10h 45m
Erdorbits:  3130  3130  2166  2961  2961  2961  920  1423

inoffizielle Ersatz-Besatzung

Nr.: 1 2 3 4 5 6 7 8
Nation:
Name:  Surajew  Williams  Noguchi  Kondratjew  Kuipers  Hadfield  Creamer  Coleman
Vorname:  Maxim Wiktorowitsch  Jeffrey Nels  Soichi  Dmitri Jurjewitsch  André  Chris Austin  Timothy John "TJ"  Catherine Grace "Cady"
Position:  ISS-CDR  Bordingenieur  Bordingenieur  Bordingenieur  Bordingenieur  Bordingenieur  Bordingenieur  Bordingenieurin

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Expeditionsverlauf

Start vom Kosmodrom Baikonur (Gennadi Padalka und Michael Barratt mit Sojus TMA-14). Koichi Wakata war seit 17. März 2009 an Bord der ISS (Ankunft mit STS-119). Er wurde durch Nicole Stott ersetzt, die mit STS-128 zur ISS kam.

Roman Romanenko, Frank De Winne und Robert Thirsk erreichten die ISS am 29. Mai 2009 mit Sojus TMA-15. Damit bestand die Stammbesatzung der ISS erstmals aus sechs Personen.

Die einzige EVA dieser Expedition durch Gennadi Padalka und Michael Barratt erfolgte am 05. Juni 2009 (4h 54m) zur Vorbereitung des Moduls Pirs für die Ankunft des neuen russischen Segments mit dem Namen Mini-Research Module 2, oder MRM2. Dazu wurden passive Antennen für das Kurs-Dockingsystem am Swesda-Modul angebracht, verkabelt und anschließend fotografiert.

Daneben wurde eine IVA durch Gennadi Padalka und Michael Barratt am 10. Juni 2009 (0h 12m) ausgeführt. Arbeiten im luftleeren Übergangsbereich zwischen dem Swesda Service-Modul und dem Modul Sarja zur Vorbereitung einer automatischen Verbindung des künftigen Moduls MRM2 wurden durchgeführt.


Am 17. Juli 2009 erreichte STS-127 die Internationale Raumstation.
Hauptaufgabe dieser Mission (ISS-2J/A JEM EF, JEM ELM-ES) war aber das Anliefern und Installieren des dritten und letzten Teils von Kibo, die Außenplattform Japanese Exposed Facility (JEM EF) und das Experiment Logistics Module - Exposed Section (JEM ELM-ES). Die Außenplattform ist eine Art "Veranda", die im Gegensatz zum Logistikmodul innerhalb von Kibo nicht unter Druck steht, so dass man dort quasi unter Bedingungen des freien Weltraums forschen kann.
Weiteres wesentliches Missionsziel war das Austausch eines Besatzungsmitgliedes der ISS. Timothy Kopra sollte Koichi Wakata als Bordingenieur der ISS Expedition 20 ablösen.
Zusätzlich wurde ein Satz neuer Experimente mitgebracht, die an die ISS angebracht wurden, als da wären: Dosimetry for Biological Experiments in Space (ESA), Validation of Procedures for Monitoring Crew Member Immune Function, das von Studenten hergestellte Image Reversal in Space (CSA/ISU), Nutritional Status Assessment (NASA), NASA Biological Specimen Repository and Tomatosphere-II (CSA).

Kibo (japanisch für Hoffnung, ursprünglich Japanese Experiment Module JEM) ist ein Modul der Internationalen Raumstation (ISS) und der Beitrag der japanischen Raumfahrtbehörde JAXA zur ISS. Kibo ist das größte Einzelmodul der ISS sowie das erste bemannte Weltraumprojekt Japans. Es kann bis zu vier Raumfahrer aufnehmen und bietet die Möglichkeit, an 23 Racks Experimente vorzunehmen, wovon in der ersten Nutzungsphase 14 geplant sind. Die Schwerpunkte der Forschung sollen im Bereich der Weltraummedizin, Biologie und der Materialforschung liegen. Die gesamte Einheit besteht aus fünf Teilen:
Dem unter Druck stehenden Pressurized Module (JEM PM). Es ist das zentrale Modul, in dem die Astronauten Experimente durchführen. Seine Länge beträgt 11,2 m bei einem Durchmesser von 4,4 m und einer Masse von 15,9 t. An der Stirnseite des zylindrischen Moduls befindet sich eine kleine Luftschleuse, durch welche z. B. Experimente von der Exposed Facility (JEM EF) geborgen werden können.
Dem ebenfalls unter Druck stehenden so genannten Experiment Logistics Module - Pressurized Section (JEM ELM PS). Dieses Modul wird hauptsächlich als Stauraum genutzt. Es hätte vom JEM PM abgekoppelt und mit dem Space Shuttle zur Erde zurückgebracht und mit neuem Material hinauf geschickt werden können. JEM ELM PS ist 3,9 m lang und hat einen Durchmesser von 4,4 m. Die Leermasse beträgt 4,2 t.
Eine Plattform für Experimente. Die Exposed Facility (JEM EF) ist 5,60 Meter lang, 5 Meter breit, 4 Meter hoch und wird außerhalb des JEM PM befestigt. Sie ist 5,1 m breit, 6,0 m lang und besitzt eine Masse von 4 t. Rings um die Plattform können einzelne Experimentcontainer angebracht werden.
Das Außenlager - Experiment Logistics Module - Exposed Section (JEM ELM-ES) wird außerhalb des JEM EF befestigt. Es ist 4,9 m breit und 4,2 m lang. Die drucklose Ladeplatte des HTV kann zu JEM ELM-ES mit den Roboterarmen geleert werden. Das JEM ELM-ES wurde nach seinem Ersteinsatz zum Transport von Experimenten bei STS-127 vom Shuttle wieder mit zur Erde zurückgenommen und ist kein dauerhafter Bestandteil im Orbit.
Dem Roboterarm des Kibo-Moduls. Der JEM RMS (Japanese Experiment Module Remote Manipulator System) besteht aus einem Hauptarm (Main Arm), der 9,9 m lang ist und Massen bis zu sieben Tonnen bewegen kann, sowie einem kleineren Arm (Small Fine Arm), der bei Bedarf angedockt wird. Dieser kleine Zusatzarm kann sehr präzise Arbeiten durchführen.
Als erstes Bauteil wurde das Experiment Logistics Module (JEM ELM PS) am 11. März 2008 gestartet und im Rahmen der Shuttle-Mission STS-123 an die ISS angedockt. JEM ELM PS wurde provisorisch an der Oberseite (Zenit) des Harmony-Moduls befestigt. Die Kibo-Hauptbaugruppe Pressurized Module (JEM PM) und der Roboterarm (JEM RMS) wurden am 31. Mai 2008 mit der Mission STS-124 zur ISS gebracht und dort am 03. Juni 2008 angedockt.

In der Nähe der Station führte Mark Polansky ein spektakuläres 360°-Manöver - das Rendezvous Pitch Maneuver (RPM) - durch, wobei er die Raumfähre innerhalb weniger Minuten um ihre Querachse drehen ließ. Die Besatzung der Raumstation fertigte währenddessen hochauflösende Aufnahmen des Shuttle-Hitzeschildes an. Die Aufnahmen werden später zur Erde übertragen und von Fachleuten ausgewertet. Mit einer direkt vor der ISS reduzierten Annäherungsgeschwindigkeit auf zuletzt nur noch 3 Zentimeter pro Sekunde flog der Orbiter auf den Ankopplungsstutzen der Internationalen Raumstation zu. Wie die Kommandanten bei allen Kopplungsmissionen steuerte er den Raumgleiter von der hinteren Konsole im Flugdeck aus, weil er von dort freie Sicht auf die Raumstation hatte. Ohne Probleme konnte er sein Raumschiff an die ISS ankoppeln.
Um 17:47 UTC erfolgte die Kopplung. Etwa zwei Stunden später, nach Öffnung der Luken, befanden sich erstmals 13 Personen gleichzeitig auf der ISS.
Noch am selben Tag löste Missionsspezialist Timothy Kopra ISS-Bordingenieur Koichi Wakata ab, indem die Sojus-Sitze ausgetauscht wurden. Timothy Kopra baute seinen im Space Shuttle mitgebrachten Schalensitz in das angedockte Raumschiff Sojus TMA-15 ein. Dies geschah nur als Vorsichtsmaßnahme für den Fall einer überhasteten Rückkehr vor Abholung durch das nächste Space Shuttle. Damit gehörte er offiziell zur 20. Besatzung der Raumstation. Im Gegenzug baute Koichi Wakata seinen Schalensitz aus dem Sojus-Raumschiff aus und wurde damit Mannschaftsmitglied von STS-127. Im Mitteldeck der Endeavour war ein Liegesitz für ihn eingebaut, um ihm bei der Landung die Anpassung an die Schwerkraft zu erleichtern.

Am 18. Juli 2009 begannen die Arbeiten zur Installation der Außenanlagen des Kibo-Moduls. Mit dem Canadarm2 der Station, gesteuert von Douglas Hurley und Koichi Wakata, wurde die Außenplattform (JEM EF) aus der Ladebucht der Endeavour bewegt und dem Greifarm des Shuttles übergeben, der von Mark Polansky und Julie Payette bedient wurde. Nachdem der Greifarm der Station in die Montageposition gefahren war, übernahm er wieder die Plattform vom Shuttle-Arm um sie dann letztendlich am Labormodul (JEM PM) zu befestigen.

Die erste EVA durch David Wolf und Timothy Kopra wurde am 18. Juli 2009 (5h 32m) unternommen. Sie bereiteten die Kopplungsmechanismen von Labormodul und Außenplattform zum Andocken vor. Weiterhin gelang es ihnen mit einem Spezialwerkzeug den Kopplungspunkt für externe Nutzlasten (UCCAS) an der P3-Gitterstruktur aufzuklappen. Dieser hatte sich während STS-119 verhakt.

Am fünften Missionstag (19. Juli 2009) fanden keine Außenbordaktivitäten statt. Da man keine weitere Inspektion des Shuttle-Hitzeschilds brauchte, konnte die Besatzung zusätzliche Zeit für das Umladen von Versorgungsgütern und Ausrüstung vom Shuttle zur Station aufwenden. Weiterhin wurde mit Hilfe der Roboterarme der Endeavour (kontrolliert von Mark Polansky und Douglas Hurley) und der ISS (Julie Payette und Timothy Kopra) der Integrierte Frachtträger (ICC-VLD) vom Shuttle-Frachtraum zum Mobilen Basissystem des Stationsarms gebracht, wo er vorübergehend befestigt wurde. Dies erlaubte es David Wolf und Thomas Marshburn, die auf dem ICC-VLD angebrachten Ersatzteile während der nächsten EVA zur Lagerplattform ESP-3 am Stationsausleger P3 zu transferieren.
Währenddessen fiel die Toilette im Destiny-Modul aus, das Waste and Hygiene Compartment (WHC). Michael Barratt und Frank De Winne begannen daraufhin verschmutzte Teile auszutauschen. Der Ausfall des WHCs hat aber keine Konsequenzen für die Mission, weil ein ähnliches System auf der Endeavour sowie die Anlagen im russischen Swesda-Modul zur Verfügung stehen.

Die zweite EVA führten David Wolf und Thomas Marshburn am 20. Juli 2009 (6h 53m) durch. David Wolf entfernte eine Ku-Band Weltraum-Boden-Antenne, ein Pumpenmodul und einen Linearantrieb vom ICC-VLD und ritt auf dem Stationsarm, gesteuert von Julie Payette und Douglas Hurley, jeweils mit einem Bauteil in der Hand zu ESP-3 am Stationsausleger P3. Dort befestigten beide Astronauten die Ersatzteile für eine längere Lagerdauer. Thomas Marshburn befestigte auch ein Griffstück an einem Ammoniaktank, so dass dieser bei der Mission STS-128 bewegt werden kann. Außerdem brachte er zwei Isolierhüllen an den Außenverbindern des Station-to-Shuttle Power Transfer Systems an. Die Installation einer Videokamera Kibos wurde verschoben.

Flugtag sieben (21. Juli 2009) wurde zur Installation des japanischen Logistikmoduls (JEM ELM-ES) an Kibos "Veranda" (JEM EF) genutzt. Mark Polansky und Julie Payette übergaben die Palette mit Hilfe des Shuttle-Roboterarms an Koichi Wakata und Douglas Hurley, die den ISS-Roboterarm bedienten. Um 14:30 UTC wurde die Installation der Logistikpalette vollendet. Die Experimente von dieser Palette wurden dann am 23. Juli 2009 mit Hilfe von Kibos Roboterarm entfernt und an Kibos Veranda angebracht. Die Astronauten David Wolf und Christopher Cassidy bereiteten ihre Raumanzüge auf ihren Einsatz am nächsten Tag vor. Die Nacht verbrachten die beiden beim Campout in der Luftschleuse, um sich an den bevorstehenden Außeneinsatz anzupassen.

Die dritte EVA durch David Wolf und Christopher Cassidy erfolgte am 22. Juli 2009 (5h 59m). Zuerst wurden Isolierdecken vom Kibo-Modul entfernt und das Kibo-Logistikmodul auf das Entladen am nächsten Tag vorbereitet. Der Frachtträger (ICC-VLD) mit den sechs Ersatzbatterien war von Douglas Hurley und Julie Payette mit Hilfe des Stationsroboterarms zum Arbeitsplatz am Solarkraftwerk P6 gebracht worden. Statt der geplanten vier Batterien konnten aber nur zwei Batterien ausgetauscht werden. Diese EVA wurde von den NASA-Managern gekürzt, nachdem festgestellt wurde, dass in Christopher Cassidys Raumanzug die CO2-Werte anstiegen, weil sie aufgrund eines Fehlers nicht mehr abgebaut werden konnten. Dies geschah allerdings als reine Vorsichtsmaßnahme. Die Installation der ersten beiden Batterien konnte jedoch komplett abgeschlossen werden, das Anbringen der restlichen vier wurde jetzt für die nächste EVA geplant.

Am neunten Missionstag (23. Juli 2009) stand die erste Nutzung von Kibos Roboterarm an. Mitglieder beider Besatzungen wechselten sich damit ab, die Ausrüstung vom Logistikmodul (JEM ELM-ES) zur Experimentierplattform (JEM EF) zu transferieren und dort seitlich anzubringen. Die Arbeiten zogen sich ein wenig hin, da sich der Roboterarm schneller als erwartet bewegte und deshalb in einen langsameren manuellen Modus umgeschaltet wurde. Die drei Experimente sind: Monitor of All-sky X-ray Image (MAXI), eine Überwachung des gesamten Himmels im Röntgenspektrum, Inter-orbit Communication System (ICS), eine unabhängige Verbindung zwischen Kibo und dem Tsukuba Space Center in Japan sowie Space Environment Data Acquisition Equipment-Attached Payload (SEDA-AP), ein Sensor in einer angefügten Nutzlast zur Gewinnung von Daten der Weltraumumgebung der ISS. Die Besatzung bereitete auch die Raumanzüge und Werkzeuge vor und ging die geänderten Arbeitsabläufe für den vierten Außeneinsatz durch. Thomas Marshburn und Christopher Cassidy verbrachten die Nacht wieder in der Luftschleuse zum Campout, um sich an die Bedingungen des nächsten Außeneinsatzes anzupassen.

Die vierte EVA unternahmen Thomas Marshburn und Christopher Cassidy am 24. Juli 2009 (7h 12m) zum Austausch der vier noch fehlenden Batterien. Diese waren seit dem Jahr 2000 im Einsatz und hatten an Kapazität verloren.

Nach dem dienstfreien elften Flugtag wurde am zwölften Tag (26. Juli 2009) Kibos leere Logistikpalette (JEM ELM-ES) abgekoppelt und im Shuttle verladen. Damit fanden die robotischen Arbeiten der Mission ihren Abschluss. Des Weiteren wurde Ausrüstung und Fracht vom Shuttle zur Station umgeladen.

Die fünfte und letzte EVA wurde erneut durch Thomas Marshburn und Christopher Cassidy am 27. Juli 2009 (4h 54m) unternommen. Während Thomas Marshburn eine Mehrschichtisolierung um Dextre verstärkte, teilte Christopher Cassidy an einem Patchpanel am Gitterelement Z1 die Stromkreise von zwei der vier Gyroskope der Station auf. Anschließend montierten die beiden vorne und hinten an Kibos Außenplattform (JEM EF) Videoausrüstung, die u. a. auch die Ankopplung des japanischen HTV-Raumfrachters ermöglicht. Da das weiterhin geplante Ausbringen des Nutzlastbefestigungssystems (PAS) am Stationsausleger S3 zu lange gedauert hätte, wurden die beiden angewiesen noch andere Aufgaben zu erledigen, die für spätere Außeneinsätze geplant waren. Dazu gehörten das Befestigen von Kabeln und das Anbringen von Handführungen und einer mobilen Fußklammer zur Unterstützung späterer Ausstiege.

Am 28. Juli 2009 koppelte die STS-127-Besatzung mittels Federkraft wieder von der ISS ab. Dadurch werden Beschädigungen oder Verunreinigungen der Station vermieden. Erst danach wurden die Steuerungstriebwerke aktiviert und die Raumfähre entfernte sich von ihr bis zu einer Distanz von etwa 150 Meter. Von dort aus umflog Douglas Hurley die Orbitalstation eineinhalb Mal, ehe die Triebwerke der Endeavour erneut gezündet wurden und der Raumgleiter seine Distanz vergrößerte. Der Orbiter stoppte dann in einer Entfernung von etwa 75 Kilometern. Mit Hilfe des OBSS wurde eine letzte Überprüfung des Hitzeschutzschildes vorgenommen. Im Notfall hätte das Space Shuttle zur Internationalen Raumstation zurückkehren können.


Der unbemannte russische Frachter Progress M-67 legte am 29. Juli 2009 um 11:12 UTC an der Internationalen Raumstation an. Eigentlich sollte der Transporter bereits am 26. Juli 2009 ankoppeln. Da es aber bei STS-127 zu Verzögerungen gekommen war, musste Progress drei Tage im Freiflug warten. Zwar nutzen Space Shuttle und Progress unterschiedliche Andockknoten, jedoch kann ein Progress-Transporter nicht anlegen, während ein Space Shuttle mit der ISS verbunden ist. Während des Anfluges näherte sich der Transporter mit falschen Bahndaten. Das automatische Kurs-Dockingssystem wurde daraufhin abgeschaltet. Gennadi Padalka konnte aber mit Hilfe des TORU-Systems den Frachter manuell ankoppeln. Progress war am 24. Juli 2009 um 10:56:56 UTC vom Kosmodrom Baikonur gestartet. Das Transport-Raumschiff brachte 50 kg Sauerstoff, 210 kg Wasser, etwa 830 kg Treibstoff und mehr als 1.200 kg sonstige Fracht wie Lebensmittel zur Stammbesatzung. Am 21. September 2009 um 07:25 UTC koppelte Progress M-67 wieder ab. Der Frachter wurde kontrolliert zum Absturz gebracht und verglühte am 27. September 2009 über dem Pazifischen Ozean.


Als zweites Space Shuttle machte STS-128 am 31. August 2009 an der Internationalen Raumstation fest.
Wichtigste Nutzlast an Bord von STS-128 (ISS-17A MPLM Leonardo, LMC) war das Multi-Purpose Logistics Module Leonardo, mit mehreren Experimenten zur Erforschung chemischer und physikalischer Vorgänge in der Schwerelosigkeit. Dabei war u. a. auch das neue Trainingsgerät für Astronauten C.O.L.B.E.R.T., eine Hommage an den amerikanischen Komiker Stephen Colbert. Drei Weltraumspaziergänge waren geplant, bei denen u.a. ein leerer Ammoniak-Tank mit zurückgebracht werden soll. Für den Transport des Tanks war auch das LMC (Lightweight Multi Purpose Experiment Support Structure Carrier) in der Nutzlastbucht des Shuttles untergebracht.
Weiteres wesentliches Missionsziel war das Austausch eines Besatzungsmitgliedes der ISS. Nicole Stott sollte Timothy Kopra als Bordingenieur der ISS Expedition 20 ablösen.

Das Multi-Purpose Logistics Module (MPLM) Leonardo, (Deutsch Mehrzwecklogistikmodul), wurde verwendet, um bei Space-Shuttle-Missionen Frachten zu und von der Internationalen Raumstation (ISS) in einem unter Luftdruck stehenden Raum zu transportieren.
Das Modul wurde während des Transportes mit dem Shuttle in dessen Ladebucht befestigt. Nach dem Andocken an die ISS wurde das MPLM mit Hilfe des Roboterarmes Canadarm2 aus der Ladebucht gehoben und am Unity-Modul angekoppelt. Anschließend wurde die Luke des Moduls geöffnet und die Astronauten erhielten Zugang zum MPLM, um es zu entladen sowie mit den zur Erde zu bringenden Frachten zu beladen. Bevor das Shuttle von der Station ablegte, wurde das Modul wieder in der Ladebucht befestigt und kehrte anschließend zusammen mit der Raumfähre zur Erde zurück.
Der wesentliche Vorteil dieses Verfahrens lag darin, dass Transportgüter, insbesondere die sogenannten International Standard Payload Racks, direkt vom MPLM in den amerikanischen Teil der Station verladen werden konnten. Kopplungsadapter vom APAS-Typ russischer Bauart, die auch zum Andocken des Space Shuttles benutzt werden, haben einen wesentlich geringeren Durchmesser und lassen kein Verladen sperriger Gegenstände zu. Weiterhin ermöglichte der Einsatz des MPLM, nicht mehr benötigte Ausrüstung und beendete Experimente zurück zur Erde zu transportieren. Andere Transportschiffe wie die unbemannten Progress- und ATV-Frachter verglühen beim Wiedereintritt und transportieren daher ausschließlich Müll von der Station ab.

In der Nähe der Station führte Frederick Sturckow ein spektakuläres 360°-Manöver - das Rendezvous Pitch Maneuver (RPM) - durch, wobei er die Raumfähre innerhalb weniger Minuten um ihre Querachse drehen ließ. Die Besatzung der Raumstation fertigte währenddessen hochauflösende Aufnahmen des Shuttle-Hitzeschildes an. Die Aufnahmen werden später zur Erde übertragen und von Fachleuten ausgewertet. Mit einer direkt vor der ISS reduzierten Annäherungsgeschwindigkeit auf zuletzt nur noch 3 Zentimeter pro Sekunde flog der Orbiter auf den Ankopplungsstutzen der Internationalen Raumstation zu. Wie die Kommandanten bei allen Kopplungsmissionen steuerte er den Raumgleiter von der hinteren Konsole im Flugdeck aus, weil er von dort freie Sicht auf die Raumstation hatte. Für die Navigation während des Rendezvous Pitch Maneuver (RPM) und der darauf folgenden Kopplung wurde erstmals der neue TriDAR-Sensor eingesetzt, der mittels Kamera und LIDAR genaue Lagedaten lieferte, sodass die sonst durch das Radar belegte Ku-Band-Antenne stattdessen für die Übertragung von Live-Bildern genutzt werden konnte. Ohne Probleme konnte Frederick Sturckow sein Raumschiff an die ISS ankoppeln.
Wegen eines Lecks waren beim Andockvorgang an die ISS die vorderen Feinsteuerdüsen nicht verfügbar, sodass von Kommandant Frederick Sturckow erstmals ein Andockmanöver eines Shuttle an die ISS mit den 36-fach schubstärkeren Hauptdüsen des Reaction Control Systems geflogen werden musste. Das Manöver führte zu einem erhöhten Treibstoffverbrauch (265 kg statt 34 kg). Die Kopplung erfolgte um 00:54 UTC. Etwa 1 Stunde und 40 Minuten später wurden die Luken geöffnet.
Noch am selben Tag löste Missionsspezialistin Nicole Stott ISS-Bordingenieur Timothy Kopra ab, indem die Sojus-Sitze ausgetauscht wurden. Nicole Stott baute ihren im Space Shuttle mitgebrachten Schalensitz in das angedockte Raumschiff Sojus TMA-15 ein. Dies geschah nur als Vorsichtsmaßnahme für den Fall einer überhasteten Rückkehr vor Abholung durch das nächste Space Shuttle. Damit gehörte sie offiziell zur 20. Besatzung der Raumstation. Im Gegenzug baute Timothy Kopra seinen Schalensitz aus dem Sojus-Raumschiff aus und wurde damit Mannschaftsmitglied von STS-128. Im Mitteldeck der Discovery war ein Liegesitz für ihn eingebaut, um ihm bei der Landung die Anpassung an die Schwerkraft zu erleichtern.

Der vierte Flugtag diente dem Transfer des Leonardo-Moduls zum der Erde zugewandten Kopplungspunkt des Harmony-Moduls. Kevin Ford und Michael Barratt nutzten den Greifarm der Station und ergriffen Leonardo. Die Kopplung erfolgte um 21:56 UTC. Einige Stunden später wurde die Luke geöffnet. Unterdessen wurde von der Mannschaft Fracht aus dem Space Shuttle zur Raumstation gebracht, insbesondere die Raumanzüge und Werkzeuge für die anstehende EVA. Anschließend begaben sich Nicole Stott und John Olivas in die Luftschleuse Quest, um über Nacht unter reduziertem Luftdruck reinen Sauerstoff zu atmen. Dieses sogenannte Campout reduziert den Gehalt des im Körpergewebe gelösten Stickstoffs und beugt so der Dekompressionskrankheit vor.

Die erste EVA unternahmen John Olivas und Nicole Stott am 01. September 2009 (6h 35m). Die beiden Astronauten demontierten zuerst einen nahezu erschöpften Ammoniaktank am Stationsausleger P1. Der zum Kühlsystem der Station gehörende Tank wurde anschließend vom Roboterarm der Station ergriffen und dort vorübergehend angebracht. Der Tank verblieb an dieser Position bis zur endgültigen Montage im Frachtraum des Shuttles während der nächsten EVA mit John Olivas und Christer Fuglesang. Auf einer anschließend montierten Fußhalterung ritt Nicole Stott am Stationsarm zum Columbus-Modul. Dort wurden von ihr und John Olivas die Experimente EuTEF und MISSE 6 abgebaut und zur Rückkehr im Frachtraum der Discovery befestigt. Während des Ausstiegs konnten alle geplanten Arbeiten erledigt werden.

Unterdessen wurde damit begonnen erste Transfers zwischen Leonardo und der ISS durchzuführen. Es wurden ein Luftauffrischungssystem, eine Mannschaftsschlafkabine und das Laufband C.O.L.B.E.R.T. in die Station gebracht. Der folgende Tag wurde für die weitere Ausstattung der Internationalen Raumstation verwendet. Wichtige Forschungsmittel wie die Fluid- und Materialforschungs-Racks FIR (Fluids Integrated Rack) und MSRR-1 (Materials Science Research Rack) sowie der Spezialgefrierschrank MELFI-2 (Minus Eighty Degree Laboratory Freezer for ISS) wurden von Leonardo in das Raumlabor Destiny transferiert.

Für den 04. September 2009 um 15:07 UTC bestand die Gefahr einer gefährlichen Annäherung zwischen der Raumstation und einem ausgedienten Sylda-5-Doppelstartadapter eines Ariane-Fluges. Ein in Erwägung gezogenes Ausweichmanöver konnte kurz vor der am siebten Flugtag stattfindenden zweiten EVA abgesagt werden, da auf Grund genügend genauer Bahndaten der Abstand von 1,3 km als sicher genug erachtet wurde.

Die zweite EVA durch John Olivas und Christer Fuglesang erfolgte am 03. September 2009 (6h 39m) zum Austausch des Ammoniak-Tanks. Dazu lösten die beiden Astronauten den vollen Tank vom Leichtbaufrachtträger (LMC) in der Ladebucht des Shuttles. Christer Fuglesang ritt dann auf einer Fußhalterung am Stationsroboterarm mit dem Tank in der Hand zum Installationsort an der Gitterstruktur P1. Dieser Tank, der etwa 833 kg wog, war damit die schwerste Masse, die von Astronauten während einer EVA bewegt wurde. Da der Tank in der Umlaufbahn zwar schwerelos ist, aber trotzdem eine hohe Trägheit besitzt, musste sehr vorsichtig vorgegangen werden. So dauerte das Manöver 30 Minuten. Anschließend wurde der neue Tank von beiden Astronauten montiert und die Verbindungsleitungen angeschlossen. Danach sicherte sich John Olivas mit einer mobilen Fußklammer an der Station und übergab den leeren Tank, der nun vom Kopf des Stationsarms gelöst wurde, händisch an Christer Fuglesang. Dieser schwebte nun mit dem leeren Tank in der Hand auf dem Stationsarm zur Ladebucht der Discovery, um ihn zusammen mit John Olivas auf der Leichtbaufrachtstruktur (LMC) zu befestigen. Der alte Tank wurde in der Nutzladebucht des Space Shuttles verstaut. Dieser leere Tank wurde auf der Erde neu befüllt und mit STS-131 wieder zur Station gebracht.

Die dritte und letzte EVA wurde erneut durch John Olivas und Christer Fuglesang am 05. September 2009 (7h 01m) ausgeführt. Zuerst brachten sie das Nutzlastbefestigungssystem PAS (Payload Attachment System) an der Gitterstruktur S3 aus, welches bei der nächsten Mission STS-129 benötigt wird. Danach tauschten die beiden eine defekte Lageregelungseinheit (Rate Gyro Assembly) sowie einen Trennschalter (Remote Power Control Module) an der Struktur S0 aus und installierten zwei GPS-Antennen. Am Unity-Modul wurde eine alte Führungsleine für im freien Weltraum arbeitende Astronauten entfernt. In Vorbereitung auf die Ankunft des neuen Verbindungsknotens Tranquility mussten an der Außenseite der Station zwei über 18 Meter lange Datenleitungen verlegt werden. Bei einem Kabelset passten die Verbinder nicht, sodass sie mit Isoliermanschetten gesichert wurden und die Beendigung dieser Aufgabe auf eine spätere Mission verschoben werden musste.

Am elften Flugtag wurde das MPLM mit dem Stationsarm in die Ladebucht des Shuttles zurückgeführt und gesichert. Leonardo transportierte rund 1100 kg Ausrüstung zur Erde, im Mitteldeck des Shuttles waren zusätzlich ca. 390 kg verstaut. Nach einer kleinen Abschiedszeremonie wurden die Luken zwischen Shuttle und Station um 03:41 UTC geschlossen.

Am 08. September 2009 koppelte die STS-128-Besatzung mittels Federkraft wieder von der ISS ab. Dadurch werden Beschädigungen oder Verunreinigungen der Station vermieden. Erst danach wurden die Steuerungstriebwerke aktiviert und die Raumfähre entfernte sich von ihr bis zu einer Distanz von etwa 150 Meter. Von dort aus umflog Kevin Ford die Orbitalstation eineinhalb Mal, ehe die Triebwerke der Discovery erneut gezündet wurden und der Raumgleiter seine Distanz vergrößerte. Der Orbiter stoppte dann in einer Entfernung von etwa 75 Kilometern. Mit Hilfe des OBSS wurde eine letzte Überprüfung des Hitzeschutzschildes vorgenommen. Im Notfall hätte das Space Shuttle zur Internationalen Raumstation zurückkehren können.


Der japanische Frachter HTV-1 "Kounotori" kam am 17. September 2009 um 22:12 UTC an der ISS an und brachte Nachschub zum weiteren Betrieb der Raumstation mit. Er war am 10. September 2009 um 17:01 UTC mit einer H-2B-Rakete vom Weltraumbahnhof Tanegashima im südlichen Japan aus gestartet.
Das HTV manövriert selbständig in eine Parkposition vor der Internationalen Raumstation und wird dann vom Canadarm2-Roboterarm der Raumstation eingefangen und an eine Kopplungsstelle mit US-Standardmaßen geführt.
Das 10,5 Tonnen schwere HTV besteht aus einem zylindrischen Körper von 9,80 Metern Länge und 4,40 Metern Durchmesser. Das HTV ist untergliedert in zwei Frachtsektionen, ein Avionikmodul und ein Antriebsmodul (Propulsion Module). Neben dem druckbeaufschlagten Teil des Frachtraumes (PLC - Pressurized Logistics Adapter), der nach dem Andocken von der Besatzung der Internationalen Raumstation (ISS) betreten werden kann, verfügt das HTV über einen nicht druckbeaufschlagten Teil (UPLC - Unpressurized Logistics Adapter), in dem Nutzlast transportiert werden kann. Dazu befindet sich seitlich eine Öffnung mit einer Größe von 2,7 × 2,5 Metern. Vorteil dieses Verfahrens ist, dass sperrige Gegenstände, die nicht durch die Schleusen der Station transportiert werden können, als Außenlast mitgeführt werden können. Hauptaufgabe des HTV wird die Belieferung, Ausrüstung und Versorgung des japanischen Kibo-Labors der ISS sein. Das HTV kann bis zu sechs Tonnen Fracht zur ISS befördern, von der etwa 4.500 kg im unter Druck stehenden und 1.500 kg im nicht unter Druck stehenden Bereich des HTV untergebracht werden kann. Im nicht druckbeaufschlagten Teil kann unter anderem eine Trägerplattform des Typs I (Exposed Pallet) mit bis zu drei genormten Experimentiercontainern für das japanische Kibo-Modul der ISS untergebracht werden, die dann vom Canadarm2 der ISS herausbefördert wird. Alternativ kann auch eine Trägerplattform (Typ III) mit bis zu sechs US-amerikanischen ORU-Containern transportiert werden (zum Beispiel ORU-Batterien). Durch den passiven Kopplungsadapter mit US-Standardmaßen (Passive Common Berthing Mechanism - PCBM) ist das HTV auch in der Lage, Standardeinbauten für das Columbus-Modul oder Destiny zu transportieren, die nicht durch die russischen Kopplungsadapter passen.

Das HTV besitzt auf der Unterseite vier Haupttriebwerke von Aerojet, die paarweise betrieben werden und einen Schub von 490 N liefern. Sie werden hauptsächlich für die Anhebung auf eine Transferbahn zur ISS und zur Abbremsung des HTV gegen Ende der Mission genutzt. Das HTV ist so ausgelegt, dass es die ISS bis zu einer Flughöhe von 460 km erreichen kann. Darüber hinaus sind 28 Manövrierdüsen (Attitude Control Thruster) mit jeweils 110 N Schub vorhanden (im Normalfall werden 14 Düsen benutzt, auf Grund der Redundanz sind weitere 14 vorhanden). Alle Triebwerke werden mit Monomethylhydrazin (MMH) und Stickstofftetroxid (MON3) als Oxidator betrieben. Im Antriebsmodul sind dafür vier Treibstofftanks mit maximal 2.400 kg Fassungsvermögen eingebaut sowie vier kleinere Heliumtanks zu deren Druckversorgung.
Die Energieversorgung des Frachters wird durch 47 Solarzellenmodule auf der Außenseite gewährleistet. Das Avionikmodul stellt damit zwei redundante Stromnetze (jeweils 50 V Gleichstrom) für die weiteren Teile des HTV zur Verfügung. Nach dem Andocken kann die Stromversorgung auch extern über die ISS erfolgen (120 V Gleichstrom-Bordnetz). Die Energiespeicherung erfolgt durch sieben Batteriemodule (Primary Batteries P-BAT) mit jeweils 200 Ah, die im Avionikmodul untergebracht sind. Zur Absicherung befindet sich eine weitere Batterie (Secondary Battery S-BAT).
Die Mission sollte ursprünglich nach etwa 37 Tagen und 10 Stunden mit dem Verglühen des HTV-1 in der Erdatmosphäre enden. Am ersten Tag nach dem Andocken wurde die Mission verlängert. Das Abdocken und Aussetzen mit Hilfe des Canadarm2-Roboterarms erfolgte am 30. Oktober 2009. Am Bord wurden zuvor etwa 700 kg Müll und nicht mehr benötigte Geräte untergebracht. Zwei der vier Innenleuchten wurden als Ersatzteile abgebaut und in der ISS verstaut. Die Bremszündung erfolgte am 01. November 2009.
Nach der erfolgreichen Mission führte die JAXA im Sommer 2010 eine Kampagne durch, dem HTV einen Namen zu geben. Im Rahmen dieser Kampagne wurde der Name "KOUNOTORI" gewählt, was so viel wie "Weißer Storch" bedeutet. Dieser Name gilt für die gesamte Baureihe und nicht nur für HTV-1.

Während ihres Aufenthaltes an Bord der ISS führten die Crews der Expeditionen 19 / 20 folgende wissenschaftlichen Experimente durch (vollständige Auflistung):
3D-Space (Mental Representation of Spatial Cues During Space Flight),
AgCam (Agricultural Camera - AgCam name used historically from 2005-2010, later version known as ISAAC),
ALTEA-Dosi (Anomalous Long Term Effects in Astronauts' - Dosimetry),
ANDE-2 (Atmospheric Neutral Density Experiment - 2),
ARISS (Amateur Radio on the International Space Station),
Aryl (Influencing Factors of Space Flight on Expression of Strains of Interleukin),
Astrovakcina (Cultivation in Weightless of E.coli- Producer of the Caf1 Protein),
Avatar Explore (Avatar Explore: Autonomous Robotic Operations Performed from the ISS),
Bacteriophage (Investigation of the Effects of Space Flight Factors on Bacteriophages),
Bar (Choice and Development of Methods and Instruments to Detect the Location of a Loss of Pressurization of a Module on ISS),
BCAT-3-4-CP (Binary Colloidal Alloy Test - 3 and 4: Critical Point),
BCAT-4-Poly (Binodal Colloidal Aggregation Test - 4: Polydispersion),
BCAT-5-3D-Melt (Binary Colloidal Alloy Test - 5: Three-Dimensional Melt),
BCAT-5-Compete (Binary Colloidal Alloy Test - 5: Compete),
BCAT-5-PhaseSep (Binary Colloidal Alloy Test-5: Phase Separation),
BCAT-5-Seeded_Growth (Binary Colloidal Alloy Test - 5: Seeded Growth),
Bif (Investigation of the Effects of Space Flight Factors on the Technological and Biomedical Characteristics of Bifidobacterium),
Biodegradation (Initial stage of Biodegradation and Biodeterioration in Space),
Bioemulsia (Research and Development of a Self-Contained Reactor of the Shielded Type For Production of Biomass of Microorganisms and Biologically Active Substances),
Biological_Rhythms (The Effect of Long-term Microgravity Exposure on Cardiac Autonomic Function by Analyzing 24-hours Electrocardiogram),
Biorisk (Influence of Factors of the Space Environment on the Condition of the System of Microorganisms-Hosts Relating to the Problem of Environmental Safety of Flight Techniques and Planetary Quarantine),
Biotrek (Influence of the Flow of Heavily Charged Particles of Space Radiation on Gentic Properties of Cell Production),
BISE (Bodies In the Space Environment: Relative Contributions of Internal and External Cues to Self - Orientation, During and After Zero Gravity Exposure),
Bisphosphonates (Bisphosphonates as a Countermeasure to Space Flight Induced Bone Loss),
BLT (Boundary Layer Transition, Detailed Test Objective 854),
BTN-M1 (Examination of the Flow of High Speed and Thermal Neutrons),
Card (Long Term Microgravity: A Model for Investigating Mechanisms of Heart Disease with New Portable Equipment),
CCISS (Cardiovascular and Cerebrovascular Control on Return from ISS),
CEO (Crew Earth Observations),
Conjugation (Development of Methods for Designing New Recombinants Producing Strains of Bacteria in Space Flight),
DOSIS-DOBIES (Dose Distribution Inside ISS - Dosimetry for Biological Experiments in Space),
DOSTEL (DOSimetry TELescopes),
DRAGONSat (Dual RF Astrodynamic GPS Orbital Navigator Satellite),
DTN (Disruption Tolerant Networking for Space Operations),
Dykhanie (Regulation and Biomechanics of Respiration in Space Flight),
EarthKAM (Earth Knowledge Acquired by Middle School Students),
EDOS (Early Detection of Osteoporosis in Space),
EKE (Assessment of Endurance Capacity by Gas Exchange and Heart Rate Kinetics During Physical Training),
Ekon (Experimental Survey on Evaluating the Possibility of Using th Russian Segment of ISS for Environmental Inspection of Work Areas of Various Facilities (Features)),
ENose (JPL Electronic Nose),
Environmental Monitoring (Environmental Monitoring of the International Space Station),
EPO-Demos (Education Payload Operation - Demonstrations),
EPO-Kit D (Education Payload Operation - Kit D),
Expert (Investigation of Early Symptoms of Microdestruction of Structures and Instrument Modules in the Russian Segment of ISS),
Fizika-Obrazovanie (Educational Demonstration of Basic Physics Laws of Motion),
FLEX (Flame Extinguishment Experiment),
Foam-Stability (Foam Optics And Mechanics - Stability),
Get Fit for Space (Get Fit for Space Challenge with Robert Thirsk),
HMD (Demonstration of Head Mounted Display (HMD) System for Crew),
Holter ECG (Digital Holter ECG),
HREP-HICO (HICO and RAIDS Experiment Payload - Hyperspectral Imager for the Coastal Ocean),
HREP-RAIDS (HICO and RAIDS Experiment Payload - Remote Atmospheric and Ionospheric Detection System (RAIDS)),
HTV-Environmental Monitoring (Transport Environment Monitoring Package at HTV Cargo Transfer Bag),
Identifikatsia (Identification of the Sources of Dynamic Loads on ISS),
Impuls (Impulse),
Inflight Education Downlinks (International Space Station Inflight Education Downlinks),
InSPACE-2 (Investigating the Structure of Paramagnetic Aggregates from Colloidal Emulsions - 2),
Integrated Cardiovascular (Cardiac Atrophy and Diastolic Dysfunction During and After Long Duration Spaceflight: Functional Consequences for Orthostatic Intolerance, Exercise Capability and Risk for Cardiac Arrhythmias),
Integrated Immune (Validation of Procedures for Monitoring Crewmember Immune Function),
Integrated Immune-SDBI (Validation of Procedures for Monitoring Crewmember Immune Function - Short Duration Biological Investigation),
Iris (Image Reversal In Space),
ISS Acoustics (International Space Station Acoustic Measurement Program),
Izgib (Effect of Performance of Flight and Science Activities on the Function of On-Orbit Systems on ISS (Mathematical Model)),
JAXA-HDTV (Activation and Test Downlink of HDTV System),
JAXA EPO 1 (Japan Aerospace Exploration Agency Education Payload Observation 1),
JAXA EPO,2 (Japan Aerospace Exploration Agency Education Payload Observation 2),
JAXA EPO 3 (Japan Aerospace Exploration Agency Education Payload Observation 3),
JAXA PCG (Japan Aerospace Exploration Agency Protein Crystal Growth),
Kaskad (Investigation of the Processes of Cultivation of Different Types of Cells),
Kibo Kids Tour (Kibo Kids Tour),
Kontur (Development of a System of Supervisory Control Over the Internet of the Robotic Manipulator in the Russian Segment of ISS),
Lactolen (Influence of Factors of Space Flight on Lactolen Producer Strains),
Lada-VPU-P3R (Validating Vegetable Production Unit (VPU) Plants, Protocols, Procedures and Requirements (P3R) Using Currently Existing Flight Resources),
LOCAD-PTS (Lab-on-a-Chip Application Development-Portable Test System),
MAI-75 (Space Devices and Modern Technology for Personal Communication),
Marangoni-Exp (Chaos, Turbulence and its Transition Process in Marangoni Convection-Exp),
MAXI (Monitor of All-sky X-ray Image),
MDS (Mice Drawer System),
Microbe-I (Microbial Dynamics in International Space Station - I),
MISSE-6A and 6B (Materials International Space Station Experiment - 6A and 6B),
MOP (Motion Perception: Vestibular Adaptation to G-Transitions),
Muscle (Study of Low Back Pain in Crewmembers During Space Flight),
Neurospat (Effect of Gravitational Context on EEG Dynamics: A Study of Spatial Cognition, Novelty Processing and Sensorimotor Integration),
NLP-Vaccine-MRSA (National Laboratory Pathfinder - Vaccine - Methicillin-resistant Staphylococcus aureus),
NLP-Vaccine-Salmonella (National Laboratory Pathfinder - Vaccine - Salmonella),
NLP-Vaccine-Survey (National Laboratory Pathfinder - Vaccine - Survey),
Nutrition (Nutritional Status Assessment),
OChB (Influence of Factors of Space Flight on Superoxide Strain Producer),
Otolith (Otolith Assessment During Postflight Re-adaptation),
Photosynth (PhotosynthTM Three-Dimensional Modeling of ISS Interior and Exterior),
Pilot (Individual Characteristics of Psychophysiological Regulatory Status and Reliaility of Professional Activities of Cosmonauts in Long Duration Space Flight),
Plasma-MKS (Plasma-ISS: Examination of Plasmic Environments on the External Surface of ISS Through the Characterization of Optical Radiance),
Plasma-Progress (Observation of the Reflective Characteristics of the Spacecraft Plasma Environment from On-Board Thruster Activity Using Ground-Based Instruments),
Plasma Crystal (Dusty and Liquid Plasma Crystals in Conditions of Microgravity),
Plazmida (Transfer of Molecules of DNA by Conjugation in Space Flight),
PMT (Photocatalyst Material Test),
Pneumocard (Examination of the Influencing Factors of Space Flight on Autonomic Regulation of Blood Circulation, Respiration and Cardiac Contractile Function in Long Duration Space Flight),
Poligen (Revealing Genotypical Characteristics, Defining Individual Differences in Resistance of Biological Oranisms to Factors of Long Duration Space Flight),
RaDI-N (RaDI-N),
Rastenia (Growth and Development of Higher Plants through Multiple Generations),
Relaksatia (Processes of Relaxation in the Ultraviolet Band Spectrum by High Velocity Interaction of Exhaust Products on ISS),
Repository (National Aeronautics and Space Administration Biological Specimen Repository),
Rusalka (Development of Methods to Determine the Carbon Dioxide and Methane (Greehouse Gases) Content in the Earths Atmosphere from On-Board ISS),
SEDA-AP (Space Environment Data Acquisition Equipment - Attached Payload),
Seiner (Development of Procedures of Interactions of the Crew in the Russian Segment of ISS and the State Fishery Committee During the Process of Searching and Exploring Productive Fishing Regions in World Oceans),
SEITE (Shuttle Exhaust Ion Turbulence Experiments),
SIMPLEX (Shuttle Ionospheric Modification with Pulsed Localized Exhaust Experiments),
Sleep-Long (Sleep-Wake Actigraphy and Light Exposure During Spaceflight-Long),
Sleep-Short (Sleep-Wake Actigraphy and Light Exposure During Spaceflight-Short),
SMILES (Superconducting Submillimeter-Wave Limb-Emission Sounder),
SNFM (Serial Network Flow Monitor),
SOLO (SOdium LOading in Microgravity),
Sonokard (Physiological Functions (cardio-respiratory) of Humans Using Contactless Methods During Sleep in Long Duration Space Flight),
SpaceSeed (Life Cycles of Higher Plants Under Microgravity Conditions),
SPHERES (Synchronized Position Hold, Engage, Reorient, Experimental Satellites),
SPICE (Smoke Point In Co-flow Experiment),
Spin (Validation of Centrifugation as a Countermeasure for Otolith Deconditioning During Spaceflight),
Spinal Elongation (Spinal Elongation and its Effects on Seated Height in a Microgravity Environment),
Sreda (Examination of the Features of IS as an Environment for Conducting Research),
SVS (CBC: Self-Propogating Hyperthermal Synthesis in Space),
SWAB (Surface, Water and Air Biocharacterization - A Comprehensive Characterization of Microorganisms and Allergens in Spacecraft Environment),
Tipologia (Study of the Typological Characteristis of ISS Crew Operators Activity at the Stages of Long Term Space Flight),
Tomatosphere-III (Tomatosphere-III),
Try Zero-G (Try Zero-Gravity),
Uragan (Hurricane: Experimental Development of Groundbased System of Monitoring and Predicting the Progression of a Naturally Occurring Technogenic Catastrophe),
VCAM (Vehicle Cabin Atmosphere Monitor),
Vektor-T (Study of a High Precision System for Prediction Motion of ISS),
Visual Performance (Human Factors Assessment of Vibration Effects on Visual Performance During Launch),
VO2max (Evaluation of Maximal Oxygen Uptake and Submaximal Estimates of VO2max Before, During, and After Long Duration International Space Station Missions),
Vsplesk (Burst: Monitoring of Seismic Effects - Bursts of High Energy Particles in Low Earth Space Region (Orbit)),
Vzaimodeystviye (Interactions: Monitoring of Space Crew Interactions During Extended Space Flight),
Zag (Ambiguous Tilt and Translation Motion Cues After Space Flight),
Zhenshen-2 (Study of the Development of Cell Cultures to Evaluate the Possibily of Increasing Biological Activity).

Aufbau der ISS

Animation Aufbau (externer Link)

Zeichnungen / Fotos


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Letztes Update am 05. Juli 2014.