Bemannte Raumflüge

Internationale Flug-Nr. 175

Sojus TM-21

Uragan

Russland

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Start-, Bahn- und Landedaten

Startdatum:  14.03.1995
Startzeit:  06:11 UTC
Startort:  Baikonur
Startrampe:  1
Bahnhöhe:  200,86 - 247,45 km
Inklination:  51,65°
Ankopplung MIR:  16.03.1995, 07:45:25 UTC
Abkopplung MIR:  11.09.1995, 03:30:44 UTC
Landedatum:  07.07.1995
Landezeit:  14:54 UTC
Landeort:  50° 41' N, 68° 15' O

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alternatives Crewfoto

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Besatzung

Nr.   Name Vorname Position Flug-Nr. Flugdauer Erdorbits
1  Deshurow  Wladimir Nikolajewitsch  Kommandant 1 115d 08h 43m  1825 
2  Strekalow  Gennadi Michailowitsch  Bordingenieur 5 115d 08h 43m  1825 
3  Thagard  Norman Earl  Forschungskosmonaut 5 115d 08h 43m  1825 

Sitzverteilung der Besatzung

Start
1  Deshurow
2  Strekalow
3  Thagard
Landung
1  Solowjow
2  Budarin
3  

Animationen: Sojus

(erfordert Macromedia Flash Player)
mit freundlicher Genehmigung von www.marscenter.it

Double-Besatzung

Nr.   Name Vorname Position
1  Solowjow  Anatoli Jakowlewitsch  Kommandant
2  Budarin  Nikolai Michailowitsch  Bordingenieur
3  Dunbar  Bonnie Jeanne  Forschungskosmonautin

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Flugverlauf

Start vom Kosmodrom Baikonur. Alle drei Kosmonauten kehrten mit dem zuvor angedockten Space Shuttle STS-71 zur Erde zurück.

Am 14. März 1995 startete Sojus TM-21 mit der 18. Stammbesatzung der MIR. Diese bestand aus Kommandant Wladimir Deshurow, Bordingenieur Gennadi Strekalow und dem amerikanischen Forschungskosmonauten Norman Thagard.
Um die Ankopplung der neuen Stammbesatzung zu erleichtern, wurde der unbemannte Frachter Progress M-26 während des Anfluges von Sojus TM-21 abgekoppelt. Beladen mit Abfall aus dem Orbitalkomplex verglühte er wie vorgesehen beim Eintritt in die Atmosphäre.

Sojus TM-21 koppelte am 16. März 1995 an Kwant1 an und Wladimir Deshurow, Gennadi Strekalow und Norman Thagard wechselten in den MIR-Komplex über. Mit der Ankunft von Norman Thagard begann die Ära der amerikanischen Astronauten an Bord von MIR. Ungleich wie die Gäste zuvor war sein Aufenthalt zeitlich nicht durch die Übergabe mit der vorhergehenden Stammbesatzung beschränkt, sondern er war ein volles Mitglied der Besatzung und sollte auch eine volle Periode von sechs Monaten bleiben.
Mit den Shuttle-MIR-Flügen wurden die Astronauten etwa im 6-Monats-Takt ausgetauscht, so dass nach den Plänen der NASA bis zum Bau der internationalen Raumstation ISS die USA permanent im All vertreten sein sollte. Bei Norman Thagard hing sein Abholdatum allerdings von der Ankunft des Moduls Spektr ab, da mit diesem Modul ein Großteil seiner Ausrüstung mitgeliefert wurde (je 100 kg wurden schon von Progress M-24 und M-26 mitgeliefert). Dementsprechend wäre bei einer Startverzögerung das erste MIR-Shuttle-Docking ebenfalls verzögert worden, da die Ablöse für die derzeitige russische Stammbesatzung, welche speziell für die Inbetriebnahme von Spektr trainiert wurde, mit Atlantis kommen sollte.

Am 22. März 1995 koppelte Sojus TM-20 von der MIR ab und landete mit den russischen Kosmonauten Alexander Wiktorenko und Jelena Kondakowa sowie dem Arzt Waleri Poljakow in der kasachischen Steppe. Waleri Poljakow setzte einen neuen Rekord im All. Er blieb für 438 auf der Raumstation, so dass Langzeitstudien über die Auswirkung der Schwerelosigkeit auf den menschlichen Körper gemacht werden konnten. Wieder auf der Erde zurück, bestand er darauf, seine ersten Schritte ohne fremde Hilfe zu machen. Dies demonstrierte seine gute Verfassung.

Nach einer dreitägigen Wartungsphase widmeten sich die Kosmonauten im März 1995 verstärkt ihren wissenschaftlichen Aufgaben. In einem Zyklus von medizinisch-biologischen Untersuchungen wurde das Herz- und Gefäßsystem der derzeitigen Stammbesatzung im MIR-Orbitalkomplex untersucht. Hier kam auch die Unterdruckhose Tschibis zum Einsatz. Ebenfalls stand die Untersuchung des Trinkwassers und der Sauberkeit der Atmosphäre im Orbitalkomplex auf dem Programm. Zu diesem Zeitpunkt war auch klar, dass sich der Start von Spektr von Anfang Mai 1995 auf Mitte Mai 1955 verschieben würde, so dass das Docking von Atlantis erst Ende Juni 1995 stattfinden konnte. Norman Thagard testete und überprüfte im Rahmen des Experimentes Pilot die Wahrnehmung und Geschicklichkeit mit einem computerunterstützten System zur Ankopplung des Shuttles an den Orbitalkomplex. Mit den im Modul Kwant1 installierten astrophysikalischen Instrumenten wurden galaktische und außergalaktische Röntgenquellen beobachtet. Zu den Experimenten aus dem Bereich der Lebenswissenschaften wurden von Norman Thagard zahlreiche Proben gesammelt und bis zur Rückkehr zur Erde im Kühlschrank verstaut.

Am 09. April 1995 um 21:33 UTC wurde Progress M-27 vom Kosmodrom Baikonur mit 400 kg Lebensmittel und 500 kg Treibstoff in eine Erdumlaufbahn geschossen. An Bord befanden sich neben den üblichen Versorgungsgütern erneut rund 87 kg amerikanische Ausrüstungen. Es befanden sich auch 48 japanische Wachtel-Eier in der Fracht. Des Weiteren wurde auch der deutsche Kleinsatellit GFZ-1 zu MIR gebracht, der von den Kosmonauten ausgesetzt werden soll.
Der Frachter legte am 11. April 1995 um 21:00:44 UTC am Bugstutzen des Orbitalkomplexes MIR an.

Die folgenden Wochen an Bord der MIR waren von einer Mischung aus Entladearbeiten, Wartungsaufgaben und wissenschaftlichen Experimenten gekennzeichnet.
Die Arbeiten an einem defekten ESA-Kühlschrank zur Aufbewahrung von Proben konnten beendet werden. Die Kosmonauten entfernen die schon seit langem defekte Dusche und montieren hier zwei neue Kreisel für die Lagereglungseinrichtung des Orbitalkomplexes. Die Kosmonauten verlegten im Modul Kwant1 neue Stromkabel und begannen so mit den Vorbereitungen für das Umsetzen der Solarzellenausleger vom Modul Kristall zu Kwant1. Kristall musste umgesetzt werden, um Platz für Spektr zu schaffen. Dazu mussten die Solarzellenflächen eingefahren, abmontiert und an anderer Stelle wieder montiert und ausgefahren werden, um wieder genügend Energie zu haben.
Im Rahmen von medizinischen Experimenten testeten die Kosmonauten Norman Thagard und Wladimir Deshurow Medikamente zur Behandlung von Krankheiten in der Schwerelosigkeit. Gleichzeitig begannen Experimente in der Apparatur Inkubator, wo die Wachtel-Eier ausgebrütet werden. Der deutsche Satellit GFZ-1 wurde durch die wissenschaftliche Luftschleuse ausgesetzt.

Für einen ersten Außenbordeinsatz verließen Wladimir Deshurow und Gennadi Strekalow am 12. Mai 1995 (6h 14m) die Raumstation. Dabei begannen die Kosmonauten mit dem Umsetzen der Solarzellen vom Modul Kristall zum Modul Kwant1. Man hoffte, dies in einem Arbeitsgang zu schaffen. Doch das Einfahren der Solarzelle war schwierig; Norman Thagard musste im Inneren der Raumstation den Einfahrmechanismus mehrmals betätigen, um die Solarzellenfläche ganz einzufahren. So mussten sie schon nach dem Abmontieren wieder in die MIR zurückkehren. Ohne diese Solarzellenfläche musste nun mit Energie gespart werden.

Bereits am 17. Mai 1995 unternahmen Wladimir Deshurow und Gennadi Strekalow die zweite EVA (6h 41m). Die Montagearbeiten zum Umsetzen der Solarzellen wurden fortgesetzt. Der 500 kg schwere Kasten wurde mit Hilfe des Krans nach Kwant1 bugsiert, wo man während den Verbindungsarbeiten zu dem Ausfahrmotor auf Schwierigkeiten stieß. Die EVA musste wegen der fortgeschrittenen Zeit beendet werden, ohne die Solarzellenfläche ausgefahren zu haben.

Am 20. Mai 1995 wurde das neue Modul Spektr vom Kosmodrom Baikonur in Richtung MIR gestartet.

Eine ungeplante EVA am 22. Mai 1995 durch Wladimir Deshurow und Gennadi Strekalow (5h 14m) diente dazu, die Umsetzungsarbeiten der Solarzellen abzuschließen, diese mit dem Energienetz zu verbinden und dann ein Gerät aus den USA, das sich seit 1991 auf der Außenhaut von MIR befand, zu bergen. Zuletzt beobachten Gennadi Strekalow und Wladimir Deshurow, wie die andere Solarzellenfläche zurückgezogen wurde. Allerdings klemmte der Mechanismus, als die Solarzellenfläche zu drei Viertel eingezogen war. Man ließ es in dieser Position, weil das Andocken des Shuttles dadurch nicht behindert wird.
Im Anschluss an den Außenbordeinsatz wurde der unbemannte Frachter Progress M-27 von der MIR abgekoppelt.

Progress M-27 wurde am 22. Mai 1995 um 23:42:37 UTC abgekoppelt und am 23. Mai 1995 um 03:27:52 UTC kontrolliert über dem südlichen Pazifik zum Absturz gebracht.
Um das Andocken des neuen Moduls Spektr vorzubereiten, wurde am gleichen Tag der Strom in Kristall abgeschaltet und zwei neue Batterien montiert, um sicherzustellen, dass - während es sich mit dem Ljappa-System selbsttätig umsetzt und so ohne externe Energie ist (da es weder mit dem Bordnetz verbunden ist noch aktive Solarzellen hat) - genügend Energie für die Umsetzung da ist.
Das Modul Kristall setzte sich am 27. Mai 1995 mit dem Ljappa-System vom seitlichen (X-Port) Kopplungsstutzen erfolgreich um.

Für das Umsetzen des Kopplungskonus vom unteren zum seitlichen (Z-Port) Stutzen wurde 28. Mai 1995 eine interne EVA - also eigentlich eine IVA - durchgeführt (0h 21m). Dazu wurde einfach der Druck aus dem Mehrfach-Kopplungsadapter abgelassen, so dass die Kosmonauten die Arbeiten durchführen können.

Zwei Tage später wurde das Modul Kristall vom linearen Kopplungsstutzen wieder gelöst und zum seitlichen (Z-Port) Kopplungsstutzen umgesetzt.

Das langerwartete neue Modul Spektr koppelte am 01. Juni 1995 nach einer langsamen und daher treibstoffeffizienten Annäherung am Bugstutzen des Orbitalkomplex MIR schon beim ersten Versuch problemlos an und brachte neben zahlreichen Ausrüstungsgegenständen auch 880 kg amerikanische Experimentiereinrichtungen für die laufende russisch-amerikanische Mission mit. Spektr hatte eine zylindrische Grundstruktur und war 13 Meter lang. Sein größter Durchmesser betrug 4,35 Meter. Die Masse betrug rund 20 Tonnen und für die Besatzung des Orbitalkomplexes stand ein zusätzlicher Arbeitsraum von 62 Kubikmetern zur Verfügung. Ausgerüstet war das Modul vorwiegend mit Instrumenten zur Atmosphärenforschung. Vier große Solarzellenausleger sorgten für 16 kW an zusätzlicher Energie für den gesamten Komplex. Nicht umsonst wurde Spektr auch das Energie-Modul genannt.

Am 01. Mai 1995 führten Wladimir Deshurow und Gennadi Strekalow den letzten Außenbordeinsatz durch (0h 22m). Dabei brachten sie einen Kopplungsadapter an den seitlichen Stutzen (Y-Port) an. Das Modul Spektr wurde vom linearen Kopplungsstutzen gelöst und zum seitlichen (Y-Port) Kopplungsstutzen umgesetzt. Dies geschah mit dem Ljappa-System.

In den folgenden Tagen waren die Kosmonauten mit der Inbetriebnahme von Spektr beschäftigt. Hierzu gehörte insbesondere das Ausfahren der Solarzellenflächen. Während auf einer Seite die Solarzellenflächen problemlos ausfuhren, gab es bei einer auf der anderen Seite Probleme. Eine Klammer löste sich nicht, so dass sie teilweise gefaltet blieb. Der Motor des Ausfahrmechanismus der verklemmten Solarzellenfläche wurde mehrmals an- und ausgeschaltet, um die Klammer zu lösen. Der erhoffte Effekt stellt sich aber nicht ein. Gennadi Strekalow lehnte einen Vorschlag des Flugleitzentrums ab, während einer EVA die Klammer zu lösen, da keiner mit Sicherheit sagen könne, wie sich die Solarzelle verhält. Daraufhin wurde im Flugleitzentrum ein Team von Technikern gebildet, das herausfinden sollte, wie die Solarzellenfläche doch noch auszufahren ist. Obwohl mit Spektr eine große Kapazität zur Erzeugung von Energie angekommen ist, war die Energie knapp, denn Spektr war ein großer Energieverbraucher und zusätzlich zu der verklemmten Solarzellenfläche auf Spektr war eine Solarzellenfläche von Kwant1 nicht verfügbar und eine von Kwant2 kaputt (sie kann nicht mehr der Sonne nachgeführt werden).

Am 10. Juni 1995 wurden im Modul Kristall zwei neue Batterien installiert, um das ordnungsgemäße Arbeiten während des Umkoppelns des Moduls sicherzustellen. Das Modul wurde vom seitlichen (Z-Port) Kopplungsstutzen gelöst und linear neu angekoppelt. Dieser Vorgang war notwendig, um die Kopplung mit der amerikanischen Raumfähre zu gewährleisten. Eine EVA war dafür nicht nötig.


Am 27. Juni 1995 erfolgte der Start des amerikanischen Space Shuttle STS-71.
Wesentliches Missionsziel für STS-71 war die historische Ankopplung der Atlantis an die russische Raumstation MIR. Dabei sollte auch die bisherige Stammbesatzung durch Anatoli Solowjow und Nikolai Budarin als 19. Stammbesatzung ausgetauscht werden. Für gemeinsame wissenschaftliche Forschungen im Rahmen des "Shuttle-MIR Science Program" (SMSP) führte die Atlantis in ihrem Frachtraum auch ein Spacelab-Modul mit.

Knapp vier Stunden nach dem Start leiteten Robert Gibson und Charles Precourt mit einer Triebwerkszündung die Verfolgung der MIR ein. In der Zwischenzeit waren Ellen Baker, Bonnie Dunbar und Gregory Harbaugh mit der Aktivierung des Spacelab beschäftigt. Das eigentliche Rendezvous-Manöver fand am dritten Flugtag, also am 29. Juni 1995, statt. Nach weiteren Triebwerkszündungen befand sich die Atlantis in einer Entfernung von 14,8 Kilometern direkt unter der MIR. Eine nochmalige Triebwerkszündung für neun Sekunden brachte den Orbiter bis zu einem Punkt 76,2 Meter unterhalb der Raumstation. Zwischenzeitlich hatte der MIR-Kommandant Wladimir Deshurow die Station in Docking-Position gedreht, d.h. mit der Längsachse und dem Kristall-Modul am Bugstutzen in Richtung Erde zeigend. Mit 3 Zentimetern pro Sekunde brachte Robert Gibson dann die Atlantis an die MIR heran. Exakt um 13:00:16 UTC dockte er den Orbiter an die Raumstation an, die sich in dieser Zeit in freier Drift befand. Mit der Kopplung übernahm die Atlantis die Lagekontrolle des Gesamtkomplexes.

Nach erfolgter Dichtigkeitsprüfung öffnete Wladimir Deshurow die Luke von Kristall und entfernte zunächst die Positionslichter und das Rendezvouskreuz an der Außenseite. Danach wurde der Druckausgleich zwischen den beiden Raumflugkörpern hergestellt. Kurze Zeit später öffnete Robert Gibson die obere Luke des Orbiter Docking Systems. Die beiden Kommandanten begrüßten sich per Handschlag, ehe alle Besatzungsmitglieder der Atlantis in die MIR schwebten. Dort fand im Kernmodul eine Begrüßungszeremonie statt. Dazu gehörte insbesondere der gegenseitige Austausch von Geschenken zur Erinnerung an die gemeinsame Mission. Danach brachten Anatoli Solowjow und Nikolai Budarin ihre persönlichen Sachen in die MIR und tauschten ihre Schalensitze gegen die der MIR-18-Mannschaft aus. Damit war die formale Übergabe der Raumstation abgeschlossen.

Die Abkopplung erfolgte nach siebentägigem gemeinsamem Flug am 04. Juli 1995. Das Manöver wurde vom zuvor abgekoppelten Sojus-Raumschiff beobachtet. Anatoli Solowjow hatte Sojus TM-21 etwa 61 Metern entfernt von der Raumstation "geparkt". In der Zwischenzeit filmte Nikolai Budarin vom Orbitalmodul aus das Ablegen der Atlantis. Als sich das Space Shuttle vor die Station gesetzt hatte, um die Wiederankopplung zu filmen, geriet die MIR kurzzeitig außer Kontrolle und driftete frei. Durch das Abkoppeln und die damit auftretenden dynamischen Kräfte wurde der Steuerungscomputer der MIR überlastet und schaltete sich ab. Innerhalb weniger Minuten brachte Anatoli Solowjow das Sojus-Raumschiff wieder an die MIR heran und koppelte sicher an.

Am 07. Juli 1995 landete STS-71 auf Cape Canaveral. An Bord befanden sich neben den fünf amerikanischen Shuttle-Astronauten die alte MIR-Stammbesatzung, die beiden Russen Gennadi Strekalow und Wladimir Deshurow sowie der Amerikaner Norman Thagard. Für diese drei Raumfahrer waren spezielle Sitze in Atlantis aufgestellt worden, damit sie nach ihrem langen Raumflug nicht sofort die volle Erdschwere spüren. Sie sollten nach der Landung so lange darin sitzenbleiben, bis Ärzte sie gründlich untersucht haben. Norman Thagard setzte sich jedoch über die Anweisungen hinweg und begab sich zu Fuß zu dem Mannschaftswagen, der neben Atlantis wartete. Er hielt auch die Quarantänebestimmungen nicht ein und begab sich noch am selben Tag zu seiner Familie, die er während des Aufenthalts sehr vermisst hat. Später hob er die Zusammenarbeit zwischen ihm und den beiden russischen Kosmonauten hervor, beklagte sich aber andererseits über eine gewisse kulturelle Isolation, da er manchmal über zwei Tage hinweg kein Wort Englisch gehört habe. Auch die beiden russischen Kosmonauten lobten in einer anderen Pressekonferenz die Zusammenarbeit mit Norman Thagard, beklagten sich jedoch über seine Wehleidigkeit.

Fotos / Zeichnungen


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Letztes Update am 06. April 2014.