Start von Cape Canaveral (
KSC);
Landung in Cape Canaveral (
KSC).
Das Modul Spacelab war als Nutzlast an
Bord. Es handelte sich um das erste Kopplungsmanöver zwischen einem
amerikanischen und einem russischen Raumschiff nach 20 Jahren. Nach der
Ankopplung der Atlantis an die Raumstation MIR am 29. Juni 1995 erfolgten
gegenseitige Umstiege und gemeinsame Forschungsarbeiten in der Raumstation und
im Spacelab.
Zum Flugprogramm gehörten in der Folgezeit mehrere
Interviews verschiedener Fernseh- und Radiostationen. Vor allem waren die
Raumfahrer aber mit medizinischen Untersuchungen und dem Transport
verschiedener Materialien in beide Richtungen beschäftigt. So gelangten
neue Ausrüstungen, z. B. SVET, ein Minigewächshaus, in dem vor allem
das Wurzelwachstum in der Schwerelosigkeit untersucht wurde, und Wasser in die
Raumstation. Ausgediente Geräte und Experimentiermaterial wurden dagegen
in der Raumfähre verstaut, darunter eine Vielzahl von Blut-, Urin- und
Speichelproben. Die neue Besatzung der Raumstation, Anatoli
Solowjow und Nikolai
Budarin, brachte außerdem individuell angepasste
Raumanzüge und Sitzschalen für das angedockte Raumschiff
Sojus TM-21 mit.
Nach der
Übergabe der Raumstation an die
19. MIR-Stammbesatzung
(Anatoli
Solowjow und Nikolai
Budarin) war eine der wesentlichen Aufgaben des Fluges
erfüllt. Die bisherige
18. MIR-Stammbesatzung mit Gennadi
Strekalow, Wladimir
Deshurow und Norman
Thagard kehrte mit STS-71 zur Erde
zurück.
Später wurden
EVAs durch Anatoli
Solowjow und Nikolai
Budarin am 14. Juli 1995 (5h 34m), 19. Juli 1995 (3h 08m) und
21. Juli 1995 (5h 50m) unternommen. Die Abkopplung erfolgte nach 7-tägigem
gemeinsamem Flug. Das Manöver wurde vom zuvor abgekoppelten
Sojus-Raumschiff beobachtet.