Start in Baikonur; Landung 620 km
nordöstlich von Karaganda. Erster Raumflug einer Frau.
Die Ziele
dieser Mission waren die Überprüfung der Auswirkungen der
Schwerelosigkeit auf Männer bzw. Frauen, medizinisch-biologische
Forschungen, weitere Überprüfungen der Raumschiffe unter den
Bedingungen eines Gruppenfluges. Zeitweiliger Gruppenflug mit der 2 Tage zuvor
gestarteten
Wostok 5, wobei die
dichteste Annäherung etwa ca. 4,5 km betrug; während dieser Zeit
bestand direkter Funkkontakt zwischen den beiden Raumschiffen, später
mussten Relaisstationen auf der Erde vermitteln.
Während des
Raumfluges litt
Tereschkowa stark an der Weltraumkrankheit. Bemängelt
wurde, dass sie während diverser Funkkontakte keine Antworten gab. Es ist
bis heute nicht geklärt, ob das ein Fehler im Equipment war, oder ob sie
vor Angst förmlich paralysiert war und deshalb keine Antwort geben konnte.
Ursprünglich war vorgesehen, dass sie das Raumschiff teilweise selbst
steuern sollte, angesichts des Verlaufs der Mission wurde ihr das dann
allerdings verboten. Weiterhin hatte sie wohl ziemliche Schmerzen im rechten
Schienbein und aß zu wenig, weil ihr das Brot an Bord erheblich zu
trocken war.
Andererseits konnte sie Aufnahmen von Städten,
Wälder und Flüsse fotografieren. Sternenbeobachtungen gehörten
ebenfalls zu den erfolgreich absolvierten Forschungen wie auch das Schreiben an
Bord und zwei photometrische Überprüfungen. Das biologische
Experiment blieb indessen unausgeführt, weil sie nicht an die
entsprechende Vorrichtung herankam.
Während der Landung gab es
ebenfalls diverse Probleme, selbst die Bergungsmannschaften blieben davon nicht
verschont. Beide Raumschiffe landeten 2 Grad weiter nördlich als geplant.
Es wird im nachhinein vermutet, das dies durch die doppelte Signalgebung
für beide Raumschiffe bei der Rückkehr zustande gekommen sein
könnte, was man im Vorfeld so nicht überprüfen
konnte.