Start von Cape Canaveral (
KSC);
Landung in Cape Canaveral (
KSC).
STS-84 war die sechste
Shuttle-MIR-Mission. Ebenfalls an Bord war ein Spacehab-Doppelmodul, in dem
verschiedene biologische Experimente mit dem Biorack ausgeführt wurden.
Das Biorack enthielt mehrere Kammern und Zentrifugen, in denen verschieden
starke Schwerkräfte simuliert werden konnten. Untersucht wurden die
Auswirkungen der Schwerelosigkeit und kosmischer Strahlung auf Pflanzenwurzeln,
Einzeller und weiße Blutkörperchen. Ein spezieller Strahlungsmonitor
zeichnet die Stärke der einfallenden kosmischen Strahlung über die
gesamte Flugdauer auf.
Nach zweitägigem Alleinflug koppelte die
Atlantis am 17. Mai 1997 an die Raumstation MIR an. Es folgte ein
mehrtägiger gemeinsamer Flug (17. - 22. Mai 1997) mit der
23. MIR-Stammbesatzung.
Die Atlantis erprobte ein neues Docking-Verfahrens.
Hauptaufgabe
während des gemeinsamen Fluges war der Transport von 249 Gegenständen
zwischen den beiden Raumfahrzeugen. Dazu gehörten vor allem Trinkwasser,
Ausrüstungsgegenstände und Forschungsmaterial. So wurde eine
Proteinkristallzuchteinheit in die Atlantis transportiert, während in der
Gegenrichtung ein neuer Sauerstoffgenerator an Bord der Station gebracht wurde.
Während der Mission wurde eine Fotoserie von der Station angefertigt, die
Aussagen über ihren Zustand nach zehnjährigem Flug erlauben soll.
Ebenso wurden Luft- und Wasserproben in der Station genommen, die später
auf der Erde analysiert wurden. Verschiedene Interviews und Videokonferenzen
sorgten für kurze Verschnaufpausen. Vor allem Michael
Foale, der britischer Abstammung ist, und Carlos
Noriega, der in Peru geboren wurde, waren gefragt.
Außerdem befanden sich ein
ESA-Astronaut und eine russische Raumfahrerin an Bord
der Atlantis.
Michael
Foale blieb an Bord der MIR und wurde Mitglied der
23. MIR-Stammbesatzung.
Jerry
Linenger kehrte mit STS-84 zur Erde zurück.
Nach
fünf Tagen harter Arbeit wurden die Luken geschlossen und die Atlantis von
der Raumstation MIR abgekoppelt. Bei Zwischenstopps in 30, 100, 500 und 1.000
Metern Entfernung wurde ein von der
ESA entwickeltes Annäherungssystem auf Laserbasis
getestet. Mit ihm können genaue Daten über Abstand und relative
Geschwindigkeit gewonnen werden. Das sonst übliche Umfliegen der Station
entfiel damit diesmal.