Bemannte Raumflüge

Internationale Flug-Nr. 222

Sojus TM-32

Sojus TM-31
Kristall

Russland

Patch Sojus TM-32

hochauflösende Version (300 KB)

Start-, Bahn- und Landedaten

Startdatum:  28.04.2001
Startzeit:  07:37 UTC
Startort:  Baikonur
Startrampe:  1
Bahnhöhe:  192,8 - 247 km
Inklination:  51,63°
Ankopplung ISS:  30.04.2001, 07:58 UTC
Abkopplung ISS:  31.10.2001, 01:38:30 UTC
Landedatum:  06.05.2001
Landezeit:  05:41 UTC
Landeort:  46° 44' 58'' N, 69° 42' 58'' O

Crew auf dem Weg zum Start

hochauflösende Version (747 KB)

alternatives Crewfoto

alternatives Crewfoto

alternatives Crewfoto

alternatives Crewfoto

Besatzung

Nr.   Name Vorname Position Flug-Nr. Flugdauer Erdorbits
1  Mussabajew  Talgat Amangeldijewitsch  Kommandant 3 7d 22h 04m  125 
2  Baturin  Juri Michailowitsch  Bordingenieur 2 7d 22h 04m  125 
3  Tito  Dennis Anthony  Raumflugteilnehmer 1 7d 22h 04m  125 

Sitzverteilung der Besatzung

Start
1  Mussabajew
2  Baturin
3  Tito
Landung
1  Afanassjew
2  Haigneré
3  Kosejew

Animationen: Sojus

(erfordert Macromedia Flash Player)
mit freundlicher Genehmigung von www.marscenter.it

Double-Besatzung

Nr.   Name Vorname Position
1  Afanassjew  Wiktor Michailowitsch  Kommandant
2  Kosejew  Konstantin Mirowitsch  Bordingenieur

Flugverlauf

Start vom Kosmodrom Baikonur; Landung 177 km südöstlich of Dsheskasgan in Kasachstan.

Mit Sojus TM-32 flog die erste Taxi-Crew zur ISS. Nach zweitägigem Alleinflug erfolgte die Ankopplung von Sojus TM-32 am 30. April 2001 an die ISS. Es schlossen sich gemeinsame Arbeiten mit der Expedition zwei an.

Dennis Tito (USA) zahlte 20 Millionen Dollar für seinen Flug als erster Weltraum-Tourist. Hauptaufgabe des Fluges war aber der planmäßige Austausch des bisherigen "Rettungsbootes" der ISS (Sojus TM-31). Diese Funktion übernahm nun Sojus TM-32. Der regelmäßige Austausch ist wegen der begrenzten Betriebsdauer der Sojus-Raumschiffe erforderlich.

In ihren Raumanzügen hatten die Kosmonauten ihre Plätze im Landemodul eingenommen, nachdem sie die Luke zur Orbitalsektion geschlossen hatten. Dann richteten sie das Raumschiff so aus, das die Triebwerke des Geräteteils in Flugrichtung zeigten. Diese wurden kurz darauf für 105,6 Sekunden gezündet und leiteten den Abstieg zur Erdoberfläche ein. Im nächsten Schritt erfolgte das planmäßige Abtrennen der Orbitalsektion und des Geräteteils, die beide in der Erdatmosphäre verglühten. Das verbleibende Landemodul wurde so ausgerichtet, dass der Eintrittswinkel für eine möglichst genaue Landung in Kasachstan erreicht wurde. Nach dem Eintritt in die Erdatmosphäre brach der Funkkontakt wegen der heißen Plasmagase rund um die Kapsel ab. Dann löste sich der Deckel des Fallschirmbehälters und der Bremsfallschirm wurde ausgestoßen. Nachdem auch der Hitzeschutzschild abgetrennt worden war, schwebte die Sojus an ihrem Hauptfallschirm Richtung Erdboden. Kleine Feststoff-Bremsraketen, die kurz vor dem Berühren des Bodens ausgelöst worden waren, verminderten die Aufprallgeschwindigkeit. Sofort nach der erfolgreichen Landung wurden die Fallschirmleinen gekappt, damit die Kapsel nicht durch den Wind über den Boden gezogen werden konnte. Nach der Landung gehört es zum Ritual, dass die Kosmonauten das Raumschiff mit ihrer Unterschrift versehen.

Fotos


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Letztes Update am 19. September 2014.