Bemannte Raumflüge

Internationale Flug-Nr. 66

Sojus 31

Sojus 29
Jastreb

UdSSR

hochauflösende Version (369 KB)

hochauflösende Version (248 KB)

hochauflösende Version (232 KB)

Start-, Bahn- und Landedaten

Startdatum:  26.08.1978
Startzeit:  14:51 UTC
Startort:  Baikonur
Startrampe:  1
Bahnhöhe:  193 - 243 km
Inklination:  51,62°
Ankopplung Saljut 6:  28.08.1978, 16:37:37 UTC
Abkopplung Saljut 6:  02.11.1978, 07:46 UTC
Landedatum:  03.09.1978
Landezeit:  11:40 UTC
Landeort:  180 km SO von Dsheskasgan

Crew auf dem Weg zum Start

hochauflösende Version (663 KB)

alternatives Crewfoto

alternatives Crewfoto

alternatives Crewfoto

alternatives Crewfoto

alternatives Crewfoto

alternatives Crewfoto

Besatzung

Nr.   Name Vorname Position Flug-Nr. Flugdauer Erdorbits
1  Bykowski  Waleri Fjodorowitsch  Kommandant 3 7d 20h 49m  124 
2  Jähn  Sigmund Werner Paul "Sig"  Forschungskosmonaut 1 7d 20h 49m  124 

Sitzverteilung der Besatzung

Start
1  Bykowski
2  Jähn
Landung
1  Kowaljonok
2  Iwantschenkow

Animationen: Sojus

(erfordert Macromedia Flash Player)
mit freundlicher Genehmigung von www.marscenter.it

Double-Besatzung

Nr.   Name Vorname Position
1  Gorbatko  Wiktor Wassiljewitsch  Kommandant
2  Köllner  Eberhard "Eb"  Forschungskosmonaut

hochauflösende Version (596 KB)

Quelle: Space Service International

 

alternatives Crewfoto

 

alternatives Crewfoto

Flugverlauf

Sojus 31 wurde vom Kosmodrom Baikonur ins All geschossen. Die Landung erfolgte 180 km südöstlich von Dsheskasgan. Bei der Mission handelte es sich um den dritten Interkosmos-Flug.

Nach zweitägigem Alleinflug koppelte Sojus 31 am 28. August 1978 mit der Raumstation Saljut 6 und es schlossen sich gemeinsame Arbeiten mit der zweiten Stammbesatzung an.

Sigmund Jähn war der erste Deutsche im All. Während der Mission wurden wissenschaftliche Experimente auf den Gebieten Materialforschung, Erderkundung, Atmosphärenforschung, Medizin und Biologie durchgeführt. Dazu zählten wissenschaftlich-technische Experimente mit der Multispektralkamera MKF 6 zur Erdfernerkundung. Daneben wurden unter Nutzung der beiden Schmelzöfen an Bord neue Verbindungen und Halbleiterstrukturen aus Blei und Tellur hergestellt, Halbleiterkristalle gezüchtet und sogar optische Gläser geschmolzen. Beobachtungen zu Umweltverschmutzungen wurden ebenfalls vorgenommen.

Bei den Lebenswissenschaften gehörten zum Forschungsprogramm Untersuchungen zur Hörempfindlichkeit, Zeitempfindung und auch das Schmecken wurde gesondert erforscht. Daneben gab es Experimente zum Bakterienwachstum und zur Entwicklung von Einzellern. Bei der Erderkundung gehörten auch die Erdfotografie und Messungen zur Meteorologie zu den Aufgabenbereichen.

Kern der relativ einheitlichen Interkosmos-Missionen waren Originalübertragungen des Starts, von Gesprächen mit den jeweiligen Partei- bzw. Staatschefs und Grüße an die Heimatbevölkerung. Daneben wurden Beobachtungen und Aufnahmen (auch multispektral mit MKF 6 des Heimatlandes des Gastes, medizinisch-biologische Untersuchungen und Experimente mit landestypischen Produkten durchgeführt. Der Gastbesuch war auf ca. sieben Tage und 21,5 h (mit nur einer Toleranz von +/- einer Stunde) ausgelegt. Die Vorbereitung dieser Missionen benötigte nicht besonders viel Zeit, da auf meist in der Sowjetunion ausgebildete (also sprachkundige) Militärflieger zurückgegriffen werden konnte.

Eine unerwartet harte Landung der Rückkehrkapsel von Sojus 29 führte bei Sigmund Jähn zu bleibenden Wirbelsäulenschäden. Da der Fallschirm sich nicht von der Landekapsel löste, wurde sie durch die Steppe geschleift.

Fotos / Zeichnungen

Sojus 31 auf dem Weg zur Startrampe
Experiment AUDIO
 

©      

Letztes Update am 08. März 2014.