Start in Baikonur; Landung 70 km nördlich
von Karaganda.
Die Hauptaufgabe dieser Mission war die komplette
Überprüfung aller Systeme während des Fluges, was sich nach der
Tragödie von
Sojus 1 als notwendig
erwies. Gleichzeitig sollte aber auch wieder ein Kopplungsmanöver mit der
am 25. Oktober 1968 gestarteten unbemannten Kapsel Sojus 2 stattfinden. Die
Annäherung an die unbemannte Kapsel erfolgte zunächst austomatisch.
Bei etwa 180m - 200m Abstand schaltete
Beregowoi wie vorgesehen auf Handsteuerung um. Er brach den
Anflug dann aber ab, weil die Positionsleuchten von Sojus 2 auf eine falsche
Ausrichtung der Raumschiffe hindeuteten. Seine Kapsel hatte zwei Dauerleuchten
oben und zwei Blinklichter unten. Entweder waren diese falsch montiert oder
eingestellt oder aber
Beregowoi hatte sie verwechselt. Zu allem Unglück
erfolgte die Annäherung auf der Nachtseite der Erde.
Beregowoi wollte lieber warten, bis er auf der Tagseite war,
nun aber waren die Kapseln soweit voneinander abgedriftet, dass nach insgesamt
3 Kopplungsversuchen das Vorhaben abgebrochen werden musste. Die
Telemetriedaten zeigten an, dass während der 30-minütigen
automatischen Annäherung nur 3 Liter von 30 Liter Treibstoff verbraucht
worden waren,
Beregowoi hatte bei seinen manuellen Versuchen
anschließend 40 Liter in 2 Minuten verbraucht. Alles in allem wurde
später der Kosmonaut für das diesbezügliche Scheitern
verantwortlich gemacht.
Beregowoi blieb noch einige Tage im All und testete das
Raumschiff eingehend. Unter anderem testete er das Lageregelungssystem, das
sich an einem Stern orientierte. Hierzu schaltete
Beregowoi das System kurzzeitig aus, drehte das Raumschiff
zur Sonne und schaltete das System wieder an. Die Automatik versuchte, das
Raumschiff wieder in die vorherige Lage zu bringen, versagte dabei jedoch, weil
das System den Stern nicht mehr finden konnte. Auch Fernsehübertragungen
gab es von Bord der Kapsel.
Die Landung erfolgte ohne Probleme nur 10
km vom geplanten Landepunkt entfernt.