Start in Baikonur; Landung nahe Orenburg (40 km
von Nowoorsk / 3 km von Karabutak).
Erster bemannter Test des
Sojus-Raumschiffes. Ursprünglich war geplant, dass auch das Raumschiff
Sojus 2 mit 3
Kosmonauten gleich danach starten sollte und zwei Kosmonauten sollten dann
während des gemeinsamen Fluges zu
Komarow in die Kapsel steigen. Die zweite Mission fand aber
nach offiziellen Stellungnahmen wegen heftigen Regens über Baikonur nicht
statt.
Schon kurz nach Erreichen der Erdumlaufbahn gab es die ersten
großen Schwierigkeiten an Bord der Kapsel. Ein Sonnenkollektor entfaltete
sich nicht, so dass die Mission gleich zu Beginn unter Energieproblemen litt.
Daneben gab es Probleme mit der Steuerung der Kapsel, so dass diese nicht zur
Sonne ausgerichtet werden konnte. Folglich konnte auch das zweite Sonnenmodul
nur sehr eingeschränkt Leistung produzieren. Zu allem Überfluss
klappte auch die Funkverbindung nicht einwandfrei, so dass es nur eine
Verbindung über UKW gab, wenn sich die Kapsel über sowjetischem
Gebiet befand. Dies alles ist dann möglicherweise schon der Grund gewesen,
Sojus 2 nicht zu
starten.
So kam es zu einem Abbruch der Mission und einer Notlandung.
Allerdings war auch das automatische Zünden der Bremsraketen nicht
möglich, so dass
Komarow dies im 18. Erdumlauf manuell erledigte. Dennoch
hörten die Schwierigkeiten nicht auf. Der in 6,5 km ausgestoßene
Fallschirm entfaltete sich nicht und auch der manuell ausgestoßene
Reserveschirm verfing sich im Bremsschirm, mit dem Ergebnis, dass die Kapsel
nahezu ungebremst der Erde entgegenraste. Beim Aufprall wurde
Komarow getötet.
Seine verzweifelten Hilferufe
wurden angeblich im Westen von Funkamateuren mitgehört. Auch soll er sich
bitter über das Raumschiff und deren Konstrukteure beschwert haben.
Nachweise liegen darüber aber nicht vor. Möglicherweise waren dies
also nur "wilde Geschichten" der Presse.