Bemannte Raumflüge

Internationale Flug-Nr. 23

Sojus 1

UdSSR

Patch Sojus 1

Start-, Bahn- und Landedaten

Startdatum:  23.04.1967
Startzeit:  00:35 UT
Startort:  Baikonur
Startrampe:  1
Bahnhöhe:  203,1 - 221,1 km
Inklination:  51,72°
Landedatum:  24.04.1967
Landezeit:  03:23 UT
Landeort:  ~ 51° 30' N, ~ 59° 55' O
Wladimir Komarow

Besatzung

Nr.   Name Vorname Job Flug-Nr. Flugdauer Erdorbits
1 UdSSR  Komarow  Wladimir Michailowitsch  Kommandant 2 1d 02h 47m  18 

Sitzverteilung der Besatzung

Start
1  Komarow
Raumschiff Sojus
Landung
1  Komarow

Animationen: Sojus

Start verlassen des Orbit Eintritt in Atmosphäre
(erfordert Macromedia Flash Player)
mit freundlicher Genehmigung von www.marscenter.it

Double-Besatzung

Nr.   Name Vorname Job
1 UdSSR  Gagarin  Juri Alexejewitsch  Kommandant
Crew Sojus 1 (Flug-und Ersatz-Mannschaft)
Juri Gagarin

Flugverlauf

Start in Baikonur; Landung nahe Orenburg (40 km von Nowoorsk / 3 km von Karabutak).

Erster bemannter Test des Sojus-Raumschiffes. Ursprünglich war geplant, dass auch das Raumschiff Sojus 2 mit 3 Kosmonauten gleich danach starten sollte und zwei Kosmonauten sollten dann während des gemeinsamen Fluges zu Komarow in die Kapsel steigen. Die zweite Mission fand aber nach offiziellen Stellungnahmen wegen heftigen Regens über Baikonur nicht statt.

Schon kurz nach Erreichen der Erdumlaufbahn gab es die ersten großen Schwierigkeiten an Bord der Kapsel. Ein Sonnenkollektor entfaltete sich nicht, so dass die Mission gleich zu Beginn unter Energieproblemen litt. Daneben gab es Probleme mit der Steuerung der Kapsel, so dass diese nicht zur Sonne ausgerichtet werden konnte. Folglich konnte auch das zweite Sonnenmodul nur sehr eingeschränkt Leistung produzieren. Zu allem Überfluss klappte auch die Funkverbindung nicht einwandfrei, so dass es nur eine Verbindung über UKW gab, wenn sich die Kapsel über sowjetischem Gebiet befand. Dies alles ist dann möglicherweise schon der Grund gewesen, Sojus 2 nicht zu starten.

So kam es zu einem Abbruch der Mission und einer Notlandung. Allerdings war auch das automatische Zünden der Bremsraketen nicht möglich, so dass Komarow dies im 18. Erdumlauf manuell erledigte. Dennoch hörten die Schwierigkeiten nicht auf. Der in 6,5 km ausgestoßene Fallschirm entfaltete sich nicht und auch der manuell ausgestoßene Reserveschirm verfing sich im Bremsschirm, mit dem Ergebnis, dass die Kapsel nahezu ungebremst der Erde entgegenraste. Beim Aufprall wurde Komarow getötet.

Seine verzweifelten Hilferufe wurden angeblich im Westen von Funkamateuren mitgehört. Auch soll er sich bitter über das Raumschiff und deren Konstrukteure beschwert haben. Nachweise liegen darüber aber nicht vor. Möglicherweise waren dies also nur "wilde Geschichten" der Presse.

Fotos

Sojus 1 auf der Startrampe Absturzstelle Sojus 1
Beisetzung Komarow  

©      

Letztes Update am 11. April 2008.

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