Bemannte Raumflüge

Internationale Flug-Nr. 38

Apollo 14

USA

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Start-, Bahn- und Landedaten

Startdatum:  31.01.1971
Startzeit:  21:03:02.57 UTC
Startort:  Cape Canaveral (KSC)
Startrampe:  39-A
Bahnhöhe Erde:  183 - 185 km
Bahnhöhe Mond:  109 - 313 km
Inklination Erde:  32,56°
Inklination Mond:  166,0°
Abkopplung CSM-LM:  05.02.1971, 04:50:43 UTC
Mondlandung:  05.02.1971, 09:18:11 UTC
Landepunkt:  3° 38' 43.08" S 17° 28' 16.90" W
Ankopplung CSM-LM:  06.02.1971, 20:35:42 UTC
Landedatum:  09.02.1971
Landezeit:  21:05:00 UTC
Landeort:  27° 2' S, 172° 67' W

Crew auf dem Weg zum Start

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Besatzung

Nr.   Name Vorname Position Flug-Nr. Flugdauer Erdorbits
1  Shepard  Alan Bartlett, Jr. "Al"  CDR 1 9d 00h 01m 57s  1,5 
2  Roosa  Stuart Allen "Stu"  CMP 1 9d 00h 01m 57s  1,5 
3  Mitchell  Edgar Dean "Ed"  LMP 1 9d 00h 01m 57s  1,5 

Sitzverteilung der Besatzung

1  Shepard
2  Roosa
3  Mitchell

Ersatz-Besatzung

Nr.   Name Vorname Position
1  Cernan  Eugene Andrew "Gene"  CDR
2  Evans  Ronald Ellwin, Jr. "Ron"  CMP
3  Engle  Joe Henry  LMP

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Unterstützungs-Mannschaft

  Surname Given names
 McCandless  Bruce II
 Pogue  William Reid
 Chapman  Philip Kenyon

Flugverlauf

Apollo 14 begann seinen Weg zum Mond von Cape Canaveral (KSC). Der Start musste wegen schlechten Wetters erstmalig in der Apollo-Geschichte um etwa 40 Minuten verschoben werden. Die Wasserung der Kapsel erfolgte in der Nähe der Samoa-Inseln im Pazifik.

Das Command Module (CM) hatte einen Basisdurchmesser von 3,91 m und eine Höhe von 3,48 m. Die Masse der Kapsel unterschied sich je nach Mission geringfügig voneinander und betrug zwischen 5.569 kg und 5.840 kg.
Die Kommandokapsel bestand aus zwei ineinander verschachtelten Hüllen, der inneren Druckkabine und dem äußeren Hitzeschild. Die Bauteile wurden nach besonderen Verfahren verschweißt, um der Konstruktion eine möglichst hohe Stabilität bei gleichzeitiger Elastizität zu geben.
In der Mannschaftskabine befanden sich drei Liegesitze und alle wesentlichen Steuerungs- und Überwachungsanlagen. Die Liegesitze waren mit Stoßdämpfern versehen, um die Astronauten bei einer eventuellen Landung auf dem Erdboden vor Verletzungen zu bewahren.
Der Hitzeschild umgab die gesamte Kapsel, um bei der Abbremsung in der Erdatmosphäre von etwa 40.000 km/h auf wenige hundert km/h die auftretende Hitze von bis zu 3.000 Grad Celsius nicht in die Kabine eindringen zu lassen. Der Hitzeschild bestand aus rostfreiem Stahl und einem darüber befindlichen abschmelzbaren Kunststoff. An der Unterseite des CM war er besonders dick ausgeführt.
Die Isolierung des Innenraumes vor großer Hitze war durch die Luke, vier Fenster und zwei Öffnungen für astronomische Sextanten besonders schwierig. Der Hitzeschutzschild am oberen Teil des Konus, also im Bereich des Umstiegstunnels wurde kurz vor der Landung abgesprengt, um die Behälter für die Fallschirme freizugeben.
Die Anordnung der Instrumentengruppen zwischen Außenwand und Druckkabine gewährleistete einen zusätzlichen Strahlenschutz. Ebenso konnten Mikrometeoriten durch diese Konstruktion aufgehalten werden.
Der Schwerpunkt der Kapsel war von der Symmetrieachse versetzt, um beim Eintritt in die Erdatmosphäre den korrekten Anstellwinkel zu erreichen. Durch Drehen der Kapsel um die Längsachse konnte die Richtung des Auftriebsvektors während des Fluges durch die höheren Luftschichten geändert und damit der Landeplatz in Grenzen verändert werden.
Mit dem Lebenserhaltungssystem (LSS) wurde der Innenraum mit Sauerstoff, verträglichen Temperaturen sowie dem korrekten Luftdruck und Feuchtigkeit versorgt. Es wurde eine reine Sauerstoffatmosphäre mit einem Druck von 353 hPa verwendet.
Der Lebensmittelvorrat bestand aus bis zu 60 teils individuell zusammengestellten Menüs. Jeder Astronaut erhielt täglich eine Ration von 635 Gramm mit etwa 2.800 Kalorien. Diese bestanden zu 20 % aus Proteinen, 62 % Kohlehydraten und 18 % Fett.
Zur Hygiene dienten feuchte Tücher. Der Urin wurde über Bord gepumpt, während die festen Abfallstoffe gesammelt wurden.
Die Bordapotheke umfasste verschiedene Spritzen, Antibiotika und verschiedene Medikamente. Darunter befanden sich 72 Aspirin, 21 Schlaftabletten, Augentropfen, Nasenspray, Verbandsstoffe und Fieberthermometer.
In zwei Rucksäcken war ein Überlebenspaket für Landungen fernab der vorgesehenen Zielgebiete untergebracht. Sie enthielten Signallampen, Notsender, Batterien, Messer, Wasserflaschen, Sonnenbrillen, Sonnencreme, ein Schlauchboot, Markierungssysteme, Anker und Notrationen. Im Notfall wäre damit eine zweitägige Suche der Astronauten im geografischen Bereich von 40 Grad Süd bzw. Nord abgedeckt gewesen.
Das Steuerungs- und Navigationssystem bestand aus einem Trägheits-Kreiselsystem, das mit einem Sextanten, einem Teleskop und einem Fotometer zur Horizontsuche gekoppelt war. Damit konnten die Astronauten die Position des Raumschiffs, seine Geschwindigkeit und die Beschleunigungswerte feststellen. Der Bordrechner hatte zwar im Vergleich zu heutigen Rechnern nur das Niveau hochwertiger Taschenrechner, war aber zur Ermittlung der Flugbahn oder -lage und eventuell notwendiger Korrekturen ausreichend. Die Anlage zur Stabilisierung und Überwachung der Fluglage bestand aus zwei Fluglage-Messgeräten, vier Anzeigetafeln, vier Handsteuerungsknüppeln und fünf elektronischen Kontrollbaugruppen.
Zur Änderung der Fluglage dienten die Triebwerke des Reaction Control System (RCS). Durch die Aktivierung bestimmter Düsenpaare konnte das Raumschiff um alle drei Achsen gedreht werden.
Der Sprechfunkverkehr und die Digitaldaten wurden auf der Erde über einen S-Band Transponder empfangen, der auf einer Frequenz von 2.287,5 MHz arbeitete.
Die Stromversorgung wurde durch drei Brennstoffzellen gewährleistet, bei denen als Nebenprodukt Trinkwasser abfiel. Eine Brennstoffzelle lieferte zwischen 563 und maximal 2.295 Watt elektrische Leistung. Die Ausgangsspannung lag bei 29 Volt. Zur Versorgung des CM während der Landung standen drei chemische Batterien zur Verfügung.
Die Kommandokapsel und die Mondlandefähre waren durch einen Kopplungsmechanismus miteinander verbunden. Er bestand aus einem Kopplungstrichter an der Landefähre, in den ein Führungsstab eingeführt werden musste. Stoßdämpfer und Gelenke zum Ausgleich seitlicher Bewegungen sowie 12 Verschlussbolzen und verschiedene Dichtungen sorgten für eine sichere Verbindung. Nach Herstellen der sicheren Verbindung wurde das Führungselement aus dem Tunnel entfernt.
Kurz vor der Wasserung - etwa in 15 km Höhe - wurde der Kegel am spitzen Ende des CM abgesprengt, um die Fallschirme freizugeben. In 7.600 m Höhe wurden zuerst zwei Stabilisierungsfallschirme mit je 4 m Durchmesser ausgestoßen. Nach deren Abwurf wurden in 4.600 m Höhe drei Hilfsschirme von je 3 Meter Durchmesser freigesetzt, die die drei Hauptfallschirme mit je einem Durchmesser von 25,4 m herauszogen. Bereits mit zwei Hauptschirmen war eine sichere Landung möglich.

Das Service Module (SM) befand sich direkt hinter der Kommandokapsel und diente der Unterbringung wichtiger Systeme. Dazu gehörten die Lageregelungs-Triebwerke (RCS), das Haupttriebwerk (Service Propulsion System = SPS), die Treibstoffe (Hydrazin), die Druckgasförderung (Helium), das Lebenserhaltungs- und Energieversorgungssystem und der Wasservorrat.
Das Gehäuse hatte die Form eines Zylinders mit einem Durchmesser von 3,91 m bei einer Höhe von 3,94 m. Mit der SPS-Düse und dem oberen Radiator ergab sich eine Gesamthöhe von 7,49m. Die Masse betrug zwischen 8.949 kg (bei Apollo 7) und 24.514 kg (bei Apollo 16).
Das SM war aus einer Aluminiumlegierung gefertigt und in sechs Sektionen aufgeteilt, die um einen zentralen Helium-Druckgasbehälter angeordnet waren. Die Sektoren 2, 3, 5 und 6 enthielten Treibstoff und Oxidator für das Haupttriebwerk SPS. In Sektor 4 waren die Brennstoffzellen sowie der Sauerstoff- und Wasserstoffvorrat untergebracht. Sektor 1 war zunächst leer und wurde bei den Flügen Apollo 15, 16 und 17 als SIM-Bay (Scientific Instrument Module) genutzt und enthielt verschiedene wissenschaftliche Geräte zur Monderkundung. Die Verkleidung dieses Sektors wurde im Flugverlauf abgeworfen, so dass auf dem Rückflug zur Erde ein Astronaut per Außenbordeinsatz die dort befindlichen Filmkassetten bergen konnte.
Das RCS-Steuerungssystem bestand aus 16 Triebwerken mit je etwa 440 N Schub, die zu je vier unabhängigen Gruppen im Abstand von 90 Grad zusammengefasst waren. Jedes dieser Hydrazin-Triebwerke hatte eine Masse von 2,3 kg, einen Durchmesser von 14 cm und eine Länge von 35 cm.
Wichtiger war jedoch das SPS mit einer Länge von 2,6 m. Dieses Haupttriebwerk lieferte einen Vakuumschub von 98 kN und brannte bis zu 10,5 Minuten. Das SPS musste in hohem Grad zuverlässig sein, da nur mit diesem Triebwerk das Verlassen des Mondorbits möglich war. Der Schwenkmechanismus des SPS bestand aus Elektromotoren, Zahnrad-Getrieben und magnetischen Kupplungen.

Das Lunar Module (LM) war zweiteilig. Da das LM nur im Weltraum einsetzbar war, mussten auf aerodynamische Aspekte keine Rücksicht genommen werden. So entstand ein asymmetrisches, spinnenartiges Fluggerät. Es hatte eine Gesamthöhe von etwa 7 m und der Durchmesser des Hauptkörpers betrug 4,3 m. Während des Landevorganges bildeten die Descent Stage (DS), also die Landestufe, und die Ascent Stage (AS), die Startstufe, eine Einheit.
Die Landestufe, also der untere Teil der Mondlandefähre, beinhaltete die Pilotenkabine, die Steuereinrichtungen, das Aufstiegstriebwerk (APS), die RCS-Steuertriebwerke, das Landeradar sowie die Kopplungs- und Umstiegseinrichtung. An den vier Enden des kreuzförmigen Grundrisses waren die Landebeine montiert. Diese waren so konstruiert, dass sie während des Fluges zum Mond eingeklappt waren und erst vor Beginn des Landeanfluges in ihre Landeposition ausgeklappt wurden. Auf dem Bein vor der Ausstiegsluke war eine Plattform montiert, an die sich eine Leiter anschloss. Am Ende jedes Landebeines befanden sich Füße mit einem Durchmesser von 0,95 m. An deren unterem Endewaren Bodenfühler angebracht, die beim Berühren der Mondoberfläche das Landetriebwerk abschalteten.
In der Mitte des unteren Endes der Landestufe war das DPS-Landetriebwerk montiert. Die Treibstoffbehälter, das Landeradar und die Batterien waren kreisförmig um das Landetriebwerk angeordnet. Das Landetriebwerk war im Bereich von 4,7 bis 28 kN automatisch oder manuell regulierbar. Die kardanische Aufhängung erlaubte Schwenks von bis zu 6 Grad. Die maximale Brenndauer betrug etwa 910 Sekunden. Der Treibstoff war in vier Behältern von 1,8 Kubikmetern untergebracht.
In der MESA-Bucht (Modularized Equipment Storage Assembly) wurde die wissenschaftliche Ausrüstung und bei den späteren Mondlandungen das Lunar Rover Vehicle (LRV) untergebracht. In den anderen Buchten befanden sich die Tanks für Sauerstoff und Kühlwasser.
Zur Temperaturregulierung und zum Schutz vor Mikrometeoriten war die gesamte Landestufe mit einer goldfarbenen Schutzfolie eingehüllt.
Die Versorgung mit elektrischer Energie wurde durch Silber/Zink-Batterien gewährleistet. Sie hatten eine Kapazität von je 400 Ah und wogen jeweils etwa 57 kg.
Die Aufstiegsstufe AS war aus Aluminium und Titan gefertigt. Sie bestand aus drei Teilen: der Pilotenkabine, dem Mittelteil und dem Ausrüstungsraum. Die beiden erstgenannten Teile standen unter einem Druck von 353 hPa.
Die Pilotenkabine im vorderen Teil hatte einen zylindrischen Querschnitt von 2,35 m Durchmesser und 1 m Tiefe. Hier standen die Astronauten während der Landung und des Rückstarts angeschnallt vor den Instrumentenkonsolen. Darüber befanden sich zwei dreieckige Fenster. Im unteren Teil war die Ausstiegsluke angebracht. Über dem links stehenden Astronauten war im Dach ein weiteres Fenster eingelassen. Es wurde in erster Linie für das Rendezvous mit dem Mutterschiff genutzt. Unter den Konsolen befanden sich Behälter für Lebensmittel und Abfall.
Der hintere Teil der Druckkabine war etwa 2 m lang, 1,5 m hoch und hatte einen leicht elliptischen Querschnitt. Er diente den Astronauten als Schlaf- und Aufenthaltsraum. Für die Schlafperioden legten sie sich in Hängematten.
In der Decke des hinteren Teils befand sich der Umstiegstunnel mit 0,81 m Durchmesser und einer Länge von 0,40 m. Die zweiköpfige Besatzung der Mondlandefähre gelangte durch diesen Tunnel im Kopplungsstutzen der Fähre und der Apollo-Kapsel in das LM.
Das Lebenserhaltungssystem (LSS) war in der hinteren Wand der Pilotenkabine untergebracht und bestand aus vier Komponenten: dem Revitalisierungsgerät, dem Wärmeaustauscher, dem Sauerstoffkreislauf und dem Wasserkreislauf.
Das in den Boden eingelassene Aufstiegstriebwerk entwickelte einen konstanten Schub von 15,6 kN und war nicht regelbar. Der Treibstoff wurde in zwei Behältern von 1 Kubikmeter Rauminhalt gelagert und mit Heliumdruckgas gefördert. Für das Aufstiegstriebwerk gab es keinen Ersatz, so dass die Astronauten auf dessen fehlerfreiem Funktionieren angewiesen waren.
Zur Regulierung der Fluglage waren vier Vierergruppen von RCS-Triebwerken zuständig.
Der Sprechfunkverkehr mit der Erde wurde im S-Band abgewickelt. Die Verbindung mit dem im Mondorbit befindlichen CSM erfolgte im VHF-Bereich. Während des Aufenthaltes auf der Mondoberfläche fand die Kommunikation mit dem LM im UHF-Bereich statt. Insgesamt standen zwei S-Band und zwei VHF/UHF-Sende- und Empfangsanlagen zur Verfügung. Neben zwei S-Band Antennen, vier C-Band Antennen, 2 VHF-Antennen und 2 UHF/VHF-Antennen wurde ab Apollo 12 eine steuerbare 66 cm Parabolantenne genutzt.
Zur Stromversorgung waren in der Aufstiegsstufe zwei Batterien von je 296 Ah untergebracht. Davon hätte im Notfall eine für den Rückstart und das Rendezvous ausgereicht.

Der Modularized Equipment Transporter (MET) war als Zwischenlösung bis zur Nutzung des LRV-Mondautos entwickelt worden und wurde nur bei Apollo 14 eingesetzt.
Das "Rikscha" genannte Gerät war aus Aluminium gefertigt und hatte eine Länge von 2,18m bei einer Breite von 0,99 m. Seine Höhe betrug 0,81 m. Während des Fluges zum Mond war der MET in der Modularized Equipment Storage Assembly (MESA) untergebracht. Für Bewegungen auf der Mondoberfläche diente eine Hand-Zugstange. Das Gerät hatte zwei Räder und zwei Standbeine. Die Räder waren 10 cm breit und hatten einen Durchmesser von 40,6 cm.
Die Leermasse des MET betrug etwa 12 kg, während auf dem Mond 63,5 kg Nutzlast zugeladen werden konnte. Sie bestand aus Werkzeugen, geologischen Instrumenten, Schaufeln, Messgeräten, Fotokameras, einer Stereokamera, einem Magnetometer und zahlreichen Beuteln für Bodenproben. Je nach Gelände war auf dem Mond eine Fortbewegungsgeschwindigkeit von etwa 1,1 m/s möglich.

Das Apollo Lunar Surface Experiments Package (ALSEP) war ein Gerätekomplex zur Durchführung wissenschaftlicher Langzeitexperimente auf der Mondoberfläche. Die Zusammensetzung variierte bei den fünf Einsätzen.
Zur Grundausstattung bei allen Missionen gehörten folgende Bauteile:
Die Basisstation, das Herz der Anlage, übernahm die gesamte Kommunikation mit der Erde und verteilte Energie an die eigentlichen Geräte. Die Funkverbindung mit der Erde wurde über eine 58 cm lange modifizierte Helical-Antenne, die von den Astronauten manuell zur Erde ausgerichtet wurde, aufrechterhalten. Die bei einem Volumen von knapp 35 l etwa 25 kg schwere, durch Ziehen eines Bolzens auffaltbare Basisstation enthielt die entsprechenden Sender, Empfänger und die Datenaufbereitung.
Der Radioisotope Thermoelectric Generator (RTG) nutzte die Zerfallswärme von Plutonium 238, um etwa 70 Watt elektrischer Leistung für den Betrieb der Experimente zu erzeugen.
Die glühend heiße Kapsel mit den Plutonium-Pellets, der RTG-Behälter, musste von den Astronauten aus einem außen am LM befestigten Schutzbehälter in den Generator umgeladen werden. Der Behälter war dafür ausgelegt, eine Explosion am Startort oder einen Wiedereintritt in die Erdatmosphäre zu überstehen, ohne Radioaktivität freizusetzen.
Die weiteren wissenschaftlichen Experimente waren:
Laser-Retroreflektor, Laser Ranging Retroreflector (LRRR): Durch die Messung der Laufzeit eines Laserpulses sind extrem genaue Messungen des Abstandes des Mondes von der Erde möglich. Die LRRRs von Apollo 11 und 14 sind baugleich, das Gerät von Apollo 15 enthält 300 statt 100 Prismen und wurde von den Astronauten mit dem Rover zu seinem Platz gebracht, erbrachte allerdings nur die gleiche Leistung wie die kleineren Geräte.
Das Passive Seismic Experiment (PSE) war zur Detektion von Mondbeben, natürlichen wie künstlich ausgelösten, entworfen, um Erkenntnisse über den Tiefenaufbau des Mondes zu erhalten.
Das Active Seismic Experiment (ASE) ergänzte das PSE um drei Geophone, die in einer Linie von der Basisstation ausgelegt wurden. Daneben umfasste das ASE einen von den Astronauten bedienten "Klopfer" (Thumper), der 22 Patronen zur Erzeugung kleiner Schocks enthielt, sowie vier größere Ladungen, die nach dem Verlassen des Mondes ferngezündet wurden. Ziel war die seismische Erkundung der Landestelle in mehrere hundert Meter Tiefe.
Mit dem Suprathermal Ion Detector Experiment (SIDE) wurden verschiedene Eigenschaften positiver Ionen auf dem Mond gemessen. Ziel war, mögliche Interaktionen mit solarem Plasma und die elektrischen Eigenschaften der Mondoberfläche zu bestimmen.
Das Cold Cathode Ion Gauge (CCIG) war zur Bestimmung des extrem niedrigen Drucks der Mondatmosphäre gebaut. Es wurde seitlich mit Kabeln an das SIDE angehängt, da sein starkes Magnetfeld am ursprünglich vorgesehenen Ort im Inneren zu Störungen geführt hätte.
Das Charged Particle Lunar Environment Experiment (CPLEE) maß unmittelbar die Flussdichte geladener Teilchen, insbesondere Elektronen und Ionen aus dem Sonnenwind.

Wie bei allen Mondflügen im Apollo-Programm wurde erst eine Erdumlaufbahn angesteuert, bevor die dritte Stufe ein zweites Mal gezündet wurde, um das Raumschiff auf den Weg zum Mond zu bringen. Probleme bereitete das Flugmanöver, mit dem auf dem Hinflug die Mondlandefähre „Antares“ an die Nase des Apollo Kommandomoduls „Kitty Hawk“ gesteuert und angedockt wird. Stuart Roosa benötigte sechs Anläufe, bis es gelang, in der Folge traten aber keine Probleme mit dem System mehr auf.

Apollo 14 markierte das dritte Mondlandeunternehmen. Als Landegebiet hatten die Wissenschaftler das Fra-Mauro-Gebirge ausgewählt. Alan Shepards Mondanzug war erstmals mit roten Streifen versehen, damit man auf den Fotos und Filmaufnahmen den Kommandanten besser vom Mondfährenpiloten unterscheiden konnte.

Zwei Mondspaziergänge wurden von Alan Shepard und Edgar Mitchell ausgeführt.

Der erste Ausstieg aus der Mondlandefähre am 05. Februar 1971 dauerte 4h 48m. Während Alan Shepard das Sonnensegel aufstellte, begann Edgar Mitchell mit dem Sammeln von ersten Mondproben. Neben diesen Notfallproben wurden auch Bilder der LM-Schleifspuren auf dem Mond und des durch das Triebwerk entstandenen Kraters angefertigt. Die Fernsehkamera hatten die Astronauten in etwa 15 Metern Entfernung aufgestellt. Von hier aus konnten die Astronauten gut beobachtet werden. Diesmal gingen sie sehr sorgsam mit dem kostbaren Gerät um, weil niemand vergessen hatte, dass bei Apollo 12 die Fernsehkamera beschädigt wurde.
Edgar Mitchell sah man deutlich an, dass die Bewegungen im dicken Mondstaub einer gewissen Anstrengung bedurften. Immer wieder sah es so aus, als rutschte er auf dem Boden etwas seitlich ab. Alan Shepard meinte, dass es kein Problem sei, zum Cone-Krater zu gelangen. Dies erwies sich jedoch als Fehleinschätzung, wie sich später herausstellte. Gegen 16:30 UTC wurde der MET (Modularized Equipment Transporter), oder auch Rikscha genannt, aus der Unterstufe der Landefähre herausgeholt und beladen. Etwa 15 Minuten später entfernten sich die Astronauten, um einen geeigneten Platz für das Apollo Lunar Surface Experiment Package (ALSEP) zu finden. Etwa 180 Meter westlich der Mondlandefähre wurde es dann aufgebaut, nachdem man einige Schwierigkeiten hatte, einen geeigneten Ort dafür zu finden. Die Bewegung des MET wurde hier noch als sehr leicht beschrieben. Zuvor waren die Notfallproben bereits im LM verstaut worden.
Vorher war die Flagge der USA aufgestellt worden und Edgar Mitchell übertrug mit der Fernsehkamera ein Panoramabild der Landegegend zur Erde.
Gegen 17:24 UTC hatte Edgar Mitchell die Geophone für die aktiven seismischen Experimente ausgelegt und wenig später den "Granatwerfer" aufgebaut.
Gegen 17:44 UTC wurde die SNAP-Energieversorgung angeschlossen, während der Aufbau der ALSEP-Station weiterging. Nach 18:00 UTC begannen die ersten seismischen Experimente, bei denen mit kleinen Explosivladungen gezielte Stöße auf den Mondboden ausgeführt wurden.
Auf dem Rückweg zur Mondlandefähre sammelten die Astronauten weiteres Gesteinsmaterial. Etwa 20 kg Gestein war die Ausbeute des ersten Ausstiegs. Nach dem Ende dieser EVA fand sich ein winziges Loch am Handschuh von Edgar Mitchell, das sofort abgedichtet wurde.

Während der darauf folgenden Ruhephase profitierten Alan Shepard und Edgar Mitchell von Hängematten, die sie in der Landefähre aufspannten und die, bei geringem Zusatzgewicht, den Schlafkomfort erheblich verbesserten.

Der zweite Ausstieg erfolgte am 06. Februar 1971 und dauerte 4h 35m. Der zweite Ausflug hatte zum Ziel, am oberen Rand des Mondkraters Cone, der einen beachtlichen Durchmesser von 300 m hat und 40 m tief ist, Gesteinsproben zu nehmen. Sie erreichten den Krater jedoch nicht. Den erstmals mitgeführten „Modular Equipment Transporter“ (MET), einen antriebslosen Handwagen, durch den tiefen Mondstaub zu bewegen war anstrengend und kostete mehr Zeit und Atemluft als gedacht. Außerdem kamen die beiden Astronauten etwas in südlicher Richtung von ihrer Route ab. In den vier Stunden und 23 Minuten legten die Astronauten rund drei Kilometer Wegstrecke auf dem Mond zurück.
Anhand von hochaufgelösten Aufnahmen der LROC wurde im August 2009 festgestellt, dass sie wegen ungenügender Geländeinformation den Kraterrand um nur 30 m verfehlten.
Auf ihrem Weg zurück zur Mondlandefähre führten die Astronauten auch ein Kommunikationsexperiment aus, indem sich Alan Shepard hinter einen großen Felsbrocken stellte, der ihn abschirmte.
Um 10:21 Uhr begann der Rückweg der beiden Astronauten am Flank-Outpost und Weird-Krater vorbei zur Triplet-Formation hin zum ALSEP. Die Bodenstation hatte die Astronauten gebeten, nochmals zur ALSEP-Station zu gehen, um eine Justierung der Experimente durchzuführen, da die Daten nicht immer deutlich übermittelt wurden.
Am Ende der letzten EVA wurde Alan Shepard dann auch zum ersten Golfspieler auf dem Mond. Er zog zwei Golfbälle aus seiner Tasche und schlug sie mittels eines aus dem Stiel eines Probenentnahmewerkzeugs und einem mitgebrachten Eisen-6-Kopf gebauten Golfschlägers mehrere hundert Meter weit, was er mit „Miles and miles and miles“ kommentierte.

Während des Mondaufenthaltes seiner Kollegen umkreiste Stuart Roosa den Mond im Raumschiff, das man Kitty Hawk genannt hatte. Er machte während dieser Zeit astronomische Aufnahmen und fotografische Aufnahmen vom Mond einschließlich Fotos vom vorgesehen Landegebiet von Apollo 16.

Am 06. Februar 1971 um 18:48.44 UTC wurde das Triebwerk der Oberstufe der Antares gezündet. Nach 7 Minuten und 12 Sekunden Brenndauer wurde das Aufstiegstriebwerk abgeschaltet. Die Geschwindigkeit betrug nun 6.078 km/h und die Antares bewegte sich 47 km hinter der Kitty Hawk. Das Ankoppeln verlief jetzt ohne Probleme. Nach Öffnen der Verbindungsluke wurden alle nötigen Gegenstände von der Mondlandefähre in die Kommandokapsel gebracht. Nachdem auch die beiden Mondfahrer umgestiegen waren, wurde Antares um 22:48 abgekoppelt und auf eine Bahn gebracht, die sie um 00:48 UTC des 07. Februar 1971 auf dem Mond aufschlagen ließ. Der Aufschlagort lag zwischen Apollo 12 und Apollo 14, so dass die Vibrationen etwa eineinhalb Stunden lang von beiden ALSEP-Stationen registriert werden konnten.

Die Rückkehr verlief ohne Probleme und sie wasserten etwa 7 km vom Bergungsschiff USS New Orleans entfernt. Die Landekapsel verfehlte den anvisierten Zielpunkt nur um 1,1 km und hatte damit die genaueste Landung aller Apollo-Missionen. Wie die Besatzungen von Apollo 11 und Apollo 12 mussten auch Alan Shepard, Stuart Roosa und Edgar Mitchell nach der Landung Schutzanzüge anlegen und sich 16 Tage lang in Quarantäne begeben. Wie bei den zwei vorigen Besatzungen wurden keinerlei Anzeichen von „Mondviren“ entdeckt, so dass bei späteren Flügen auf diese Vorsichtsmaßnahme verzichtet wurde.

Die Apollo-14-Mission war zu diesem Zeitpunkt die wissenschaftlich erfolgreichste. So lieferte das mitgebrachte Gestein mit einem Gesamtgewicht von 42,9 kg viele wertvolle Informationen zur Datierung des Mondalters. Auch die im Umfeld der Antares aufgestellten Messinstrumente lieferten reichlich Daten. Das Seismometer registrierte beispielsweise Mondbeben vorwiegend dann, wenn der Mond sich am erdnächsten Punkt seiner Bahn, dem Perigäum befand. Das Gelingen dieser Mission machte dann auch den Weg frei für die Missionen Apollo 15, 16 und 17.

Fotos / Zeichnungen

Quelle: www.astronautix.com/

 
Apollo CSM
Lunar Module
Apollo 14 S-IVB Abkopplung LM
Mondbeobachtung Mondbeobachtung
Apollo 14 Wegekarte
 

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Letztes Update am 09. Mai 2016.