Start von Cape Canaveral (
KSC); Landung in Cape
Canaveral (
KSC).
Der ursprünglich angesetzte Starttermin musste wegen verschiedener
technischer Probleme (unter anderem Ausstausch einer Brennstoffzelle auf der
Startrampe)und dem Wirbelsturm "Erin" mehrfach verschoben
werden.
Hauptnutzlasten waren die Forschungsplattform
SPARTAN-201
und die "Wake Shield Facility" (
WSF-2).
Der frei fliegende
SPARTAN-201
wurde am zweiten Flugtag ausgesetzt und absolvierte seinen dritten Einsatz
während dieser Mission. Es wurde dabei der Zusammenhang zwischen der Sonne
und dem von ihr erzeugten Strom an geladenen Partikeln (Sonnenwind),
insbesondere dabei die äußere Atmosphäre der Sonne und der
Ausstoß des Sonnenwindes von dieser untersucht. Nach zwei Tagen Freiflug
wurde der Satellit wieder erfolgreich zurück an Bord geholt.
Am
fünften Flugtag wurde die "Wake Shield Facility" (
WSF-2)
ausgesetzt und ebenfalls nach zwei Tagen im freien Flug wieder eingefangen. Bei
dem
WSF-2
handelte es sich um einen untertassenförmigen Satelliten. Während
seines Freifluges sollte sich quasi in seinem "Kielwasser", also direkt hinter
ihm ein Ultrahochvakuum bilden, das für materialwissenschaftliche
Experimente zum Wachstum extrem dünner Halbleiterschichten (Wafer) aus
Galliumarsenid genutzt werden sollte. Bei der Mission
STS-60 konnte die
WSF
wegen technischer Probleme nicht ausgesetzt werden. Diesmal klappte es, wenn
auch mit Schwierigkeiten. Wegen Problemen innerhalb des
WSF
musste der Freiflug zunächst um einen Tag verlängert werden, aber
auch so konnten nur 4 von 7 geplanten Wafern hergestellt werden.
Die
einzige
EVA
während des Fluges wurde durch James
Voss
und Michael
Gernhardt am 16. September 1995 (6h 46m) unternommen. Dabei
wurden Tests für den Bau der Internationalen Raumstation (
ISS)
ausgeführt. Insgesamt 17 neuartige Werkzeuge bzw. Prozeduren befanden sich
zu diesem Zweck in der als "Task Board" bezeichneten
Arbeitsplattform.
STS-69 führte auch den International Extreme
Ultraviolet Hitchhiker (IEH-1) mit, den ersten von fünf geplanten
Flügen um die Flussstärke des von der Sonne stammenden Extreme
Ultraviolet (EUV) zu messen und ihren Verlauf zu verfolgen, sowie die EUV
Emissionen des Plasma-Torus um Jupiter, welcher von seinem Mond Io ausgeht.
Eine weitere Nutzlast an Bord war die Electrolysis Performance Improvement
Concept Study (EPICS), die mit der
ISS
in Verbindung stand.