Start vom Kosmodrom Baikonur; Landung in
Kasachstan 44 km südsüdöstlich von Arkalyk.
Nach
zweitägigem Alleinflug koppelte Sojus TM-30 am 06. April 2000 an der
Raumstation MIR an. Sergej
Saljotin und Alexander
Kaleri bildeten die
28. und gleichzeitig letzte
Stammbesatzung.
Die Mission wurde von der privaten Gesellschaft
MirCorp finanziert und ins All geschickt. Mit dem Flug sollte die Raumstation
MIR reaktiviert und repariert werden, um sie danach privatisieren zu
können. Die alternde MIR war jedoch nahezu am Ende ihrer Betriebszeit
angekommen und außerdem fehlten der MirCorp die nötigen
Finanzmittel.
Am 27. April 2000 koppelte das unbemannte
Transportraumschiff Progress M1-2 an die Raumstation MIR an. Der notwendige
Druckausgleich zwischen der Raumstation und dem Frachter dauerte dieses Mal
ungewöhnlich lange. Alexander
Kaleri erklärte später, dass die Nutzlastbucht von
Progress M1-2 nur zur Hälfte gefüllt gewesen sei. Das Siegel an der
Luke sei zwar in Ordnung gewesen, jedoch habe es erhebliche Abweichungen beim
Luftdruck gegeben. Nach seiner Meinung könnten diese auf die
Temperaturunterschiede zurückzuführen sein. Nach 30 Minuten
Druckausgleich hatte der Luftdruck lediglich um 4 MM abgenommen und stoppte
dann ganz. Zuletzt betrug der Luftdruck an Bord der Raumstation 687 MM. Zu
dieser Zeit waren von der Mannschaft noch die Klammern zwischen Progress M1-2
und den Andockknoten von Kwant1 zu befestigen. Diese Klammern sind
erforderlich, damit das Frachtraumschiff sich nicht von der Station lösen
kann.
Die beiden Kosmonauten führten am 12. Mai 2000 (4h 52m) den
einzigen Außenbordeinsatz während dieser Mission durch. Im Rahmen
des Germanisator-Experimentes verwendeten sie einen speziellen Klebstoff, um
kleinere Beschädigungen an der Hülle des Komplexes zu versiegeln.
Danach inspizierten sie eine defekte Solar-Batterie an Kwant1 (Modul-E). Das
Problem war, dass es nicht möglich war, die Solarfläche effektiv zur
Sonne auszurichten. Die Kosmonauten entdeckten, dass ein Kabel zum Rotor der
Solar-Batterie nach einem Kurzschluss durchgeschmort war. Das beschädigte
Kabel wurde fotografiert. Zu den letzten Aktivitäten gehörten im
Rahmen des Pamorama-Experimentes fotografische Aufnahmen der
MIR-Außenhülle. Die Spezialisten auf der Erde sollten damit
Materialermüdungserscheinungen analysieren. Der unbemannte Frachter
Progress M1-2 wurde in diese Inspektion einbezogen.