Bemannte Raumflüge

Internationale Flug-Nr. 213

Sojus TM-30

Jenissei

Russland

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Start-, Bahn- und Landedaten

Startdatum:  04.04.2000
Startzeit:  05:01 UTC
Startort:  Baikonur
Startrampe:  1
Bahnhöhe:  192,8 - 239,8 km
Inklination:  51,69°
Ankopplung MIR:  06.04.2000, 06:31:22 UTC
Abkopplung MIR:  15.06.2000, 21:24:49 UTC
Landedatum:  16.06.2000
Landezeit:  00:44 UTC
Landeort:  49° 54' N, 67° 12' O

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alternatives Crewfoto

Besatzung

Nr.   Name Vorname Position Flug-Nr. Flugdauer Erdorbits
1  Saljotin  Sergej Wiktorowitsch  Kommandant 1 72d 19h 43m  1145 
2  Kaleri  Alexander Jurjewitsch  Bordingenieur 3 72d 19h 43m  1145 

Sitzverteilung der Besatzung

Start
1  Saljotin
2  Kaleri
Landung
1  Saljotin
2  Kaleri

Animationen: Sojus

(erfordert Macromedia Flash Player)
mit freundlicher Genehmigung von www.marscenter.it

Double-Besatzung

Nr.   Name Vorname Position
1  Scharipow  Salishan Schakirowitsch  Kommandant
2  Winogradow  Pawel Wladimirowitsch  Bordingenieur

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Flugverlauf

Start vom Kosmodrom Baikonur; Landung in Kasachstan 44 km südsüdöstlich von Arkalyk.

Nach zweitägigem Alleinflug koppelte Sojus TM-30 am 06. April 2000 an der Raumstation MIR an. Sergej Saljotin und Alexander Kaleri bildeten die 28. und gleichzeitig letzte Stammbesatzung.

Die Mission wurde von der privaten Gesellschaft MirCorp finanziert und ins All geschickt. Mit dem Flug sollte die Raumstation MIR reaktiviert und repariert werden, um sie danach privatisieren zu können. Die alternde MIR war jedoch nahezu am Ende ihrer Betriebszeit angekommen und außerdem fehlten der MirCorp die nötigen Finanzmittel.

Am 27. April 2000 koppelte das unbemannte Transportraumschiff Progress M1-2 an die Raumstation MIR an. Der notwendige Druckausgleich zwischen der Raumstation und dem Frachter dauerte dieses Mal ungewöhnlich lange. Alexander Kaleri erklärte später, dass die Nutzlastbucht von Progress M1-2 nur zur Hälfte gefüllt gewesen sei. Das Siegel an der Luke sei zwar in Ordnung gewesen, jedoch habe es erhebliche Abweichungen beim Luftdruck gegeben. Nach seiner Meinung könnten diese auf die Temperaturunterschiede zurückzuführen sein. Nach 30 Minuten Druckausgleich hatte der Luftdruck lediglich um 4 MM abgenommen und stoppte dann ganz. Zuletzt betrug der Luftdruck an Bord der Raumstation 687 MM. Zu dieser Zeit waren von der Mannschaft noch die Klammern zwischen Progress M1-2 und den Andockknoten von Kwant1 zu befestigen. Diese Klammern sind erforderlich, damit das Frachtraumschiff sich nicht von der Station lösen kann.

Die beiden Kosmonauten führten am 12. Mai 2000 (4h 52m) den einzigen Außenbordeinsatz während dieser Mission durch. Im Rahmen des Germanisator-Experimentes verwendeten sie einen speziellen Klebstoff, um kleinere Beschädigungen an der Hülle des Komplexes zu versiegeln. Danach inspizierten sie eine defekte Solar-Batterie an Kwant1 (Modul-E). Das Problem war, dass es nicht möglich war, die Solarfläche effektiv zur Sonne auszurichten. Die Kosmonauten entdeckten, dass ein Kabel zum Rotor der Solar-Batterie nach einem Kurzschluss durchgeschmort war. Das beschädigte Kabel wurde fotografiert. Zu den letzten Aktivitäten gehörten im Rahmen des Pamorama-Experimentes fotografische Aufnahmen der MIR-Außenhülle. Die Spezialisten auf der Erde sollten damit Materialermüdungserscheinungen analysieren. Der unbemannte Frachter Progress M1-2 wurde in diese Inspektion einbezogen.

Fotos / Zeichnungen


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Letztes Update am 05. Juni 2012.