Bemannte Raumflüge

Internationale Flug-Nr. 48

Sojus 13

Kawkas

UdSSR

Start-, Bahn- und Landedaten

Startdatum:  18.12.1973
Startzeit:  11:55 UTC
Startort:  Baikonur
Startrampe:  1
Bahnhöhe:  193,3 - 272,7 km
Inklination:  51,57°
Landedatum:  26.12.1973
Landezeit:  08:50 UTC
Landeort:  200 km SW von Karaganda

hochauflösende Version (1,18 MB)

alternatives Crewfoto

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Besatzung

Nr.   Name Vorname Position Flug-Nr. Flugdauer Erdorbits
1  Klimuk  Pjotr Iljitsch  Kommandant 1 7d 20h 55m  127 
2  Lebedew  Walentin Witaljewitsch  Bordingenieur 1 7d 20h 55m  127 

Sitzverteilung der Besatzung

Start
1  Klimuk
2  Lebedew
Landung
1  Klimuk
2  Lebedew

Animationen: Sojus

(erfordert Macromedia Flash Player)
mit freundlicher Genehmigung von www.marscenter.it

1. Double-Besatzung

Nr.   Name Vorname Position
1  Worobjow  Lew Wassiljewitsch  Kommandant
2  Jasdowski  Waleri Alexandrowitsch  Bordingenieur

2. Double-Besatzung

Nr.   Name Vorname Position
1  Kowaljonok  Wladimir Wassiljewitsch  Kommandant
2  Ponomarjow  Juri Anatoljewitsch  Bordingenieur

Flugverlauf

Sojus 13 startete vom Kosmodrom Baikonur und landete 200 km südwestlich von Karaganda.

Das neu konzipierte Sojus-Raumschiff (7K-T/AF) wurde bei Sojus 13 einem weiteren Testflug unterzogen.

Wichtigstes Forschungsinstrument an Bord war die große astrophysikalische Kamera mit der Bezeichnung Orion 2, mit der die Crew Sterne im ultravioletten Bereich beobachtete (Öffnung 280 mm, Brennweite 1400 mm, Cassegrain-System (verschiedene Spektralbereiche zwischen 220 und 360 nm, d.h. auch UV)). In der gleichen Montierung war ein Linsenfernrohr 70 mm x 450 mm montiert (Sichtfeld 9 Grad). Der Komplex sollte mit einer Genauigkeit von 10 Winkelsekunden ausrichtbar sein.

Hinzu kamen spektrozonale Fotografien von Teilen der Erdoberfläche, der Test aller Bordsysteme und biomedizinische Versuche, die unter der Bezeichnung "Oase 2" im Hinblick auf spätere Langzeitflüge durchgeführt wurden. Da für das Raumschiff keine Kopplung vorgesehen war, wurde die Kamera an der Stelle des Kopplungsstutzens in der modifizierten Orbitalsektion montiert. Für die Energieversorgung gab es Solarzellenflächen. Zu "Oase 2" gehörten auch einige Experimente, die auf der Raumstation Saljut 2 hätten durchgeführt werden sollen. Diese Raumstation versagte aber im Erdorbit.

In ihren Raumanzügen hatten die Kosmonauten ihre Plätze im Landemodul eingenommen, nachdem sie die Luke zur Orbitalsektion geschlossen hatten. Dann richteten sie das Raumschiff so aus, das die Triebwerke des Geräteteils in Flugrichtung zeigten. Diese wurden kurz darauf für 105,6 Sekunden gezündet und leiteten den Abstieg zur Erdoberfläche ein. Im nächsten Schritt erfolgte das planmäßige Abtrennen der Orbitalsektion und des Geräteteils, die beide in der Erdatmosphäre verglühten. Das verbleibende Landemodul wurde so ausgerichtet, dass der Eintrittswinkel für eine möglichst genaue Landung in Kasachstan erreicht wurde. Nach dem Eintritt in die Erdatmosphäre brach der Funkkontakt wegen der heißen Plasmagase rund um die Kapsel ab. Dann löste sich der Deckel des Fallschirmbehälters und der Bremsfallschirm wurde ausgestoßen. Nachdem auch der Hitzeschutzschild abgetrennt worden war, schwebte die Sojus an ihrem Hauptfallschirm Richtung Erdboden. Kleine Feststoff-Bremsraketen, die kurz vor dem Berühren des Bodens ausgelöst worden waren, verminderten die Aufprallgeschwindigkeit. Sofort nach der erfolgreichen Landung wurden die Fallschirmleinen gekappt, damit die Kapsel nicht durch den Wind über den Boden gezogen werden konnte. Nach der Landung gehört es zum Ritual, dass die Kosmonauten das Raumschiff mit ihrer Unterschrift versehen. Die Landung erfolgte in einem Schneesturm, entsprechend schwierig gestaltete sich die Bergung.

Fotos

Mannschaftstraining

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Letztes Update am 19. September 2014.