Bemannte Raumflüge

Internationale Flug-Nr. 249

Sojus TMA-10

Pulsar

Russland

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Start-, Bahn- und Landedaten

Startdatum:  07.04.2007
Startzeit:  17:31 UTC
Startort:  Baikonur
Startrampe:  1
Bahnhöhe:  341 - 345 km
Inklination:  51,63 °
Ankopplung ISS:  09.04.2007, 19:10 UTC
Abkopplung ISS:  21.10.2007, 07:14 UTC
Landedatum:  21.10.2007
Landezeit:  10:36 UTC
Landeort:  50° 29' 01'' N, 62° 17' 20'' O

Crew auf dem Weg zum Start

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alternatives Crewfoto

alternatives Crewfoto

alternatives Crewfoto

alternatives Crewfoto

Besatzung

Nr.   Name Vorname Position Flug-Nr. Flugdauer Erdorbits
1  Kotow  Oleg Walerijewitsch  Kommandant 1 196d 17h 05m  3106 
2  Jurtschichin  Fjodor Nikolajewitsch  Bordingenieur 2 196d 17h 05m  3106 
3  Simonyi  Charles "Károly"  Raumflugteilnehmer 1 13d 19h 00m  219 

Sitzverteilung der Besatzung

Start
1  Kotow
2  Jurtschichin
3  Simonyi
Landung
1  Kotow
2  Jurtschichin
3  Muszaphar Shukor

Animationen: Sojus

(erfordert Macromedia Flash Player)
mit freundlicher Genehmigung von www.marscenter.it

Double-Besatzung

Nr.   Name Vorname Position
1  Romanenko  Roman Yuriyevich  Kommandant
2  Kornijenko  Michail Borissowitsch  Bordingenieur

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Flugverlauf

Start vom Kosmodrom Baikonur. Wegen eines nicht geplanten ballistischen Abstiegs in die Erdatmosphäre erfolgte die Landung 338 km westlich des vorgesehenen Landeortes.

Wesentliches Missionsziel war der Transport der ISS-Expedition 15 zur Raumstation. Charles Simonyi wurde ein weiterer Weltraumtourist. Nach zweitägigem Alleinflug koppelte Sojus TMA-10 am 09. April 2007 an die ISS an. Oleg Kotow und Fjodor Jurtschichin wurden Teil der neuen ISS-Stammbesatzung.

In ihren Raumanzügen hatten die Kosmonautenfür die Rückkehr zur Erde ihre Plätze im Landemodul eingenommen, nachdem sie die Luke zur Orbitalsektion geschlossen hatten. Dann richteten sie das Raumschiff so aus, das die Triebwerke des Geräteteils in Flugrichtung zeigten. Diese wurden kurz darauf für 105,6 Sekunden gezündet und leiteten den Abstieg zur Erdoberfläche ein. Im nächsten Schritt erfolgte das planmäßige Abtrennen der Orbitalsektion und des Geräteteils, die beide in der Erdatmosphäre verglühten. Das verbleibende Landemodul wurde so ausgerichtet, dass der Eintrittswinkel für eine möglichst genaue Landung in Kasachstan erreicht wurde. Nach dem Eintritt in die Erdatmosphäre brach der Funkkontakt wegen der heißen Plasmagase rund um die Kapsel ab. Dann löste sich der Deckel des Fallschirmbehälters und der Bremsfallschirm wurde ausgestoßen. Nachdem auch der Hitzeschutzschild abgetrennt worden war, schwebte die Sojus an ihrem Hauptfallschirm Richtung Erdboden. Kleine Feststoff-Bremsraketen, die kurz vor dem Berühren des Bodens ausgelöst worden waren, verminderten die Aufprallgeschwindigkeit. Sofort nach der erfolgreichen Landung wurden die Fallschirmleinen gekappt, damit die Kapsel nicht durch den Wind über den Boden gezogen werden konnte. Nach der Landung gehört es zum Ritual, dass die Kosmonauten das Raumschiff mit ihrer Unterschrift versehen.
Die Landung verlief nicht ohne Komplikationen. Beim Eintritt in die Erdatmosphäre erfolgte ohne Vorwarnung das Kommando, die Kapsel auf eine ballistische Rückkehrbahn zu bringen. Dies gab es lediglich nur einmal vorher bei der Landung von Sojus TMA-1. Bei einer ballistischen und damit ungesteuerten Landung sind die Raumfahrer kurzfristig einer Belastung von 9g ausgesetzt (normal sind eher 4g). Die Landung erfolgte daher eine Minute früher als geplant, war dadurch härter und außerdem wurde der vorgesehene Landepunkt um rund 300 km verfehlt. Crew und Kapsel überstanden die Landung aber ohne Schaden und sicher.

Anmerkung

Charles Simonyi am 21. April 2007 um 12:31 UTC mit Sojus TMA-9 gelandet.

Fotos / Zeichnungen

 

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Letztes Update am 22. November 2014.