Start vom Kosmodrom Baikonur; Landung 405 km
westlich von Arkalyk.
Sojus TMA-1 beförderte die vierte Taxi-Crew
zur
ISS. Das Raumschiff koppelte nach zwei Flugtagen am
01. November 2002 an die
ISS an. In den folgenden Tagen führte die
Besatzung gemeinsame wissenschaftliche Arbeiten mit der
fünften Expedition
durch. Frank
De
Winne führte ein umfangreiches Forschungsprogramm im Rahmen des
Projektes Odissea für die
ESA aus.
Die Mission diente dem
planmäßigen Austausch des bisherigen "Rettungsbootes" der
ISS (
Sojus
TM-34). Dieser Austausch ist wegen der auf etwa sechs Monate begrenzten
Betriebsdauer eines Sojus-Raumschiffes erforderlich.
Trotz des
ungeplanten Wiedereintritts nach dem sogenannten ballistischen
Verfahren, funktionierten alle neuen Systeme der Sojus TMA-1
ordnungsgemäß. Hierzu zählt vor allem das neue System für
eine weiche Landung, wozu neue Triebwerke und eine neue Zelle gehören und
mit dem der Aufprall bei der Landung von 12 g bei den alten Sojus TM auf 5 g
bei den Sojus TMA verringert werden soll. Die Fallschirme der Sojus TMA-1
funktionierten ebenfalls fehlerfrei.
Der Grund dafür, dass die
Sojus TMA-1 den Wiedereintritt nach dem ballistischen Verfahren
durchführte und 150 km nördlich von Baikonur, d.h. 400 km vor dem
vorgesehenen Landeplatz niederging, war eine Fehlfunktion des
BUSP-M-Lenkungssystems, das für einen gesteuerten Wiedereintritt
benötigt wird. Dieses Lenkungssystem liest die Daten der
Lageregelungskreisel und Beschleunigungsmesser und sendet entsprechende Befehle
an die Lageregelungstriebwerke.
Bei dem ballistischen Verfahren
verläuft die Flugbahn steiler als bei einem gesteuerten Wiedereintritt,
und die Kapsel dreht sich um ihre Flugbahnachse, um die Stabilität zu
erhöhen. Die steilere Flugbahn verkürzt die Flugzeit und bewirkt eine
verstärkte Abbremsung. Dies führte dazu, dass die Mannschaft der
Sojus TMA-1 mit dem Achtfachen der Erdschwerkraft (8 g) belastet wurde,
während bei einem gesteuerten Wiedereintritt die Belastung höchstens
6 g beträgt.