Start vom Kosmodrom Baikonur; Landung 76 km
nordnordöstlich von Arkalyk.
Ivan
Bella wurde der erste Slowake im All. Er unternahm dabei
Forschungsarbeiten im Rahmen des Stefanik-Programms. Es war dies die erste
Mission unter russischer Federführung mit drei Kosmonauten aus drei
verschiedenen Ländern. Zwei der drei Sitze in der Sojus waren an andere
Nationen (Frankreich und Slowakei) vermietet. Dies bedeutete, dass der an Bord
der MIR befindliche
Bordingenieur
Sergej
Awdejew einen doppelt so langen Aufenthalt absolvieren
musste.
Nach zweitägigem Alleinflug koppelte Sojus TM-29 am 22.
Februar 1999 an die Raumstation MIR an. Wiktor
Afanassjew und Jean-Pierre
Haigneré bildeten zusammen mit Sergej
Awdejew die
27. und vorerst letzte
Stammbesatzung der MIR.
Progress M-41 koppelte am 04. April 1999
ohne jede Probleme an den MIR-Komplex an. Das unbemannte Transportraumschiff
lieferte den Amateurradio-Satelliten Sputnik-99 an.
Die erste
EVA während dieser Mission wurde von Wiktor
Afanassjew und Jean-Pierre
Haigneré am 16. April 1999 (6h 19m) ausgeführt.
Jean-Pierre
Haigneré startete von Hand den Amateurradio-Satelliten
Sputnik-99. Daneben installierten die beiden Kosmonauten Experimente an der
MIR-Außenhülle und bargen andere Experimente, die früher dort
installiert worden waren.
Progress M-42 koppelte am 19. Juli 1999 an die
Raumstation MIR an. Das Transportraumschiff brachte
Ausrüstungsgegenstände für die Mannschaft und den MIR-Komplex
ins All.
Wiktor
Afanassjew und Sergej
Awdejew unternahmen am 23. Juli 1999 (6h 07m) den zweiten
Außenbordeinsatz. Die beiden Kosmonauten installierten eine neue
experimentelle 6-Meter-Antenne, konnten diese aber nicht entfalten. Wiktor
Afanassjew schaffte es lediglich, die Antenne zu 80 oder 90%
zu entfalten. Zusätzlich bargen die Kosmonauten während dieser
EVA Experimente von der Außenhülle der
Station. Hierzu gehörten insbesondere die Experimente Exobiologie und
Dwikon. Die
EVA wurde in größter Eile beendet, weil die
Wärmeregulierung am Raumanzug von Wiktor
Afanassjew versagte. Ein Filter hatte sich
überhitzt.
Am 28. Juli 1999 unternahmen Wiktor
Afanassjew und Sergej
Awdejew eine dritte und letzte
EVA (5h 22m). Dabei konnte die Antenne erfolgreich
entfaltet werden.