Bemannte Raumflüge

Internationale Flug-Nr. 87

Sojus T-8

Okean

UdSSR

Start-, Bahn- und Landedaten

Startdatum:  20.04.1983
Startzeit:  13:10 UTC
Startort:  Baikonur
Startrampe:  1
Bahnhöhe:  200 - 230 km
Inklination:  51,6°
Landedatum:  22.04.1983
Landezeit:  13:28 UTC
Landeort:  60 km NO von Arkalyk

alternatives Crewfoto

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Besatzung

Nr.   Name Vorname Position Flug-Nr. Flugdauer Erdorbits
1  Titow  Wladimir Georgjewitsch  Kommandant 1 2d 00h 17m  32 
2  Strekalow  Gennadi Michailowitsch  Bordingenieur 2 2d 00h 17m  32 
3  Serebrow  Alexander Alexandrowitsch  Forschungskosmonaut 2 2d 00h 17m  32 

Sitzverteilung der Besatzung

Start
1  Titow
2  Strekalow
3  Serebrow
Landung
1  Titow
2  Strekalow
3  Serebrow

Animationen: Sojus

(erfordert Macromedia Flash Player)
mit freundlicher Genehmigung von www.marscenter.it

Double-Besatzung

Nr.   Name Vorname Position
1  Ljachow  Wladimir Afanassjewitsch  Kommandant
2  Alexandrow  Alexander Pawlowitsch  Bordingenieur
3  Sawinych  Wiktor Petrowitsch  Forschungskosmonaut

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Flugverlauf

Sojus T-8 hob vom Kosmodrom Baikonur ab. Die Landung nach nur zwei Flugtagen erfolgte 60 km nordöstlich von Arkalyk.

Hauptaufgabe dieser Besatzung war, einen defekten Saljut 7-Sonnenausleger zu reparieren. Das Ankoppeln an die Raumstation misslang jedoch. Als die Nutzlastverkleidung abgesprengt wurde, fiel auch der Ausleger mit der Antenne für das automatische Kopplungssystem „Igla“ ab. Die Besatzung glaubte, dass dieser immer noch am Raumschiff und nur nicht richtig ausgefahren war. Deshalb versuchten sie durch ruckartige Bewegungen des Raumschiffes den Ausleger in seine Position zu bringen. Dazu benutzten sie die Höhentriebwerke. Die fehlgeschlagenen Kopplungsversuche verbrauchten viel Treibstoff. Um sicherzustellen, dass genug Treibstoff für den Wiedereintritt vorhanden ist, schalteten die Kosmonauten die Höhensteuerung aus und versetzten das Raumschiff in einen drehstabilisierten Flugmodus wie bei den ersten Sojusmissionen in den frühen 1970ern.

Die Rückkehr verlief dann allerdings normal. In ihren Raumanzügen hatten die Kosmonauten ihre Plätze im Landemodul eingenommen, nachdem sie die Luke zur Orbitalsektion geschlossen hatten. Dann richteten sie das Raumschiff so aus, das die Triebwerke des Geräteteils in Flugrichtung zeigten. Diese wurden kurz darauf für 105,6 Sekunden gezündet und leiteten den Abstieg zur Erdoberfläche ein. Im nächsten Schritt erfolgte das planmäßige Abtrennen der Orbitalsektion und des Geräteteils, die beide in der Erdatmosphäre verglühten. Das verbleibende Landemodul wurde so ausgerichtet, dass der Eintrittswinkel für eine möglichst genaue Landung in Kasachstan erreicht wurde. Nach dem Eintritt in die Erdatmosphäre brach der Funkkontakt wegen der heißen Plasmagase rund um die Kapsel ab. Dann löste sich der Deckel des Fallschirmbehälters und der Bremsfallschirm wurde ausgestoßen. Nachdem auch der Hitzeschutzschild abgetrennt worden war, schwebte die Sojus an ihrem Hauptfallschirm Richtung Erdboden. Kleine Feststoff-Bremsraketen, die kurz vor dem Berühren des Bodens ausgelöst worden waren, verminderten die Aufprallgeschwindigkeit. Sofort nach der erfolgreichen Landung wurden die Fallschirmleinen gekappt, damit die Kapsel nicht durch den Wind über den Boden gezogen werden konnte. Nach der Landung gehört es zum Ritual, dass die Kosmonauten das Raumschiff mit ihrer Unterschrift versehen.

Fotos / Zeichnungen

Mannschaftstraining
 

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Letztes Update am 19. September 2014.