Bemannte Raumflüge

Internationale Flug-Nr. 59

Sojus 24

Terek

UdSSR

hochauflösende Version (288 KB)

Start-, Bahn- und Landedaten

Startdatum:  07.02.1977
Startzeit:  16:10 UTC
Startort:  Baikonur
Startrampe:  1
Bahnhöhe:  184,7 - 346,2 km
Inklination:  51,62°
Ankopplung Saljut 5:  08.02.1977, 17:38 UTC
Abkopplung Saljut 5:  25.02.1977, 06:21 UTC
Landedatum:  25.02.1977
Landezeit:  09:36 UTC
Landeort:  36 km NO von Arkalyk

Crew auf dem Weg zum Start

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alternatives Crewfoto

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Besatzung

Nr.   Name Vorname Position Flug-Nr. Flugdauer Erdorbits
1  Gorbatko  Wiktor Wassiljewitsch  Kommandant 2 17d 17h 25m  285 
2  Glaskow  Juri Nikolajewitsch  Bordingenieur 1 17d 17h 25m  285 

Sitzverteilung der Besatzung

Start
1  Gorbatko
2  Glaskow
Landung
1  Gorbatko
2  Glaskow

Animationen: Sojus

(erfordert Macromedia Flash Player)
mit freundlicher Genehmigung von www.marscenter.it

1. Double-Besatzung

Nr.   Name Vorname Position
1  Beresowoi  Anatoli Nikolajewitsch  Kommandant
2  Lissun  Michail Iwanowitsch  Bordingenieur

2. Double-Besatzung

Nr.   Name Vorname Position
1  Koselski  Wladimir Sergejewitsch  Kommandant
2  Preobrashenski  Wladimir Jewgenjewitsch  Bordingenieur

Flugverlauf

Der Start von Sojus 24 erfolgte vom Kosmodrom Baikonur. Das Raumschiff landete 36 km nordöstlich von Arkalyk.

Nach eintägigem Alleinflug koppelte Sojus 24 am 08. Februar 1977 mit der Raumstation Saljut 5. Die Mission hatte zunächst den Schwerpunkt die Probleme abzuklären, die zum beschleunigten Abbruch der Sojus 21-Mission geführt hatten. Da angenommen wurde, dass sich möglicherweise Treibstoff- oder andere giftige Gase in der Atemluft befinden, stieg die neue Besatzung mit Schutzmasken um. Die Luft erwies sich jedoch als sauber und atembar.

Zur Problemlösung war Ausrüstung an Bord, die ein vollständiges Auswechseln der Atmosphäre durch die Luftschleuse ermöglicht hätte. Obwohl sich die Notwendigkeit erledigt hatte, wurde das Verfahren als Experiment durchgeführt, falls sich in der Zukunft ähnliche Probleme ergeben. Luft wurde an einem Ende der Station abgelassen und gleichzeitig durch Vorräte des Sojus-24-Raumschiffs ersetzt. Eine geplante Aussenbordtätigkeit entfiel jedoch.

Die Mannschaft nahm anschließend das von den Vorgängern abgebrochene Programm wieder auf. Die Saljut 5 war als Station Almas 3 Teil des sowjetischen militärischen Raumfahrtprogramms. Daher war ein wichtiger Testpunkt die Beladung einer unbemannten Rückkehrkapsel mit Filmen und anderen wissenschaftlichen Ergebnissen. Die Kapsel löste sich am 26. Februar 1977 von der Saljut und konnte geborgen werden. Ein ähnlicher Versuch war bereits mit Saljut 3 (Almas 2) vorgesehen. Daneben wurden wissenschaftliche Experimente zur Erforschung der Sonne, Erdbeobachtung und Materialwissenschaften durchgeführt.

In ihren Raumanzügen hatten die Kosmonauten ihre Plätze im Landemodul eingenommen, nachdem sie die Luke zur Orbitalsektion geschlossen hatten. Dann richteten sie das Raumschiff so aus, das die Triebwerke des Geräteteils in Flugrichtung zeigten. Diese wurden kurz darauf für 105,6 Sekunden gezündet und leiteten den Abstieg zur Erdoberfläche ein. Im nächsten Schritt erfolgte das planmäßige Abtrennen der Orbitalsektion und des Geräteteils, die beide in der Erdatmosphäre verglühten. Das verbleibende Landemodul wurde so ausgerichtet, dass der Eintrittswinkel für eine möglichst genaue Landung in Kasachstan erreicht wurde. Nach dem Eintritt in die Erdatmosphäre brach der Funkkontakt wegen der heißen Plasmagase rund um die Kapsel ab. Dann löste sich der Deckel des Fallschirmbehälters und der Bremsfallschirm wurde ausgestoßen. Nachdem auch der Hitzeschutzschild abgetrennt worden war, schwebte die Sojus an ihrem Hauptfallschirm Richtung Erdboden. Kleine Feststoff-Bremsraketen, die kurz vor dem Berühren des Bodens ausgelöst worden waren, verminderten die Aufprallgeschwindigkeit. Sofort nach der erfolgreichen Landung wurden die Fallschirmleinen gekappt, damit die Kapsel nicht durch den Wind über den Boden gezogen werden konnte. Nach der Landung gehört es zum Ritual, dass die Kosmonauten das Raumschiff mit ihrer Unterschrift versehen.

Fotos / Zeichnungen

 

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Letztes Update am 29. November 2014.