Start vom Kosmodrom Baikonur; Landung 400 km
südwestlich von Karaganda.
Sojus 12 war der erste bemannte
Raumflug der Sowjetunion nach dem Unglück mit
Sojus 11. Dazwischen wurden unbemannte
Sojus-Raumschiffe unter den Bezeichnungen Kosmos 496 und 573
gestartet.
Wassili
Lasarew war der erste Nicht-Pilot, der Kommandant eines
sowjetischen Raumschiffes war.
Ziel des Fluges sollte eigentlich die
Raumstation Saljut 2 sein, deren Start aber fehlgeschlagen war. Da die Sojus
keine Solarflächen hatte und die Batteriekapazität auf etwa zwei Tage
begrenzt war, konnte keine längere Flugdauer erreicht werden.
Die
Mission war in erster Linie ein Testflug der verbesserten Sojus-Kapsel. Da
während des Starts, der Landung und anderen kritischen Manövern
Raumanzüge zu tragen waren, wurde die Besatzung auf zwei Kosmonauten
reduziert. Neben der Überprüfung des neu konzipierten Raumschiffes
standen spektroskopische Untersuchungen der Erde auf dem Programm.