Bemannte Raumflüge

Internationale Flug-Nr. 46

Sojus 12

Ural

UdSSR

Start-, Bahn- und Landedaten

Startdatum:  27.09.1973
Startzeit:  12:18 UTC
Startort:  Baikonur
Startrampe:  1
Bahnhöhe:  306 - 348 km
Inklination:  51,0°
Landedatum:  29.09.1973
Landezeit:  11:34 UTC
Landeort:  47° 42' N, 69° O

hochauflösende Version (873 KB)

alternatives Crewfoto

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Besatzung

Nr.   Name Vorname Position Flug-Nr. Flugdauer Erdorbits
1  Lasarew  Wassili Grigorjewitsch  Kommandant 1 1d 23h 15m  31 
2  Makarow  Oleg Grigorjewitsch  Bordingenieur 1 1d 23h 15m  31 

Sitzverteilung der Besatzung

Start
1  Lasarew
2  Makarow
Landung
1  Lasarew
2  Makarow

Animationen: Sojus

(erfordert Macromedia Flash Player)
mit freundlicher Genehmigung von www.marscenter.it

1. Double-Besatzung

Nr.   Name Vorname Position
1  Gubarew  Alexej Alexandrowitsch  Kommandant
2  Gretschko  Georgi Michailowitsch  Bordingenieur

hochauflösende Version (969 KB)

2. Double-Besatzung

Nr.   Name Vorname Position
1  Klimuk  Pjotr Iljitsch  Kommandant
2  Sewastjanow  Witali Iwanowitsch  Bordingenieur

Flugverlauf

Sojus 12 trat seinen Weg in die Erdumlaufbahn vom Kosmodrom Baikonur aus an und landete 400 km südwestlich von Karaganda.

Sojus 12 war der erste bemannte Raumflug der Sowjetunion nach dem Unglück mit Sojus 11. Dazwischen wurden unbemannte Sojus-Raumschiffe unter den Bezeichnungen Kosmos 496 und 573 gestartet.

Wassili Lasarew war der erste Nicht-Pilot, der Kommandant eines sowjetischen Raumschiffes war.

Ziel des Fluges sollte eigentlich die Raumstation Saljut 2 sein, deren Start aber fehlgeschlagen war. Da die Sojus keine Solarflächen hatte und die Batteriekapazität auf etwa zwei Tage begrenzt war, konnte keine längere Flugdauer erreicht werden.

Die Mission war in erster Linie ein Testflug der verbesserten Sojus-Kapsel. Da während des Starts, der Landung und anderen kritischen Manövern Raumanzüge zu tragen waren, wurde die Besatzung auf zwei Kosmonauten reduziert. Neben der Überprüfung des neu konzipierten Raumschiffes standen spektroskopische Untersuchungen der Erde auf dem Programm.

In ihren Raumanzügen hatten die Kosmonauten ihre Plätze im Landemodul eingenommen, nachdem sie die Luke zur Orbitalsektion geschlossen hatten. Dann richteten sie das Raumschiff so aus, das die Triebwerke des Geräteteils in Flugrichtung zeigten. Diese wurden kurz darauf für 105,6 Sekunden gezündet und leiteten den Abstieg zur Erdoberfläche ein. Im nächsten Schritt erfolgte das planmäßige Abtrennen der Orbitalsektion und des Geräteteils, die beide in der Erdatmosphäre verglühten. Das verbleibende Landemodul wurde so ausgerichtet, dass der Eintrittswinkel für eine möglichst genaue Landung in Kasachstan erreicht wurde. Nach dem Eintritt in die Erdatmosphäre brach der Funkkontakt wegen der heißen Plasmagase rund um die Kapsel ab. Dann löste sich der Deckel des Fallschirmbehälters und der Bremsfallschirm wurde ausgestoßen. Nachdem auch der Hitzeschutzschild abgetrennt worden war, schwebte die Sojus an ihrem Hauptfallschirm Richtung Erdboden. Kleine Feststoff-Bremsraketen, die kurz vor dem Berühren des Bodens ausgelöst worden waren, verminderten die Aufprallgeschwindigkeit. Sofort nach der erfolgreichen Landung wurden die Fallschirmleinen gekappt, damit die Kapsel nicht durch den Wind über den Boden gezogen werden konnte. Nach der Landung gehört es zum Ritual, dass die Kosmonauten das Raumschiff mit ihrer Unterschrift versehen.

Fotos

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Letztes Update am 29. November 2014.