Start vom Kosmodrom Baikonur; Landung im
Ural-Gebirge (180 km nordöstlich von Perm, westlich von Beresniki).
Hauptziel der Mission war der erste Ausstieg eines Menschen (
Leonow) in den freien Weltraum (24m). Sein
Weltraumspaziergang wurde über das Fernsehen übertragen. Allerdings
tauchten dann unerwartete Probleme beim Wiedereinstieg in die Kapsel auf. Sein
Raumanzug hatte sich aufgrund des fehlenden Gegendrucks zu sehr aufgebläht
und die Bewegungsmöglichkeiten des Kosmonauten erheblich
eingeschränkt. Erst, nachdem etwas Luft abgelassen wurde, konnte
Leonow wieder in die Kapsel zurückkehren.
Noch
größere Probleme tauchten allerdings bei der Landung auf. Das
automatische Landesystem konnte von der Bodenstation aus nicht programmiert
werden, so dass
Beljajew gezwungen war, die Landung manuell zu steuern. Dies
gelang dann zwar, doch die Kapsel landete weit entfernt (1000 km) vom
eigentlichen Landeplatz in einem tief verschneiten Nadelwald, in dem sich auch
Wölfe aufhielten. Rettungskräfte brauchten Stunden, um die Kapsel zu
finden, waren aber auch nur in der Lage, Kleidung und Verpflegung abzuwerfen,
weil eine Landung nicht möglich war. Ein anderer Hubschrauber landete
später am Abend in etwa 5 km Entfernung, die Bergungsmannschaft konnte
aber nicht bis zu den Kosmonauten vordringen. Erst am nächsten Tag wurden
von einem weiteren Hubschrauber Leute herabgelassen, die eine Landefläche
herrichteten, so dass die Kosmonauten zwar erneut auf Umwegen, endlich
über Perm in Baikonur ankamen. Alles in allem hatte die Bergung doppelt so
lange als der Raumflug gedauert.
Diese Mission bedeutete zunächst
eine Art Schwanengesang für die sowjetische Raumfahrt und deren Leiter
Koroljow.