Start vom Kosmodrom Baikonur.
ISS Expedition
48 /
49. Landung 155 km
südöstlich von Dshekasgan.
Nach etwa zweitägigem
Alleinflug
koppelte
Sojus MS am 09. Juli 2016 an die
ISS an. Anatoli
Iwanischin, Takuya
Onishi und Kathleen
Rubins bildeten die
ISS
Expedition 48 (zusammen
mit den
ISS
Expedition 47
Crewmitgliedern Alexej
Owtschinin, Oleg
Skripotschka und Jeffrey
Williams). Mit der Ankunft von
Sojus MS wurde die Stammbesatzung wieder auf sechs
Personen aufgestockt.
Während des zweitägigen Fluges von Kosmodrom
Baikonur zur Internationalen Raumstation unterzog die Besatzung alle Systeme
des überarbeiteten Raumschiffs
Sojus MS eingehenden Tests. Das modifizierte
Sojus-Raumschiff verfügt über verbesserte
Triebwerke einschließlich eines Reservesystems, zusätzlichen
Schutzschilden gegen Mikrometeoriten, elektrische Ersatzmotoren für das
Sojus-Kopplungssystem und durch Erhöhung der
Solarzellen eine höhere Energieversorgung.
In ihren
Raumanzügen hatten die Kosmonauten für die Rückkehr zur Erde
ihre Plätze im Landemodul eingenommen, nachdem sie die Luke zur
Orbitalsektion geschlossen hatten. Dann richteten sie das Raumschiff so aus,
das die Triebwerke des Geräteteils in Flugrichtung zeigten. Diese wurden
kurz darauf für 105,6 Sekunden gezündet und leiteten den Abstieg zur
Erdoberfläche ein. Im nächsten Schritt erfolgte das
planmäßige Abtrennen der Orbitalsektion und des Geräteteils,
die beide in der Erdatmosphäre verglühten. Das verbleibende
Landemodul wurde so ausgerichtet, dass der Eintrittswinkel für eine
möglichst genaue Landung in Kasachstan erreicht wurde. Nach dem Eintritt
in die Erdatmosphäre brach der Funkkontakt wegen der heißen
Plasmagase rund um die Kapsel ab. Dann löste sich der Deckel des
Fallschirmbehälters und der Bremsfallschirm wurde ausgestoßen.
Nachdem auch der Hitzeschutzschild abgetrennt worden war, schwebte die
Sojus an ihrem Hauptfallschirm Richtung Erdboden.
Kleine Feststoff-Bremsraketen, die kurz vor dem Berühren des Bodens
ausgelöst worden waren, verminderten die Aufprallgeschwindigkeit. Sofort
nach der erfolgreichen Landung wurden die Fallschirmleinen gekappt, damit die
Kapsel nicht durch den Wind über den Boden gezogen werden konnte. Nach der
Landung gehört es zum Ritual, dass die Kosmonauten das Raumschiff mit
ihrer Unterschrift versehen.