Start vom Kosmodrom Baikonur; Landung 48 km
südwestlich von Zelinograd.
Geplant war die Fortsetzung der
Arbeiten mit der Station Saljut 3/Almaz 2. Das Raumschiff näherte sich
zuerst plangemäß unter Nutzung des automatischen Dockingsystems Igla
der Station bis auf ca. 300 m. Dann wechselte das System jedoch nicht in die
Sequenz zur Endannäherung, sondern schaltete in einen Modus, der den
Anflug normalerweise aus ca. drei Kilometer Entfernung kontrolliert. Es
beschleunigte das Raumschiff auf eine Relativgeschwindigkeit zu Saljut 3 von
bis zu 72 km/h. Mit dieser Relativgeschwindigkeit flog Sojus 15 in nur 40 m
Entfernung an der Station vorbei. Insgesamt erfolgten drei automatische
Anflüge. Danach verblieb nur noch genug Treibstoff, um die Rückkehr
zur Erde sicherzustellen. Der Flug musste bereits nach zwei Tagen beendet
werden.
Da das Kopplungssystem des Sojus-Raumschiffes überarbeitet
werden musste, konnte Saljut 3 nicht mehr bemannt werden. Der nächste
geplante Raumflug,
Sojus 16 mit Boris
Wolynow und Witali
Sholobow wurde abgesagt. Stattdessen flog als nächstes
Raumschiff im Dezember 1974 eine Version, die mit einem Kopplungsmechanismus
für das Apollo-Sojus-Projekt ausgerüstet war. Im Januar 1975 konnte
mit Saljut 4 der Raumstationsbetrieb fortgesetzt werden. Da es sich im
Gegensatz zu Saljut 3 um eine zivile Station handelte, mussten Boris
Wolynow und Witali
Sholobow mit ihrem Einsatz zwei Jahre bis zur nächsten
militärischen Station (Saljut 5) warten.