Start von Cape Canaveral; Landung 800 km
südöstlich von Okinawa im Pazifik.
Diese Mission hatte zwei
Hauptschwerpunkte. Zunächst sollte eine Ankopplung an den unbemannten
Zielflugkörper
GATV 8 (Agena) erfolgen und David
Scott
sollte eine
EVA von etwa 2 Stunden durchführen.
Das
Andocken funktionierte dann auch einwandfrei, allerdings begannen danach beide
Raumflugkörper sich zu drehen, was nicht geplant war und auch nicht
kontrolliert werden konnte. Geübt hatte man die Bewältigung dieses
Problems auch nicht. Es blieb nichts anderes übrig, als sich wieder von
der Agena zu lösen. Ohne die Masse der Agena wurden die Bewegungen jedoch
nur noch stärker und erreichten fast die Belastbarkeitsgrenze von Kapsel
und Astronauten - bei einer immer schneller werdenden Rotation war eine
Bewusstlosigkeit der Besatzung nicht ausgeschlossen. Bei einer
Rotationsgeschwindigkeit von einer Umdrehung pro Sekunde versuchten Neil
Armstrong und David
Scott
die Kapsel wieder zu stabilisieren. Erst nach Abstellen aller Systeme im All
und Aktivierung des Wiedereintrittlageregelungssystems konnte die Kapsel unter
Kontrolle gebracht werden. Das allerdings führte auch dazu, dass die
Mission abgebrochen werden musste, und die geplante
EVA von David
Scott
gestrichen wurde. Dennoch, Neil
Armstrongs kühles und reaktionsschnelles Handeln
bewahrte die
NASA vor einem Desaster.
Der Grund für
die auftretenden Probleme war eine verklemmte Düse des
Lageregelungssystems, das fortwährend gefeuert hatte. Durch dieses Feuer
war nun aber derart viel Treibstoff verbraucht worden, dass die Mission
abgebrochen werden musste. Statt wie geplant im Atlantik zu wassern (dort war
es Nacht), ging die Kapsel in den Pazifik nieder. Glücklicherweise wurde
sie schnell gefunden und von Froschmännern gesichert. Aber erst 3 Stunden
nach der Wasserung wurden die Astronauten vom Zerstörer
USS Leonard F. Mason aufgenommen.