Start von Cape Canaveral; Landung 800 km
südöstlich von Okinawa im Pazifik.
Diese Mission hatte zwei
Hauptschwerpunkte. Zunächst sollte eine Ankopplung an den unbemannten
Zielflugkörper
GATV
8 (Agena) erfolgen und Dave
Scott
sollte eine
EVA
von etwa 2 Stunden durchführen.
Das Andocken funktionierte dann
auch einwandfrei, allerdings begannen danach beide Raumflugkörper sich zu
drehen, was nicht geplant war und auch nicht kontrolliert werden konnte.
Geübt hatte man die Bewältigung dieses Problems auch nicht. Es blieb
nichts anderes übrig, als sich wieder von der Agena zu lösen. Ohne
die Masse der Agena wurden die Bewegungen jedoch nur noch stärker und
erreichten fast die Belastbarkeitsgrenze von Kapsel und Astronauten - bei einer
immer schneller werdenden Rotation war eine Bewusstlosigkeit der Besatzung
nicht ausgeschlossen. Bei einer Rotationsgeschwindigkeit von einer Umdrehung
pro Sekunde versuchten
Armstrong und
Scott
die Kapsel wieder zu stabilisieren. Erst nach Abstellen aller Systeme im All
und Aktivierung des Wiedereintrittlageregelungssystems konnte die Kapsel unter
Kontrolle gebracht werden. Das allerdings führte auch dazu, dass die
Mission abgebrochen werden musste, und die geplante
EVA
von
Scott gestrichen wurde. Dennoch,
Armstrong's kühles und reaktionsschnelles Handeln
bewahrte die
NASA
vor einem Desaster.
Der Grund für die auftretenden Probleme war
eine verklemmte Düse des Lageregelungssystems, dass fortwährend
gefeuert hatte. Durch dieses Feuer war nun aber derart viel Treibstoff
verbraucht worden, dass die Mission abgebrochen werden musste. Statt wie
geplant im Atlantik zu wassern (dort war es Nacht), ging die Kapsel in den
Pazifik nieder. Glücklicherweise wurde sie schnell gefunden und von
Froschmännern gesichert. Aber erst 3 Stunden nach der Wasserung wurden die
Astronauten vom Zerstörer
USS
Leonard F. Mason aufgenommen.