Start von Cape Canaveral (
KSC); Landung in Cape
Canaveral (
KSC).
US Microgravity Payload-3 mit mehreren Experimenten auf verschiedenen
wissenschaftlichen Gebieten. Im Mittelpunkt der Mission standen aber der zweite
Test des Fesselsatelliten
TSS
(Tethered Satellite System, Masse etwa 700 kg) zur Entwicklung neuer
Energiequellen und neuer Methoden, die obere Erdatmosphäre zu erforschen,
sowie Arbeiten zur Gewinnung neuer Materialien und eines besseren
Verständnisses für bestimmte physikalische Phänomene. Das
geplante Aussetzen des italienischen Seil-Satelliten
TSS-1R
(zur Stromerzeugung) misslang jedoch, da das Verbindungskabel gerissen war,
nachdem sich der Satellit in ca. 19 km Entfernung befand. Der Satellit konnte
nicht wieder eingefangen werden.
Ansonsten widmete sich die Mannschaft
den Mikrogravitations- und Verbrennungsexperimenten. So wurden Kristalle aus
Blei-Selen-Tellurid in einem speziellen Schmelzofen hergestellt (AADSF).
Gleichzeitig wurden die minimalen Beschleunigungen gemessen, die durch die
Bremswirkung der Atmosphäre und die Bewegungen der Astronauten
hervorgerufen werden (SAMS/OARE). Zweck der Untersuchungen war es,
festzustellen, welchen Einfluss diese minimalen Störungen auf ein
gerichtetes Kristallwachstum haben. Der Erstarrungsprozess geht dabei sehr
langsam vor sich. Die Apparatur besitzt mehrere Zonen, in denen die Temperatur
zwischen 340 und 870 °C variiert werden kann. Blei-Selen-Tellurid ist ein
Halbleitermaterial, das für die Herstellung von Infrarot-Detektoren und
Lasern verwendet wird.
Die Missionsdauer wurde wegen schlechten Wetters
über dem
KSC um
einen Tag verlängert.