Start von Cape Canaveral (
KSC); Landung in Cape
Canaveral (
KSC).
Die beiden Hauptziele der Mission waren das Aussetzen der frei fliegenden
Experimente-Plattform
EURECA
(European Retrievable Carrier) sowie das Experiment
TSS
(Tethered Satellite Systems).
EURECA
war eine wiederverwendbare Plattform, die über 70 Experimente enthielt. Es
gab jedoch Probleme mit dem Kommunikationssystem
EURECA.
Der Fehler bestand darin, dass es zu Funkunterbrechungen kam, die aus einer
doppelten Nutzung eines Funkkanals resultierte. So konnte die Plattform von den
Astronauten erst einen Tag später als geplant ausgesetzt werden Danach
tauchten damit aber keine Probleme mehr auf, die Triebwerke des Satelliten
zündeten planmäßig und hoben ihn auf eine Umlaufbahn von 500
Kilometern Höhe. Allerdings wurde Zündung nach 6 von 24 Minuten von
den zuständigen Kontrolleuren in Darmstadt abgebrochen, weil die
Telemetriedaten darauf hinwiesen, dass
EURECA
in eine falsche Umlaufbahn geraten könnte. Am sechsten Flugtag der Mission
wurde dann aber eine Korrekturzündung vorgenommen, damit sie die geplante
Höhe erreichen konnte. Ein Jahr später wurde der Satellit im Rahmen
der Mission
STS-57 wieder
eingefangen.
Das verspätete Aussetzen von
EURECA
führte dazu, dass man die Missionsdauer um einen Tag verlängerte.
Nach dem erfolgreichen Aussetzen von
EURECA
wurde das Space-Tether-Experiment
TSS
in Angriff genommen.
TSS
war ein etwa 500 Kilogramm schwerer Fesselsatellit, der an einem 20 Kilometer
langen Stahlkabel vom Shuttle entfernt im Raum schweben sollte. Ziel dieses
Versuches war die Gewinnung von elektrischer Energie. Das Kabel zum Satelliten
blieb aber nach etwa 260 Metern stecken, deshalb konnten praktisch keine
Ergebnisse erzielt werden. Mehrere Tage versuchte die Crew, den Satelliten frei
zu bekommen, was aber misslang. Deshalb wurde dieser zur Rückkehr zur Erde
wieder in der Nutzlastbucht verstaut.
Später fand man heraus, dass zum
einen ein Motor nicht richtig funktioniert hatte und ein Keilbolzen das
ordnungsgemäße Abrollen des Kabels
verhinderte.
Sekundäre Experimente waren: Evaluation of Oxygen
Integration mit Materials/Thermal Management Processes (EOIM-III/TEMP 2A),
Consortium for Materials Development in Space Complex Autonomous Payload
(CONCAP II und CONCAP III),
IMAX
Cargo Bay Camera (ICBC), Limited Duration Space Environment Candidate Materials
Exposure (LDCE), Air Force Maui Optical Site (AMOS), Pituitary Growth Hormone
Cell Function (PHCF) und Ultraviolet Plume Instrument (UVPI).
Die
Landung erfolgte letztmalig ohne einen Bremsfallschirm.