Start von Cape Canaveral; Landung 620 km
südwestlich der Bermuda-Inseln im Atlantik.
Der ursprüngliche
vorgesehene Start (19. August 1965) musste zunächst wegen eines
Computerproblems unterbrochen werden und wurde dann wegen schlechten Wetters um
2 Tage verschoben.
Bereits nach 2 Stunden Flugzeit wurde der
mitgeführte Zielsatellit
REP ausgestoßen, um mit diesem
Rendezvous-Manöver üben zu können. Doch kurz nach Absetzen des
Satelliten gab es einen unverhofften Druckabfall in den Brennstoffzellen, was
dazu führte, dass einige Systeme abgeschaltet werden mussten. Das
Rendezvous-Manöver konnte somit nicht mehr in der geplanten Form
durchgeführt werden. Sogar der Abbruch des Fluges wurde erwogen, jedoch
stabilisierte sich dieser Druck wieder (wenn auch auf geringerem Niveau), aber
damit konnte man arbeiten. Am dritten Tag der Mission wurde stattdessen ein
Rendezvous-Manöver mit einem fiktiven Satelliten geflogen. Dazu waren
präzise Bahnänderungen nötig, die aber erfolgreich
durchgeführt wurden. Dennoch endeten die technischen Schwierigkeiten
nicht, so fielen nach einigen Tagen auch noch mehrere Steuerdüsen
(für das Lageregulierungssystem) aus. Man verzichtete daher auf weitere
Tests. Einige medizinische Tests (die gleichen, wie bei
Gemini 4) wurden noch vorgenommen und
verschiedene Fotoaufnahmen gemacht, aber alles in allem war es danach ein eher
langweiliger Flug, mit dem Ziel, einen neuen Aufenthaltsrekord aufzustellen,
was ja auch gelang. 17 Experimente waren ursprünglich geplant gewesen,
eines davon wurde aber gestrichen. Charles
Conrad beklagte sich später darüber, dass er kein
Buch zum Lesen mitgenommen habe. Dazu kam, dass es während des
antriebslosenlosen Driftens mit der Kapsel, in dieser recht kühl
wurde.
Da die Steuerdüsen nicht perfekt arbeiteten, erhielt die
Crew die Erlaubnis, eine Umlaufbahn weniger als vorgesehen zu fliegen. Durch
fehlerhafte Daten im Computer wurde der Landepunkt danach allerdings um 145 km
verfehlt. Da aber mehrere Schiffe an der Bergung beteiligt waren, konnten
Gordon
Cooper und Charles
Conrad von Tauchern der
USS DuPont geborgen und im Helicopter zum Hauptschiff
USS Lake Champlain gebracht werden.