Bemannte Raumflüge

Internationale Flug-Nr. 13

Gemini 3

USA

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Start-, Bahn- und Landedaten

Startdatum:  23.03.1965
Startzeit:  14:24 UTC
Startort:  Cape Canaveral
Startrampe:  LC-19
Bahnhöhe:  224 km
Inklination:  33,0°
Landedatum:  23.03.1965
Landezeit:  19:16 UTC
Landeort:  22° 26' N, 70° 51' W

Crew auf dem Weg zum Start

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alternatives Crewfoto

alternatives Crewfoto

alternatives Crewfoto

alternatives Crewfoto

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Besatzung

Nr.   Name Vorname Position Flug-Nr. Flugdauer Erdorbits
1  Grissom  Virgil Ivan "Gus"  Command Pilot 1 4h 52m 
2  Young  John Watts  PLT 1 4h 52m 

Sitzverteilung der Besatzung

1  Grissom
2  Young

Ersatz-Besatzung

Nr.   Name Vorname Position
1  Schirra  Walter Marty, Jr. "Wally"  Command Pilot
2  Stafford  Thomas Patten "Tom"  PLT

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Flugverlauf

Gemini 3 startete von Cape Canaveral. Die Raumkapsel wasserte nahe den Grand-Turks-Inseln im Atlantik. Der Rufname des Raumschiffes lautete Molly Brown.

Im Gegensatz zu den Mercury- und Apollo-Flügen, gab es bei Gemini keine Rettungsrakete, die beim Versagen der Titan-Rakete die Raumkapsel von der Startrakete weggerissen hätte. Die Titan-II-Rakete flog mit sogenannten hypergolen Treibstoffen, die im Falle des Versagens der Startrakete zwar zum Abbrennen, aber nicht zur Explosion neigen. Aus Gründen der Gewichtsersparnis wurden stattdessen in die Gemini-Raumschiffe Schleudersitze eingebaut. Das Verfahren wurde als "Ballute" bezeichnet. Bei einen erforderlich werdenden Ausstieg während der Startphase sollte sich das ballonähnliche Gebilde als erstes entfalten und den Flug des Astronauten stabilisieren, ehe der Fallschirm geöffnet wurde.

Mit dieser Mission wurde der erste Testflug der neuen Gemini-Kapsel absolviert. Dabei befanden sich in einem amerikanischen Raumschiff erstmals zwei Astronauten an Bord. Virgil Grissom wurde der erste Raumfahrer überhaupt, der zwei Raumflüge absolvierte. Allerdings war seine erste Mission an Bord von Mercury 4 nur ein ballistischer Flug. Neben den technischen Tests standen auch drei wissenschaftliche Experimente an, die allerdings nur teilweise gelangen. So sollten Effekte der Schwerelosigkeit an Seeigeleiern getestet werden, eine Probe zerbrach aber. Da eine Linse an einem Fotoapparat nicht richtig funktionierte, konnten Aufnahmen auch nur in beschränktem Umfange durchgeführt werden. Bei den technischen Tests war bemerkenswert, dass während eines Orbits manuelle Bahnänderungen vorgenommen wurden. Dissonanzen mit der Bodenkontrolle ergaben sich offensichtlich dadurch, dass John Young ein Sandwich mit an Bord genommen hatte und die Krümel sich überall im Raumschiff verbreiteten.

Nach etwa 20 Minuten Flug zeigte ein Sauerstoffdruck-Messgerät einen abrupten Abfall an. Vergleiche mit anderen Messgeräten ergaben jedoch keine Veränderungen. Die Ingenieure vermuteten, dass die fehlerhaften Daten auf Schwankungen in der Stromversorgung zurückzuführen seien. John Young wurde angewiesen, einen Reserve-Stromversorgungskreislauf zu aktivieren. Nun wurden wieder die korrekten Werte angezeigt.

Kleinere Schwierigkeiten traten bei den wenigen mitgeführten Experimenten auf. Das Strahlenexperiment konnte nach leichten Anlaufschwierigkeiten von John Young zwar erfolgleich durchgeführt werden, brachte aber keine überzeugenden Ergebnisse. Ein Experiment mit Seeigel-Eiern konnte nicht ausgeführt werden, weil Virgil Grissom den Starthebel versehentlich abgebrochen hatte.

Nach drei Erdumkreisungen wurden die Bremsraketen gezündet. Die Wasserung an Fallschirmen erfolgte dabei in zwei Phasen, bei der die Kapsel zuerst mit der Nase nach oben, dann mit der Nase schräg nach unten an den Fallschirmen hing. Beim Übergang von der einen Lage zur anderen wurden die beiden Astronauten gegen die Fenster geworfen. John Youngs Helm wurde zerkratzt, Gus Grissoms Visier aus Plexiglas brach sogar entzwei.

Auch die Wasserung gelang nicht perfekt, weil Vorabmessungen des Luftwiderstandes sich als falsch erwiesen hatten. So wasserte die Kapsel 97 km (60 Meilen) vom ursprünglichen berechneten Punkt. Erst 30 Minuten später wurden Kapsel und Astronauten von einem Hubschrauber des Bergungsschiffes USS Intrepid geborgen.

Fotos / Zeichnungen

 

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Letztes Update am 15. Dezember 2013.