Start von Cape Canaveral; Landung 850 km
östlich von Florida im Atlantik.
Auch bei dieser Mission sollte
wieder eine Kopplung mit einem Agena-Zielsatelliten stattfinden. Ebenso stand
wieder eine
EVA
auf dem Programm. Das Missionspatch wurde von Barbara Young (der damaligen
Ehefrau von John
Young)
entworfen.
Kopplung mit dem unbemannten Agena-Zielsatelliten
GATV-10
gelang ohne Probleme, auch wenn dabei mehr Kraftstoff verbraucht wurde, als
geplant. Das führte dazu, dass man auf weitere geplante An- und
Abdockmanöver verzichtete. Mit Hilfe der Triebwerke der Agena gelang
anschließend eine Bahnanhebung von 295 km auf 764 km, was einen neuen
Höhenrekord darstellte.
Zwei
EVA's
von
Collins; dabei diente die sogenannte Stand-Up-
EVA
(0h 38m) lediglich dazu die Erde und Sterne zu fotografieren.
Die
zweite
EVA
fand nach der Abkopplung des Agena Zielsatelliten und der Annährung bis
auf 1 m an die Agena
GATV-8
(0h 49m) statt. Zunächst barg er einen Mikrometeoriten-Detektor von der
Gemini-Kapsel und verstaute diesen in der offenen Luke, allerdings schwebte er
während der
EVA
irgendwann davon und war verloren. Als nächstes wechselte
Collins, verbunden mit dem Mutterschiff mittels einer
"Schnur" zur Agena
GATV-8.
Auf dem Weg dorthin verlor er allerdings den Halt und konnte sich auch nirgends
richtig festhalten. Erst unter Nutzung der Handpistole konnte er sich wieder
dorthin bewegen, wo er hinwollte. Somit gelang es ihm dann auch den
Mikrometeoritendetektor von der Agena zu bergen. Diesen Detektor verlor
Collins nicht. Allerdings verlor er während dieser
EVA
seine Kamera. Die Rückkehr in das Raumschiff war nicht ganz einfach, denn
Collins hatte sich in der Sicherheitsleine förmlich
verheddert.
Im Übrigen wurden 14 verschiedene Experimente
durchgeführt. Dazu gehörten auch ein Navigationsexperiment und
verschiedene Experimente zur Messung der Strahlendosis.
Die
Rückkehr zur Erde verlief dagegen vollkommen unproblematisch. Das
Bergungsschiff war der Flugzeugträger
USS
Guadalcanal.