Start von Cape Canaveral (
KSC);
Landung auf der Edwards
AFB. Ursprünglich war der Start für den 03.
November 1994 geplant. Wegen schlechten Wetters standen die Notlandeplätze
auf der iberischen Halbinsel (Portugal und Spanien) an diesem Tag nicht zur
Verfügung. Auch die dritte TAL-Bahn (Transatlantic Abort Landing) im
marokkanischen Ben Guerir war nicht uneingeschränkt nutzbar, weil die
Windgeschwindigkeiten zu hoch waren.
Atlantis trug die Mission "
ATLAS-3" (Atmospheric Laboratory for Applications and
Sciences) in den Erdorbit. Das Labor ging der Frage nach, wie die Sonne das
irdische Klima beeinflusst. Wie reagiert der Lufthülle der Erde auf die
Sonnenenergie, speziell die ultraviolette Strahlung? Vor allem wurde das
jahreszeitlich bedingte Verschwinden des antarktischen Ozonlochs und die damit
einhergehende Erholung der Atmosphäre, sowie die Veränderungen der
Luft auf der nördlichen Halbkugel, wo gerade der Winter begann,
untersucht.
Die Plattform
CRISTA-
SPAS wurde ausgesetzt und nach einem Freiflug von mehr
als acht Tagen wieder eingefangen.
CRISTA (Cryogenic Infrared Spectrometer Telescope for
Atmosphere) wurde an der Universität Wuppertal entwickelt und gebaut und
erfasste die Verteilung der Spurengase in der Atmosphäre. Dazu entfernte
sie sich vom Shuttle und folgte ihm in zwischen 40 und 70 Kilometer Entfernung,
um ungestört Messungen vornehmen zu können.
Beim Einfangen von
CRISTA wurde ein neues Manöver getestet, mit dem
das Andockmanöver an der Raumstation MIR beim nächsten Flug der
Atlantis (
STS-71) demonstriert werden
sollte. Hierbei nähert sich der Orbiter dem Ziel von unten, wobei die
Lagetriebwerke weniger benutzt werden und somit eine Verunreinigung von
Systemen der Raumstation wie z.B. Sonnenpaneele minimiert werden könnten.
CRISTA wurde von Nutzlast-Commander Ellen
Ochoa
wieder eingefangen. Der Satellit hatte 100 Gigabit Daten erzeugt.
Wegen
starker Winde und Regenschauern musste STS-66 zur Edwards
AFB umgeleitet werden.