Bemannte Raumflüge

Internationale Flug-Nr. 65

Sojus 30

Kawkas

UdSSR

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Start-, Bahn- und Landedaten

Startdatum:  27.06.1978
Startzeit:  15:27 UTC
Startort:  Baikonur
Startrampe:  1
Bahnhöhe:  195 - 244 km
Inklination:  51,64°
Ankopplung Saljut 6:  28.06.1978, 17:07:50 UTC
Abkopplung Saljut 6:  05.07.1978, 10:15:40 UTC
Landedatum:  05.07.1978
Landezeit:  13:30 UTC
Landeort:  300 km W von Zelinograd

Crew auf dem Weg zum Start

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alternatives Crewfoto

alternatives Crewfoto

alternatives Crewfoto

alternatives Crewfoto

alternatives Crewfoto

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Besatzung

Nr.   Name Vorname Position Flug-Nr. Flugdauer Erdorbits
1  Klimuk  Pjotr Iljitsch  Kommandant 3 7d 22h 02m  125 
2  Hermaszewski  Miroslaw "Mirek"  Forschungskosmonaut 1 7d 22h 02m  125 

Sitzverteilung der Besatzung

Start
1  Klimuk
2  Hermaszewski
Landung
1  Klimuk
2  Hermaszewski

Animationen: Sojus

(erfordert Macromedia Flash Player)
mit freundlicher Genehmigung von www.marscenter.it

Double-Besatzung

Nr.   Name Vorname Position
1  Kubassow  Waleri Nikolajewitsch  Kommandant
2  Jankowski  Zenon "Zden"  Forschungskosmonaut

Flugverlauf

Die Mannschaft startete vom Kosmodrom Baikonur in die Erdumlaufbahn und landete 300 km westlich von Zelinograd. Die Mission markierte den zweiten Interkosmos-Flug.

Miroslaw Hermaszewski wurde der erste polnische Kosmonaut. Dieser Flug hatte große politische Bedeutung vor dem Hintergrund der wachsenden antisowjetischen und antikommunistischen Grundhaltung in Polen.

Nach eintägigem Alleinflug koppelte Sojus 30 am 28. Juni 1978 mit der Raumstation Saljut 6.

Zusammen mit der zweiten Stammbesatzung wurden materialwissenschaftliche Experimente und Erdfotografie durchgeführt sowie Polarlichter beobachtet.

In ihren Raumanzügen hatten die Kosmonauten ihre Plätze im Landemodul eingenommen, nachdem sie die Luke zur Orbitalsektion geschlossen hatten. Dann richteten sie das Raumschiff so aus, das die Triebwerke des Geräteteils in Flugrichtung zeigten. Diese wurden kurz darauf für 105,6 Sekunden gezündet und leiteten den Abstieg zur Erdoberfläche ein. Im nächsten Schritt erfolgte das planmäßige Abtrennen der Orbitalsektion und des Geräteteils, die beide in der Erdatmosphäre verglühten. Das verbleibende Landemodul wurde so ausgerichtet, dass der Eintrittswinkel für eine möglichst genaue Landung in Kasachstan erreicht wurde. Nach dem Eintritt in die Erdatmosphäre brach der Funkkontakt wegen der heißen Plasmagase rund um die Kapsel ab. Dann löste sich der Deckel des Fallschirmbehälters und der Bremsfallschirm wurde ausgestoßen. Nachdem auch der Hitzeschutzschild abgetrennt worden war, schwebte die Sojus an ihrem Hauptfallschirm Richtung Erdboden. Kleine Feststoff-Bremsraketen, die kurz vor dem Berühren des Bodens ausgelöst worden waren, verminderten die Aufprallgeschwindigkeit. Sofort nach der erfolgreichen Landung wurden die Fallschirmleinen gekappt, damit die Kapsel nicht durch den Wind über den Boden gezogen werden konnte. Nach der Landung gehört es zum Ritual, dass die Kosmonauten das Raumschiff mit ihrer Unterschrift versehen.

Kern der relativ einheitlichen Interkosmos-Missionen waren Originalübertragungen des Starts, von Gesprächen mit den jeweiligen Partei- bzw. Staatschefs und Grüße an die Heimatbevölkerung. Daneben wurden Beobachtungen und Aufnahmen (auch multispektral mit MKF 6 des Heimatlandes des Gastes, medizinisch-biologische Untersuchungen und Experimente mit landestypischen Produkten durchgeführt. Der Gastbesuch war auf ca. sieben Tage und 21,5 h (mit nur einer Toleranz von +/- einer Stunde) ausgelegt. Die Vorbereitung dieser Missionen benötigte nicht besonders viel Zeit, da auf meist in der Sowjetunion ausgebildete (also sprachkundige) Militärflieger zurückgegriffen werden konnte.

Fotos / Zeichnungen


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Letztes Update am 19. September 2014.