Start von Cape Canaveral (
KSC);
Landung in Cape Canaveral (
KSC).
Bei diesem Flug handelte es sich um die
Mission Spacehab-4. Am zweiten Flugtag wurde ein
SPARTAN-Satellit ausgesetzt, auf dem eine aufblasbare
Parabolantenne (IAE) montiert war. Kurz nach dem Aussetzen wurde der
Mechanismus zum Entfalten aktiviert und die Antenne auf eine Größe
von 26 x 14 Meter gebracht. Das entspricht etwa der Größe eines
Tennisplatzes. Dabei hatte die Antenne lediglich eine Masse von 66 Kilogramm.
Nach 90 Minuten wurde die Antenne vom Satelliten getrennt. Sie verglühte
wenige Tage später in der Erdatmosphäre.
SPARTAN wurde mit dem Manipulatorarm wieder in der
Nutzlastbucht des Shuttle verstaut. Es war der achte Einsatz eines derartigen
Satelliten. Erstmals wurden zur Datenspeicherung keine Magnetbänder
sondern EEPROMs verwendet. Aufblasbare Strukturen sollen in Zukunft bei
Experimenten verwendet werden, bei denen keine großen mechanischen
Belastungen auftreten. Damit werden nicht nur Platz und Masse sondern auch
erhebliche Kosten gespart.
Am vierten Flugtag wurde der kleine
Technologiesatellit
PAMS (Passive Aerodynamically stabilized Magnetically
damped Satellite) aus der Ladebucht katapultiert. Dabei wurde er absichtlich
ins Trudeln gebracht. Er sollte sich innerhalb weniger Tage allein durch die
Masserverteilung und die Wirkung des Erdmagnetfeldes in einer bestimmten
Fluglage stabilisieren. Dazu näherte sich die Endeavour dem Satelliten
insgesamt drei Mal bis auf etwa 700 Meter und maß die Lage mit Hilfe
eines Lasersystems (Attitude Measurement System). Zwischendurch wuchs die
Distanz zeitweilig bis auf 150 Kilometer. Der Satellit stabilisierte sich zwar
langsamer als vorhergesagt, nach 4 Tagen hatte er die vorgesehene Lage aber mit
einer Genauigkeit von 0,05° erreicht.
Im Spacehab wurde eine Reihe
kommerzieller Untersuchungen in den Bereichen Biotechnologie, Elektronik und
Materialwissenschaft sowie Polymerforschung und Landwirtschaft angestellt,
während in der Ladebucht mehrere technologische Experimente weitgehend
automatisch abliefen. Das Spacehab ist ein kommerzielles Weltraumlabor, das in
die Nutzlastbucht des Shuttle eingebaut wird und Platz für
vielfältige Experimente bietet. Es wird zum größten Teil von
Industrieunternehmen genutzt, um neue Technologien zu erproben oder neuartige
Materialien und geeignete Substanzen herzustellen. Über die kommerziellen
Forschungen hinaus wurden auch technologische und wissenschaftliche Experimente
der
NASA durchgeführt. So wurde die
Schockkühlung von Infrarotsensoren durch Wasserstoffverdampfung getestet
(Brilliant Eyes Ten Kelvin Sorption Cryocooler Experiment).