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Start vom Jiuquan Satelliten Startzentrum;
Landung in der Wüste Gobi in der zentralen Inneren Mongolei (nahe der
Siedlung Hongger, 60 km nördlich der Stadt Wulanha, der Hauptstadt von
Siziwang Banner in der Amugulang-Steppe). Shenzhou VI war der zweite
bemannte Raumflug Chinas. Die Mannschaft führte mehrere wissenschaftliche
Experimente durch. So wurden der menschliche Herzmuskel und die Knochenzellen
untersucht, digitale Fotos von der Erdoberfläche gemacht, aber auch
Modifikationen am Raumschiff getestet. Außerdem wurden erstmals
Video-Aufnahmen aus einem chinesischen Raumschiff zur Erde gesandt.
Alle geplanten Experimente und Notfallübungen wurden wie
vorgesehen durchgeführt. Die interne Tür des Raumschiffs wurde
geöffnet und wieder geschlossen, die Taikonauten wechselten zwischen dem
Orbitalmodul und dem Rückkehrmodul, erprobten ihre Raumanzüge und
testeten das System zur Extrahierung des Kondenswassers. Während der
Übungen wurden Extremereignisse simuliert, um die Auswirkungen der
Reaktionen auf das Raumschiff zu überprüfen. Die Resultate ergaben,
dass Shenzhou VI während aller angenommen Störfälle seine
Funktionstüchtigkeit beibehielt. Die Körperfunktionen beider
Taikonauten zeigten Normalwerte, die Systeme des Raumschiffs bestanden alle
Tests und funktionierten ohne Probleme.
Shenzhou VI bestand aus einem
Rückkehrmodul und einem Orbitalmodul. Während das Rückkehrmodul
nach Ende der eigentlichen Mission nach fünf Tagen wieder auf die Erde
zurückkehrte, blieb das Orbitalmodul weiter in der Umlaufbahn, um weitere
Tests und Experimente durchzuführen. Die Ergebnisse sollen in die
Entwicklung und in das Design der geplanten chinesischen Raumstation
einfließen, die zwischen 2009 und 2012 errichtet werden soll. |