Bemannte Raumflüge

Internationale Flug-Nr. 8

Mercury 9

Faith 7

USA

Start-, Bahn- und Landedaten

Startdatum:  15.05.1963
Startzeit:  13:04 UTC
Startort:  Cape Canaveral
Startrampe:  LC-14
Bahnhöhe:  267 - 161 km
Inklination:  32,53°
Landedatum:  16.05.1963
Landezeit:  23:24 UTC
Landeort:  ~27°30' N, 176°15' W

Cooper auf dem Weg zum Start

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Besatzung

Nr.   Name Vorname Position Flug-Nr. Flugdauer Erdorbits
1  Cooper  Leroy Gordon, Jr. "Gordo"  Pilot 1 1d 10h 19m  22 

Sitzverteilung der Besatzung

1  Cooper

Ersatz-Besatzung

Nr.   Name Vorname Position
1  Shepard  Alan Bartlett, Jr. "Al"  Pilot

Flugverlauf

Der Start erfolgte von Cape Canaveral; Das Raumschiff landete 130 km südöstlich der Midway-Inseln im Pazifik.

Dieser letzte Flug des Mercury-Programms sollte bedeutend länger dauern, als die bisherigen Missionen der NASA, so dass einige Systeme der Mercury-Kapsel umgebaut werden mussten. Während des Fluges führte Gordon Cooper 11 wissenschaftliche Experimente durch. Dazu gehörte der Ausstoß eines Kleinst-Satelliten (4,5 kg) für Reflexionsexperimente. Es war das erste Mal, dass von einer Raumkapsel ein weiterer Satellit abgesetzt wurde. Auch bei dieser Mission traten leichte Temperatur-Probleme mit dem Raumanzug auf. Im übrigen diente dieser Flug in erster Linie dazu, Daten über die Auswirkungen eines längeren Fluges auf den Menschen zu erhalten und den Menschen als wichtigstes Teil eines Raumfluges zu bestätigen. Gordon Cooper war somit der erste Amerikaner, der die Möglichkeit hatte, während eines Fluges zu schlafen.

Daneben machte er aber ebenfalls fotografische Aufnahmen und konnte bei optimalen Verhältnissen sogar Flüsse, Städte und einzeln stehende Häuser auf der Erde erkennen. Aus Rauchfahnen konnte er Windrichtung und -geschwindigkeit erkennen. Auch wurden während der Mission Strahlungsmessungen durchgeführt. Er sandte auch Filmaufnahmen zur Erde, die allerdings von recht bescheidener Qualität waren. Gordon Cooper war allenfalls schemenhaft zu erkennen.

Während des 19. Orbits begannen bei diesem Flug die eigentlichen Probleme. Nach und nach verabschiedeten sich mehrere Systeme, beginnend damit, dass einige Messanzeigen ausfielen und er bald überhaupt keine Angaben mehr lesen konnte. Kurze Zeit später stieg auch noch der Kohlendioxid-Gehalt in der Kabine und im Raumanzug an, weil ein Inverter ebenfalls ausgefallen war. Da die automatische Steuerung versagte, war Gordon Cooper gezwungen, den Wiedereintritt in die Erdatmosphäre manuell einzuleiten, was erstmalig im Mercury-Programm vorkam.

Nach einer perfekten Wasserung wurde die Kapsel zusammen mit dem Astronauten an Bord auf den Flugzeugträger USS Kearsarge, der auch schon Walter Schirra geborgen hatte, gehievt.

Fotos / Zeichnungen

Cooper im Training
Cooper im Training

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Letztes Update am 06. November 2013.